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Einzelausstellung: Kai Klahre - Orkan - Malerei / Skulptur (vorbei)

12 Januar 2013 bis 20 April 2013
  Kai Klahre - Orkan - Malerei / Skulptur
Kai Klahre „otacon“ Knststoff, Höhe; 15 cm, 2012. courtesy maerzgalerie
 
  maerzgalerie

maerzgalerie
Spinnereistr. 7, Halle 6
D-04179 Leipzig
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)341-998 597 1
www.maerzgalerie.com


Alles Figuren. Gestalten, Geschöpfe und Kreaturen - keine Charaktere.

Kai Klahre schafft seine kleinen Einzelwesen als Malerei auf Aluminium und als kleine Skulpturen. Über Bewegung und räumlichen Bezug dekliniert Klahre ähnlich einer Grammatik verschiedene Fälle und Seins-Formen seiner Figuren durch.

Auf den Malereien schälen sie sich aus der Farbe oder graben sich hinein, sind auf der Flucht, sich verbergend, oder drängen fort, aus Bild und Raum, sind mit der räumlichen Umgebung verwachsen oder entwinden sich dem Zugriff der räumlichen Elemente. Figur und Form in engster Verbindung.

Der Raum, den Klahre mit geringsten formalen Gesten auf den Malereien zu gestalten vermag, zitiert sowohl dunkle Märchenmomente wie Wald, Dickicht oder Höhle, aber auch die undefinierte Enge von Grube oder Verschlag, die aus dem Dunkel herausragen. „Es geht mir nicht ums Abbilden sondern um Atmosphäre". Die souveräne Gestaltung der Natur ist nur Mittel. „Das Gezeigte soll nicht naturgemäß, sondern ein Interessantes sein". So entsteht „Spannung durch Weglassen."
Auf dem selten verwendeten Aluminium-Grund sind die Ölfarbschichten von pastös bis pastellzart aufgetragen. Die zurückgenommene Farbigkeit rückt die Form in den Vordergrund und die Kälte des metallenen Bild-Untergrundes arbeitet an der Distanz des Beobachters mit. „Ein Arbeiten auf solch einem Grund ermöglicht Präzision und Stabilität".

Wie in seinen Malereien kommen auch Klahres Skulpturen aus der Zeichnung.
„Das Zeichnen ist der Anfang. Zeichnen ist Denken und Gedanke, gefundene Vorstellung".
Der gemeinsame Ursprung von Malerei und Skulptur, in umfangreichen Skizzenbüchern dokumentiert, ist offensichtlich und hier ist nachvollziehbar, wie Klahre seine Geschöpfe aus dem Gedächtnis entwickelt.
Die kleinen Skulpturen stehen völlig frei im Raum, vollziehenhier (alp-) traumhafte, aus dem Unterbewussten evozierte und Zwangshandlungen, es gibt Gesten von Schutz und Abwehr und auch hier ist es das tastende Orientieren im Raum, in dem die Skulptur ohne Bezug steht, ähnlich einem Versuchsobjekt. Das Unfertige, der Experimentiergestus des Werkes bleiben betont.
Klahre lässt die Spuren von Korrektur und Überarbeitung erkennen.
„Abgüsse für etwa Bronzen mache ich nur selten. Der Gedanke, das Original, mit allen Arbeitsspuren als Endwerk stehen zu lassen, ist wichtig.

Das zeigt die Figur „zwar zerbrechlicher als Bronze, aber wie ein Bild, als Einzelstück."
Die Skulptur ist ebenso brillant und mit der gleichen Virtuosität aufgefasst wie Geschöpfe der Malereien. Sie scheinen seinen Bildern entsprungen und erweisen sich als Malerei mit anderen Mitteln.

Eröffnung: Samstag, 12. Januar 2013, 11 - 21 Uhr im Rahmen des kleinen Winterrundgangs der Leipziger SpinnereiGalerien

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