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Einzelausstellung: Anna Kott - Prima Materia (vorbei)

27 Oktober 2012 bis 8 Dezember 2012
  Anna Kott - Prima Materia
Anna Kott, Healing, 2012, Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
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10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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Die Kraft der Bilder von Anna Kott (* 1975 in Ruda Slaska, Polen) liegt nicht zuletzt in dem Zusammenspiel intensiver und zurückhaltender Materialanwendungen. Der Ausdruck ihrer Malereien in Öl auf Leinwand und auf Papier ist dabei bestimmt durch ihre Motive, mehr jedoch durch ihren Umgang mit der Farbe, mit unterschiedlichen Maltechniken und mit dem jeweiligen Bildträger.

Der Titel Prima Materia, den Kott für ihre Ausstellung gewählt hat, zitiert einen Begriff aus der Alchemie, der die Urmaterie meint, die durch prozesshafte, willentliche Umwandlung zur Vollendung gebracht werden kann. Anna Kotts Bilder tragen sowohl die Urmasse als auch deren Transformation in sich. Emotionen und Reaktionen finden ihren Ausdruck in der Weite ihrer manchmal durchaus ironischen Motivik und ihrer zurückhaltenden wie gewaltigen Farbarrangements.

Anna Kott verwendet sowohl kräftige als auch graue, erdige Farben oder Pastelltöne. Die nahezu blassen Pinselzeichnungen behalten ihre Transparenz und beanspruchen dennoch nicht selten eine räumliche Funktion, die für das ganze Bild bestimmend wird.

Die Fläche behält innerhalb der Komposition den gleichen Stellenwert wie die Figur, deren Grundlage die Zeichnung ist, und wie die freie Geste, die in groben, dynamischen aber sicheren Pinselzügen Zeichnung und Fläche überdeckt. Zugleich lässt die Künstlerin Flächen frei, die sodann wie freigelegt wirken und die figürlichen Zeichnungen wie unwirkliche Erscheinungen auftreten lassen.

So behalten Kotts Leinwandarbeiten die Feinheit einer Zeichnung, wie ihre Arbeiten auf Papier gleichwohl eine ungewöhnliche malerische Qualität erhalten, gerade in ihrer Reduktion. Ihr gelingt es, in ihren Werken Transparenz und Materialintensität in ein gewollt ungewichtetes Zusammenspiel zu bringen.

Anna Kott spricht von einem ,Dialog', der nicht nur gedanklich sondern auch auf dem Bildträger selbst geführt wird, innerhalb der Komposition selbst wie auch zwischen Komposition und Ausführung. Das Malen bedeutet für sie eine kognitive, selbstreflektive, immer aber auch eine physische Auseinandersetzung mit früheren künstlerischen Entscheidungen und Erfahrungen. In diesem sehr persönlichen Prozess generiert sie wohl jene Kraft, die sie hier unmittelbar visualisiert.

Dabei wählt sie ihre Motive assoziativ. Das gilt für die Figuren, die menschliche Körper zeigen oder Tiere wie Schweine, Fische und Stiere. Und es gilt für den Raum, dargestellt durch Architekturen oder mit rein malerischen Mitteln, wenn sie den Bildträger zerlegen ohne dass sie den Betrachter auf eine greifbare Räumlichkeit festlegen wollen. Die inhaltliche Ausdehnung ihrer Sujets entfernt sich auf diese Weise schnell von jedem scheinbar erzählerischen Ansatz und führt zurück auf den Antrieb der Künstlerin, der offensichtlich im Malerischen zu finden ist.

Peer Golo Willi

ERÖFFNUNG
Freitag, 26. Oktober 2012 | 19-21 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.

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