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Einzelausstellung: Bertold Stallmach - The Travels of an Opinion (vorbei)

11 Oktober 2012 bis 11 Dezember 2012
  Bertold Stallmach - The Travels of an Opinion
Bertold Stallmach, Filmset Der Rattenkönig
 
www.susannakulli.ch Galerie Susanna Kulli

Galerie Susanna Kulli
Dienerstrasse 21
8004 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41- (0)43 243 33 34
www.susannakulli.ch


Bertold Stallmach, geboren 1984 in Quthing, Lesotho, lebt und arbeitet in Zürich und Berlin.

Skript zur Ausstellung:

Holzklötze
Während 40 Tagen befragte der Künstler insgesamt 40 Personen, mit denen er intensive Gespräche führte. Den Rahmen bildeten dabei Themen, die den Künstler selbst oder den vorgehenden Interviewpartner beschäftigen. Die wichtigsten Punkte jedes dieser Gespräche hat Bertold Stallmach auf den sechs Seiten eines kleinen Holzwürfels festgehalten, die den Besucher nun im ersten Raum der Ausstellung empfangen.

Der Rattenkönig
Im Animationsfilm Der Rattenkönig wird die Meinung, oder vielmehr ein Gefühl, aktiv von Person zu Person weitergegeben. Vier offene Styroporhäuser dienen als Filmset der sieben Knetfiguren. Die Handlung des Filmes gab die Architektur der Häuschen vor. Das Gefühl wird im Film durch den Rattenkönig verkörpert. Die fünf Ratten personifizieren die fünf Feinde des Menschen: Widrige Umstände, Pech, Verzweiflung, Ohnmacht und die Respektlosigkeit der Mitmenschen. Der Rattenkönig heftet dem Unglücklichen so lange an, bis einem anderen mehr Unglück widerfährt. So fügen die Filmfiguren anderen Schaden zu, um den Rattenkönig los zu werden.

Die stille Post zum Papst
Bertold Stallmach verfasste einen Wanderbrief mit folgender Frage: „Gibt es in der Bibel Metaphern, die nicht gedeutet werden können, oder nicht gedeutet werden müssen? Und wenn ja welche?" Jede Person, die den Brief erhält, gibt sie einer Person weiter, die dem Papst näher steht als ihr selbst. Dies wiederholt sich so lange bis die Frage schliesslich bei Papst Benedikt XVI angelangt ist. Die Beteiligten dürfen die Frage abändern oder austauschen, sofern die ursprüngliche Frage dafür beantwortet wurde. Der Wanderbrief hat die Reise angetreten.

Der Ausstellungsraum ist mit Trennwänden in drei Stationen des Projekts Die Reise einer Meinung unterteilt. In diesen Trennwänden sind Fenster eingelassen, die von einer Seite aus durchsichtig sind, von der anderen Seite verspiegelt; will der Betrachter auf das vor ihm Liegende blicken, trifft er bloss auf sein Spiegelbild, blickt er jedoch zurück, kann er alles hinter ihm Liegende sehen.

Wir freuen uns über Ihren Besuch in der Galerie und laden sie herzlich ein zur Vernissage am Mittwoch, 10. Oktober 2012 ab 17h

Ausbildung: 2004 - 2008 Studiengang Bildende Kunst, Zürcher Hochschule der Künste; 2007 Future University, Hakodate, Japan; 2003 Vorkurs der Hochschule für Gestaltung Zürich.

Preise und Stipendien: 2010 Werkbeitrag des Kantons Zürich; Werkbeitrag der Ernst-Goehner Stiftung; 2008 Migros Culture Kultur Prozent; Stipendium der IKEA Stiftung; Stipendium der Schweizerischen Studienstiftung; Förderpreis der ZHdK; 2007 Stipendium der Schweizerischen Studienstiftung

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