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Einzelausstellung: Pauline Boudry/Renate Lorenz - Patriarchal Poetry (vorbei)

27 September 2013 bis 24 November 2013
  Pauline Boudry/Renate Lorenz - Patriarchal Poetry
Pauline Boudry/Renate Lorenz: "To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of Their Desperation," 2013, photo: Pauline Boudry/Renate Lorenz
 
  Badischer Kunstverein

Badischer Kunstverein
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76133 Karlsruhe
Deutschland (Stadtplan)

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www.badischer-kunstverein.de


Die Künstlerinnen Pauline Boudry und Renate Lorenz zeigen im Badischen Kunstverein ihre Werke in einer breit gefächerten Einzelausstellung. Im Zentrum der Ausstellung steht ihre neue Filminstallation „To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of Their Desperation“ (2013), die in Karlsruhe Premiere feiert.

Die Arbeiten von Pauline Boudry/Renate Lorenz spüren Materialien der Vergangenheit auf, die nicht-repräsentierte oder nicht-lesbare Momente alternativer Lebensentwürfe und nicht-normativer Sexualitäten zeigen. Dabei verwenden die Künstlerinnen in ihren Filmen und Installationen eine Methode, die sie als „queere Archäologie“ bezeichnen und deren Ausgangspunkt historische Fotografien, Filme, Texte oder Songs bilden. Diese Materialien werden in Verbindung mit popkulturellen Referenzen, der Live-Performance vor der Kamera, der Wiederholung dieser Performance im Filmloop sowie der Eigenständigkeit von Kameraführung, Licht und anachronistischen Objekten reinszeniert. Dabei entsteht eine Spannung zwischen der Visualisierung als Selbstermächtigung und Glamour und der Visualisierung als Mittel der Pathologisierung und Kriminalisierung.

In „To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of Their Desperation“ loten Boudry und Lorenz gemeinsam mit den sechs MusikerInnen Rachel Aggs, Peaches, Ginger Brooks Takahashi, Catriona Shaw, Verity Susman und William Wheeler Möglichkeiten und Grenzen einer Politik der musikalischen und filmischen Form aus und untersuchen das verändernde Potential von Tönen, Rhythmen und Licht. Das experimentelle Filmprojekt bezieht sich dabei auf eine 1970 produzierte Partitur der Avantgarde-Komponistin Pauline Oliveros; eine Partitur, die Hierarchien zwischen MusikerInnen vermeiden und zugleich Individualität ermöglichen soll. Sie entstand – so der Mythos – nach der Lektüre des radikal-feministischen „SCUM Manifesto“ von Valerie Solanas.

Pauline Boudry und Renate Lorenz arbeiten seit 1998 an gemeinsamen Projekten und leben in Berlin

Kuratiert von Anja Casser.

Im Anschluss an die Ausstellung ist eine gemeinsame Publikation mit CAPC Bordeaux, Electra in London und Les Complices in Zürich geplant.

Die Filminstallation „To Valerie Solanas and Marilyn Monroe in Recognition of Their Desperation“ wurde von der Stiftung Kunstfonds gefördert und mit Unterstützung des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe, Electra in London und Les Complices in Zürich produziert.

www.boudry-lorenz.de

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