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Einzelausstellung: Asger Carlsen - Hester (vorbei)

1 Februar 2013 bis 16 März 2013
  Asger Carlsen - Hester
Asger Carlsen, HESTER (17), 2012
 
  DITTRICH & SCHLECHTRIEM

DITTRICH & SCHLECHTRIEM
Tucholskystraße 38
10117 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.dittrich-schlechtriem.com


DITTRICH & SCHLECHTRIEM freut sich, mit HESTER in Deutschland die erste Einzelausstellung des in New York ansässigen Künstlers Asger Carlsen zu präsentieren (Eröffnung am Donnerstag, den 31. Januar, 18 – 20 Uhr). Carlsen wird eine Auswahl von Schwarz-Weiß-Fotografien aus der 23-teiligen Serie HESTER zeigen, die auf unheimliche Weise traditionell, in ihrer Technik jedoch eindeutig zeitgenössisch ist. Die Ausstellung wird elf Drucke in einem intimen Format von 70 x 48 cm beinhalten, sowie vier Arbeiten in einem neuen, lebensgroßen Format.

In HESTER werden dokumentierte figurale Körper mittels digitaler Verformung entstellt. „Sie sind anonyme Wesen. Ihrer Identität beraubt, unterscheiden sie sich lediglich durch ihre schwarze oder weiße Hautfarbe, ihre muskulöse oder adipösen Physis oder durch kleine Details wie Muttermale auf der Haut oder lackierte Fußnägel.“

„In einem ersten Schritt werden Fotomodelle sowie zusätzliche aus Modelliermasse geformte Körperimitationen abgelichtet. Bei der anschließenden aufwendigen digitalen Bearbeitung der Fotografien [...] werden die fotografierten Einzelteile so zusammengefügt, dass die Schnittstellen unkenntlich gemacht werden. Das eigentliche Fotografieren ist im Verhältnis zur Kreation am Computer also ein kurzer Moment.“

„Tatsächlich weiß der Betrachter nicht, was er bei HESTER sieht: Fotografie? Skulptur? Fotografierte Skulptur? [...] Im Sinne der abstrakten Kunst, insbesondere des synthetischen Kubismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts, verarbeitet Carlsen am Computer mehrere Ansichten gleichzeitig, indem er ihre Formen dekonstruiert und neu zusammenfügt mit dem Ziel, menschliche Körper nicht nur abzubilden, sondern regelrecht erfahrbar zu machen. Dennoch ist der Fotografie eine andere Durchschlagskraft im Gegensatz zu Malerei, Skulptur oder Zeichnung eigen. Die simple Vorstellung etwa genügt, Carlsens Werke wären nicht Fotografien von Objekten, sondern dreidimensionale Skulpturen aus klassischen Materialien wie Marmor, Bronze oder Kupfer. Dann wären sie wohl durchaus mit den Skulpturen Henry Moores vergleichbar, welche als reine, hyperästhetische Formen betrachtet werden.“

Die Textausschnitte sind dem Essay „Anatomische Spiele“ der Kunsthistorikerin Estelle Blaschke entnommen, zu finden im Ausstellungskatalog, der in der Galerie und über unsere Website erhältlich ist. Für weitere Informationen, den gesamten Ausstellungstext oder Abbildungen kontaktieren Sie bitte Owen Reynolds Clements: owen@dittrich-schlechtriem.com.

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