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Gruppenausstellung: Thank God I’m Pretty! (vorbei)

23 Februar 2013 bis 13 April 2013
  Thank God I’m Pretty!
Per Adolfsen, Thank God I'm Pretty II, 2013, Öl auf Leinwand, 230 x 180 cm
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.alexanderochs-galleries.com


Vier sehr unterschiedliche Künstler treffen in dieser Ausstellung aufeinander. Ihnen gemeinsam sind Witz, Ironie und ein aus der Selbst-Distanz gepflegter Narzissmus, - Thank God I'm Pretty! Alltagskultur trifft Kunstgeschichte, zwischen den künstlerischen Haltungen und den hier gezeigten Werken finden sich Verweise und Querverweise; Selbstreflexion und künstlerisches Selbstgespräch veröffentlichen Privates und lassen Obsessionen sichtbar werden.

Die schiere Freude am Malen sind für die Gemälde des Dänen Per Adolfsen (* 1964) so kennzeichnend wie sein sichtbares Verhältnis zum Bild: eine tiefe emotionale Verbundenheit, die aus der eigenen, schonungslosen und aufrichtigen Konfrontation mit dem Motiv entsteht. Adolfsens ,unakademische' Malweise ist außergewöhnlich energetisch, manchmal ein wenig nervös und vielleicht etwas verschroben.
Der Bildgegenstand, eigentümliche Szenen oder auch Selbstportraits, bleibt stets und an-dauernd rätselhaft und gewinnt nicht zuletzt durch den scheinbar intuitiven Farbauftrag seine Authentizität und Lebendigkeit. Adolfsen bringt seinen persönlichen Mikrokosmos auf zum Teil große Leinwände, und er belässt das Erzählerische so weit wie möglich im Hintergrund, - zugunsten der Energie und des bewussten, fordernden Offenlassens von Fragen.
Per Adolfsen wird mit dieser Ausstellung erstmalig in der Galerie gezeigt.

Die Skulpturen von Frederik Foert (* 1971) sind grazil auf langbeinigen Stativen montiert und teilweise durch Elektromotoren in stetige Bewegung gebracht, sie verteilen sich im Raum gleich einer ,Herde'. Foerts Ausgangsmaterial sind Alltagsgegenstände, die Akteure sind Technik und Physik. Zu eigenen Erfahrungsräumen gelangt man - und das fällt erstaunlich leicht - letztlich durch eigene Assoziationen. Dem Problem des Verhältnisses von Figur und Sockel (ein Problem der Kunstproduktion, -präsentation und -rezeption) begegnet Foert etwa bei Umgestaltungen von Blumenbänken der 50er Jahre dadurch, dass er, wie er sagt, die individuell gestalteten Unterbauten ,mit technischen Wucherungen bepflanzt'.
In Collagen kombiniert er Kupferstiche und alte Lexika-Illustrationen mit Sprechblasen aus Walt Disney-Comics. Die neuen Zusammenhänge knüpfen an Vertrautem an, doch jenes muss man nicht vermissen: allzu reizvoll ist der neue Blick. Die Collagen arrangiert Foert auf den Wänden der Galerie zusammen mit Tusche-Zeichnungen und kleineren Objekten.

Die deutsch-kanadische Künstlerin Vanessa von Heydebreck (* 1980), einst Meisterschülerin bei Hanns Schimansky, folgt mit ihren Zeichnungen, ihrer Malerei und ihren Collagen mit Ausschnitten aus Zeitschriften einem Prozess der Selbstreflexion und der Reflexion bildge-schichtlicher und gesellschaftlicher Phänomene.
In der Weiterentwicklung dieses Zugriffs auf das alltägliche Bildmaterial entstanden größere Collagen aus dem Fundus der eigenen Produktion, aus in Vorjahren entstandenen zum Teil großformatigen Zeich¬nungen und Gemälden auf Papier. Durch das Zerschneiden und erneute Zusammenfügen schafft von Heydebreck Frauenportraits, die aus ihren Prozessen künst-lerischer Wertschöpfung entstehen und dabei zwischen Destruktion und Konstruktion zu verorten sind.

Das ironische Spiel, das Andreas Amrhein (* 1963) mit seinen süßlichen Motiven und der Montage gegenständlicher oder ornamentaler Versatzstücke treibt, führt zu jenem erzähleri-schen Moment, das mithilfe bildkünstlerischer Zitate zeitliche und räumliche Aspekte in unauflösbare Mehrdeutigkeiten überführt.
Die Figuren, nachgerade plastisch ausgearbeitet und im Vordergrund, sind realistische aber im Maßstab vergrößerte Porzellanfigurinen, wie sie in zahlreichen deutschen Wohnzimmervitrinen zu finden sind. Ornamentale Strukturen und fast transparente Landschaftszeichnungen bleiben zunächst im Hintergrund, erhalten ihr Gewicht jedoch und paradoxerweise gerade neben den kräftigen Farben der Zentralmotive. Dies gilt auch für die rein malerischen Spuren, ob großzügige Pinselzüge oder die Spuren feinen Aquarells.

Andreas Amrhein und Frederik Foert waren Stipendiaten des GREY HOUSE Fellowship der ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING in Peking.

Bei der Aftershow-Party am Abend der Eröffnung der Ausstellung THANK GOD I'M PRETTY wird unter anderem ein DJ Set des Künstlers Sven Drühl stattfinden, der zuletzt in der Galerie gezeigt wurde.

ERÖFFNUNG
Freitag, 22. Februar 2013 | 19-21 Uhr
Aftershow-Party ab 21 Uhr | DJs Sven Drühl & The Freddo
Die Künstler sind anwesend.

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