Language and login selector start
Language and login selector end

Gruppenausstellung: RADIKALE KRÄFTE – GEFORMT UND ÄSTHETISCH GESTAUCHT (vorbei)

1 März 2013 bis 3 März 2013
  RADIKALE KRÄFTE – GEFORMT UND ÄSTHETISCH GESTAUCHT
 
www.ivokamm.com Ivo Kamm

Galerie Ivo Kamm
Waldmannstrasse 6
8001 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +41 44 552 06 10
www.ivokamm.com


Als Schweizer Galerie mit Sitz in Zürich stellen wir an der ART13 London eine geballte Ladung Schweiz vor. Die drei zeitgenössischen Schweizer Künstler beschäftigen sich alle mit der Darstellung von Gewalten, - tektonischer, kinetischer, visueller, natürlicher und künstlicher Art, - und bestechen durch ihre zeitlose Ästhetik und internationalen Ausstrahlung.

Alois Lichtsteiner (*1950)

Der weisse Schnee bedeckt nur teilweise die schiefergraue Oberfläche des Bergmassivs, das auf Alois Lichtsteiners grossformatiger Leinwand die eine Innenwand des Stands ziert. Die atemberaubenden grossformatigen Bergformationen und Schneefelder des Künstlers entfalten ihre Wirkung als Panoramen gewaltiger, atmosphärischer Landschaftserscheinungen. Unglaubliche Kräfte haben über Jahrmillionen diese tektonischen Platten übereinander geschichtet. Die bi-chrom gemusterten Landschaften wirken bisweilen abstrakt und bestechen durch ihre ätherische Zeitlosigkeit. Kleinere Ausschnitte ähnlich abstrahierter grau-weiss Bergansichten auf Papier, ebenfalls von Lichtsteiner, hängen an der angrenzenden Wand. Trotz der ständigen Wiederholung dieses spezifischen Motivs im Werk des Künstlers ist jede Darstellung eine autonome bildnerische Setzung mit abgeschlossenem Charakter. Aneinandergereiht verschmelzen sie zu einem neuen, pulsierenden Panorama.

Pierre-Alain Münger (*1977)

Vor dieser Berglandschaft eröffnen drei rot lackierte, geknickte Hochglanz-Metall-Pfeiler von Pierre-Alain Münger den Dialog zwischen den tektonischen Kräften der Natur und der dynamisch inszenierten kinetischen Stauchung. Münger ist ein Wissenschaftler des „Crashs“. Die abs-trakten Metall-Pfeiler werden nicht wie die Bergmassive über Jahrmillionen geformt, sondern durch kinetische Energie in Sekundenschnelle verformt. Ob Autos oder einzelne Blechstücke, sie werden allesamt akribisch auf eine gezielte Krafteinwirkung hin untersucht. In Ergänzung zu den Stehlen hängt an der dritten Wand des Stands ein „Face“, ebenfalls von Münger. Dabei handelt es sich um einen Abdruck einer mit Hochgeschwindigkeit auf einer Metallplatte „gecrashten“ Kühlerhaube. Ziel ist es hierbei, den Moment eines Aufpralles festzuhalten und ästhetisch einzufrieren.

Carlo Borer (*1961)

Wie Münger arbeitet auch Carlo Borer vorzugsweise mit dem Werkstoff Metall. An der Aussenwand des Stands schweben seine sogenannten „Clouds“ aus rostfreiem Stahl. Sie werden anhand mathematisch hochkomplexer Berechnungen mittels des CAD-Programms im virtuellen Raum entworfen. Trotz ihres imposanten Eigengewichts wirken sie, als schwebten sie. Auf der polierten gewölbten Oberfläche dieser „Wolken“ spiegelt sich die jeweilige Umgebung in einer optischen Verzerrung wieder. Die Stauchung manifestiert sich hier also nicht physisch oder physikalisch, sondern anhand einer immateriellen Spiegelung auf dem Material.

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.