Language and login selector start
Language and login selector end

Einzelausstellung: William Tucker (vorbei)

15 März 2013 bis 20 April 2013
  William Tucker
 
  Buchmann Galerie

BUCHMANN GALERIE
Charlottenstrasse 13
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 (0)30 - 258 999 29
www.buchmanngalerie.com


Die Buchmann Galerie freut sich die erste Einzelausstellung mit dem britisch/amerikanischen Bildhauer William Tucker (*1935 in Cairo) anzukündigen.

Tucker zählte in den 1970er Jahren zu dem einflussreichen Kreis englischer Bildhauer wie Philip King oder Tim Scott, die als 'New Generation' in der gleichnamigen Ausstellung in der Whitechapel Art Gallery London 1965 vorgestellt wurden und entscheidende Impulse für die Entwicklung der abstrakten Skulptur und die Erweiterung des Skulpturenbegriffes setzten. William Tucker war 1966 eingeladen zu der wegweisenden Ausstellung Primary Structures im Jewish Museum in New York, dem entscheidenden Moment für die Amerikanische Minimal Art. In dieser Zeit wurde er auch als Theoretiker, Kritiker und Ausstellungsmacher bekannt. Tucker veröffentlichte 1972 'The Language of Sculpture' und publizierte Reviews und Essays in Studio International, das englische Gegenstück zu ARTFORUM. In der Hayward Gallery London organisierte er 1975 'The Condition of Sculpture'.

Das aktuelle Werk von William Tucker das in der Galerie präsentiert wird, hat einen Bezug zur menschlichen Figur. Vor dem Hintergrund der frühen Arbeiten ist dies überraschend. Doch die Abgrenzung zwischen Figuration und Abstraktion behandelt Tucker offen und sieht darin keinen Widerspruch. "Any sculpture is a figure in a sense, if it reads as a total, a unity."1)

Trotz ihres figurativen Bezuges sind die Skulpturen in ihrer Form nicht sofort zu entschlüsseln und benennen. Sie verweisen nicht auf eine einfache, klar ablesbare menschliche Form oder Geste - nichts steht auf einem Bein, kniet oder sitzt. Die Skulpturen eröffnen vielmehr ein weites Feld möglicher Assoziationen und erlangen so ihre eindringliche und einzigartige Physis, der man sich nicht entziehen kann. William Tuckers Skulpturen haben eine Präsenz, die unseren Körper in Bezug zu ihnen stellt und so bewusst macht.

Die Beschäftigung mit der Natur, Struktur und Masse des menschlichen Körpers, hat Tucker zu einer Reihe von Skulpturen geführt, die interessanter Weise eher durch ihre abstrakte als durch ihre offensichtliche Form bestimmt sind.

Die Ausstellung in der Buchmann Galerie zeigt unter anderem die zwei monumentalen Bronzen Vishnu und Eve sowie Victory und Hommage to Rodin(Bibi), eine Skulptur die exemplarisch zeigt, wie sich William Tucker als innovativer Bildhauer auch auf einen historischen Kontextes bezieht.

"Tucker's sculpture asks fundamental questions as to what sculpture is and what it can be." (Joy Sleeman, The Sculpture of William Tucker, Lund Humphries, The Henry Moore Foundation, 2007)

Skulpturen aus der aktuellen Schaffensphase von William Tucker befinden sich unter anderem in der Sammlung der Tate Gallery London, im Guggenheim Museum und im MoMA New York, im Nasher Sculpture Center Dallas sowie in der Art Gallery of New South Wales in Sydney.

1) William Tucker, First Magazine, 1961

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.