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Einzelausstellung: Johannes Spehr - Sie sind angekommen (Osmose/Wohlstandskern/AntiKapital) (vorbei)

3 November 2006 bis 6 Januar 2007
  Johannes Spehr - Sie sind angekommen (Osmose/Wohlstandskern/AntiKapital)
Johannes Spehr
 
  Thomas Rehbein Galerie

Thomas Rehbein Galerie
Aachener Strasse 5
50674 Köln
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)221-310 10 00
www.rehbein-galerie.de


Johannes Spehr / Sie sind angekommen (Osmose/Wohlstandskern/AntiKapital) / 3. November - 31. Dezember 2006

Die Eröffnung findet am Freitag den 3. November 2006 von 18.00-22.00 Uhr in unseren NEUEN RÄUMEN in der Aachener Straße 5 statt.

Johannes Spehr, Zeichner und Installationskünstler aus Frankfurt am Main, zieht in seinem künstlerischen Konzept ökonomische und politische Faktoren ebenso ins Kalkül wie persönliche. Erfahrungswerte, Begegnungen und Vorstellungsvermögen prägten und prägen die visuelle Strategie. Sein Blick auf die westliche Gesellschaft ist kritisch und offen. Allerdings gibt er sich weder moralinsauer, besserwisserisch oder gar belehrend. Im Gegenteil. Der kompositorische Stil der Spehr`schen Zeichnungen ist am ehesten an den Comic, an die gemalte Geschichte angelehnt. Während die Formate der Aquarelle keineswegs sehr groß sind, sind es die Installationen schon. Er nimmt mit ihnen Platz in Beschlag. Johannes Spehr eignet sich Raum an, ergreift ihn und "fasst" ihn - im doppelten Wortsinn - auch für den Betrachter neu. Die Schilderungen in den Zeichnungen verweisen als Kernstücke der raumgreifenden Arbeiten auf einen subjektiven Ansatz des Künstlers. Er schildert figurenreich, detailgenau und kleinteilig Situationen, die Katastrophales andeuten - ob nun im privaten oder gesellschaftlichen Kontext. Die Entschlüsselung wird allerdings nicht gelingen: Weder ein genauer Ort ist greifbar, noch eine Zeit oder der konkrete Anlass für ein Drama.

Johannes Spehr thematisiert einen aktuellen Zustand von Befindlichkeit: Während einerseits kontinentübergreifende Informationsflüsse Kenntnisse über scheinbar jeden wesentlichen Vorgang und Zusammenhang mitteilen, erscheinen andererseits die diffizilen Vorgänge in der gegenwärtigen Gesellschaft fragwürdig, in ihrer globalen Dimension auch unverständlich und das eigene Ich läuft unentwegt Gefahr, den Überblick zu verlieren. Genau diese Antagonismen - auch eine vermeintliche Gegenüberstellung von Gut und Böse integrierend - sind Inhalt der begehbaren Bildräume von Johannes Spehr.

(Christine Dorothea Hölzig, Leipzig)

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