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Gruppenausstellung: Short Cut - Recent Art From Asia (vorbei)

21 Juli 2012 bis 8 September 2012
  Short Cut - Recent Art From Asia
Exhibition view
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 24 00 866 - 80
www.alexanderochs-galleries.com


Es ist schon Tradition geworden, in der ‚Sommerpause' Werke von Künstlern, die das Programm der Galerie seit vielen Jahren mit tragen, mit jungen und neuen Positionen in Korrespondenz zu bringen. SHORT CUT verfolgt hier kein kuratorisches Konzept, vielmehr leuchten sehr unterschiedliche Positionen nebeneinander auf, ohne dass diese einen Verweis auf das Gesamtwerk der einzelnen Künstlerinnen und Künstler geben wollten.

Bereits 1999 wurde hier Yin Xiuzhen (* 1963 in China) gezeigt, die mit ihren Installationen und Objekten der Idee der ,Sozialen Plastik' nachspürt, - nicht jedoch im geläufigen, westlichen Sinne. Durch die Verwendung von Textilien schafft sie neue Konnotationen persönlicher und zwischenmenschlicher Intimität. Chiharu Shiota (* 1972 in Japan, lebt in Berlin) wurde hier ebenfalls 1999 erstmals ausgestellt. Sie verbildlicht mit Ihren oft raumgreifenden Installationen aus Wollfäden und Kleidern, aus Glasfenstern oder mit ihren ,Blut-Pumpen' menschliche Empfindungen und Ängste. Die Kraft ihrer Werke liegt dabei oft gerade in ihren Ambivalenzen und Uneindeutigkeiten. Erstmals im Jahre 2002 wurden hier Werke von Heri Dono (* 1960 in Indonesien) präsentiert, der mit seinen scheinbar archaischen Installationen und kinetischen Objekten künstlerische Traditionen seiner Heimat vereinnahmt und diese mit philosophischen und sozialkritischen Ansätzen in Kontakt bringt.

Junge Künstler dieser Ausstellung sind etwa Lu Song und Zhao Zhao. Lu Song (* 1982 in China) weiß in seinen Bildern romantisierende Sujets phantastischer Landschaften durch malerische Mittel aufzubrechen: Jeder trügerische Schein wird in massiver, gleichzeitig aber subtiler Weise nachhaltig gestört. Dabei bleibt der Prozess des Malens mehr der Intuition als der Komposition verbunden. Zhao Zhao (* 1982 in China) ist hinsichtlich seines kritischen Ansatzes stark von seiner engen Verbindung mit Ai Weiwei geprägt. Er fordert in seinen Aktionen, Installationen und Gemälden ideologisch gefärbte Konventionen ebenso heraus wie kunsthistorische Klischees mit ihren geläufigen Bedeutungsmustern.

Weitere Positionen aus Asien vertreten in dieser Ausstellung Nandan Giya, Jin Lie, Lin Jingjing und Zhang Hui. Nandan Ghiya (* 1980 in Indien) befasst sich mit der Computertechnologie und den ,sozialen Netzwerken' des Alltags. Er manipuliert und collagiert alte, vorgefundenen Bildvorlagen, die er zu fehlerhaften, pseudo-digitalen Bildern umkomponiert. Jin Lie (* 1969 in China, lebt in Berlin) setzt sich in seiner Malerei in hintergründiger und oft ironischer Weise mit der Frage der Identität auseinander, ausgehend sowohl von persönlichen Erfahrungen des Kontaktes mit westlicher Popkultur in seiner Kindheit und Jugend in China, als auch mit Blick auf die Geschichte seiner Heimat. Bei Lin Jingjing (* 1975 in China) geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, deren innere und äußere Verwundbarkeiten sie sehr durchdacht auf gesellschaftliche Traditionen und Prozesse überträgt. Sie nutzt vorgefundene Materialien, verändert sie, ,verletzt' sie durch Stickereien, um sie inhaltlich wie ästhetisch neuen Zusammenhängen zuzuführen. Zhang Hui (* 1979 in China) zeigt in ihren Gemälden Reflexionen über die traditionelle chinesische Landschaftsmalerei, deren Erkenntnisse sich in konzentrierten aber nicht weniger empfindsamen Pinselführungen oft hin zur Abstraktion bewegen. Die Farbe fungiert hier weniger als Malmittel als vielmehr und unmittelbar als Sprache dieser Empfindungen.

Diese Ausstellung ermöglicht über die Abbildung einer Facette des Galerieprogramms hinaus einen ausschnitthaften Blick auf die zeitgenössische Kunst aus Asien mit der Vielfalt ihrer Ideen, ihren Kontinente übergreifenden Bezügen zu kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen sowie mit den unterschiedlichen, gegenwartsbezogenen und zukunftsweisenden künstlerischen Ansätzen.

ERÖFFNUNG
Freitag, 20. Juli 2012 | 19-21 Uhr

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