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Einzelausstellung: Talia Chetrit - Bodies in Trouble (vorbei)

7 September 2012 bis 19 Oktober 2012
  Talia Chetrit - Bodies in Trouble
Talia Chetrit
 
  Sies + Höke

Sies + Höke
Poststraße 2+3
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)211 - 301 43 60
www.sieshoeke.com


Im Rahmen der DC Open zeigt Sies + Höke die erste Einzelausstellung der in New York lebenden Künstlerin Talia Chetrit (*1982) in Deutschland.

In Bodies in Trouble erarbeitet Talia Chetrit eine psychologische Erzählung, angelehnt an die fotografischen Strukturen, die sie in den letzten Jahren aufgebaut und erforscht hat.

Die Ausstellung besteht aus einer sorgfältig durchkonstruierten Gruppe von Selbstporträts in drei Sätzen. In der schwarz-weißen Serie „Hands on Body" verwendet Chetrit erstmalig eine männliche Anatomie, speziell deren Hände. Jedes Foto zeigt eine männliche Hand im Greifen, Drücken und Handhaben eines Streifens von schwarzem Samt begriffen. Durch den schwarzen negativen Raum und die Haltung der Hände wird unter dem Stoff eine weibliche Form erkennbar. Diese Bilder beginnen als Porträt einer Hand und verwandeln sich dann in eine Begegnung zwischen Mann und Frau.

Die implizite Anwesenheit des Körpers wird weiter ausgebaut auf einem Foto, das die Spuren dokumentiert, die an der Stelle hinterlassen wurden, wo die „Hands on Body" Bilder entstanden.

Auf zwei farbigen Arbeiten inszeniert sich Chetrit selbst im häuslichen Umfeld, vervielfacht von einem Spiegel, wodurch eine Dopplung entsteht. Ohne die Künstlerin wirklich in Bewegung zu sehen, bleibt es unklar, ob sie als Motiv im Kommen oder Gehen erfasst ist, was die körperliche Spannung steigen lässt.

Schließlich zeigt Chetrit eine Straßenszene, die an klassische Street Photography erinnert. Die Kamera schaut von einem hohen Gebäude herunter auf die Straße, wo die Künstlerin zu sehen ist, wie sie aus der Entfernung zurück nach oben schaut. Gerade ist noch zu sehen, wie eine Hand nach Chetrits Arm greift, eine Wiedereinführung des männlichen Subjekts.

Die Ausstellung ist gleichermaßen geteilt, zusammenhanglos in der Erzählung und voller Referenzen an Zeit / Regie / Bewegung; eine Art anti-narrativer Film. Diesen Effekt erzielt die Künstlerin durch eine gewisse Art des Auslassens. Wie bei Ihren übrigen Arbeiten redigiert sie sorgfältig vieles heraus. Dort, wo diese aufgeladenen aber mehrdeutigen Bilder verschmelzen, nimmt die Erzählung Gestalt an.

Eröffnung: Freitag, 7. September 18-22 Uhr

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