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Gruppenausstellung: Callejas + Tweeddale - Wiederaneignung (vorbei)

2 Dezember 2011 bis 7 Januar 2012
  Callejas + Tweeddale - Wiederaneignung
 
  dr. julius | ap

dr. julius | ap
Leberstraße 60
10829 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.dr-julius.de


dr. julius | ap zeigt zum Ende des Ausstellungsjahres 2011 ein Projekt zur Re-Definition architektonischer Verhältnisse durch das Medium Licht an einem Ort der Spanischen Baukrise, eine Zusammenarbeit des Fotografen Javier Callejas [ES] und der Architektin Anna Tweeddale [AUS].

Im Laufe seiner Geschichte hat Andalusien viele verschiedene Einflüsse in sich aufgenommen, welche sowohl die Landschaft stark verwandelt haben als auch die Kultur des Landes durch einen ständigen Prozess umfassender Wiederaneignungen dieser unterschiedlichsten Bedingungen geprägt haben. Zuletzt hat Spaniens lang anhaltender Bauboom die Landschaft in einem nie dagewesenen Ausmaß verändert. Der Zusammenbruch dieses Booms hat eine ganze Reihe zahlreicher monumentaler architektonischer Strukturen hinterlassen, die nun, sowohl fern ihrer beabsichtigten Funktion als auch losgelöst von den wirtschaftlichen und politischen Kräfte, die sie erzeugt haben, unfertig und aufgegeben existieren. Wie oftmals am Ende einer Epoche zu beobachten sind dabei die in der letzten Phase entstanden Strukturen zugleich die mithin ausschweifendsten Beispiele in Bezug auf Kosten, Größe und vorgesehene Nutzung. Durch den Verlust des Zusammenhangs, in den sie durch die Fortsetzung ihres Bauprozesses geraten wären, besetzen viele dieser Altlasten ein merkwürdig zweideutiges Zwischenstadium - weder sind sie wie beabsichtigt vollendet noch sind sie streng genommen nur Fragmente. Eine Situation, die sie dennoch in einen seltsamen Einklang mit der Position im Grenzbereich zweier Epochen stellt.

Die Ausstellung ist Teil einer andauernden Zusammenarbeit zwischen Javier Callejas und Anna Tweeddale, in der sie die Bedingungen und zentralen Herausforderungen dieses Themas beleuchten: die Suche nach neuen Wegen, um diese Strukturen - so einfach sie sein mögen - zu verstehen und neu herauszufinden, wie sie sein könnten. Die ausgewählte Bildfolge, Teil einer größer angelegten Serie, untersucht die räumlich-architektonischen Verhältnisses eines Ortes der Baukrise, indem sie mithilfe von Licht als Medium dessen Räume und architektonischen Bedingungen neu zu definieren versucht.

Eröffnung am Donnerstag, 1. Dezember 2011, 19 Uhr

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