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Einzelausstellung: Thomas Kiesewetter - Fugit Amor (vorbei)

6 September 2013 bis 5 Oktober 2013
  Thomas Kiesewetter - Fugit Amor
Thomas Kiesewetter
Photographer: Jochen Littkemann
 
  Sies + Höke

Sies + Höke
Poststraße 2+3
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)211 - 301 43 60
www.sieshoeke.com


Im Rahmen der DC Open zeigt Sies + Höke in den vorderen Ausstellungsräumen (Poststrasse 2) neue Skulpturen des in Berlin lebenden Künstlers Thomas Kiesewetter. Neben einer Gruppe von farbigen Stahlblech Skulpturen für den Innenraum ist auch eine großformatige Außenskulptur aus lackiertem Edelstahl zu sehen.

Kiesewetters monochrom farbige Metallskulpturen bestehen aus geschwungenen und scharfkantigen, gewölbten und dann wieder fast zweidimensional wirkenden abstrakten Formen, deren Ausgangspunkt jeweils eine Maquette aus Pappe und Papier ist. Das flache, leicht zu faltende Ursprungsmaterial ist in den fertigen Skulpturen klar erkennbar: gefalzte Verbindungspunkte, aufgefächerte Nahtstellen und in langem Bogen gespannte Bahnen suggerieren Leichtigkeit und Spontanität, die im Wiederspruch zum schwer formbaren Metall stehen. Lediglich die Abplatzungen an dem bereits vor der Verarbeitung angebrachten Farbauftrag der Stahlblech Skulpturen lassen den Kraftaufwand erkennen, den jedes Verbiegen des Metalls bedeutet.

"Programmatisch legt Kiesewetter die bildhauerischen Prozesse offen und macht sie zum Thema seiner Skulptur, die vor allem auf Vielansichtigkeit ausgerichtet ist: Beim Umlaufen öffnen, verdichten und schließen sich Hohlräume und Volumina, ragen Stege und Bleche als Linien und Flächen in den Raum, Zeit und Bewegung werden zu zentralen Motiven der Formen wie auch zu prägenden Momenten im Verlauf der Betrachtung." (Georg Imdahl, 2010)

Immer wieder wurden Kiesewetters Skulpturen mit der Formensprache der abstrakten Moderne und ihrer Nachfahren in Verbindung gebracht, von Vladimir Tatlin über Alexander Calder bis hin zu Anthony Caro, wobei Kiesewetter selbst derartige Referenzen nicht explizit einräumt. In Hinblick auf die aktuellen Arbeiten beschäftigt er sich vielmehr mit der Frage der Anwesenheit des menschlichen Körpers in der Skulptur, und greift dabei zurück auf die überlieferten figurativ-skulpturalen Topoi: der Kuss, die Umarmung, der Stehende, die Hockende. Lehmbruck, Barlach oder Rodin, dessen Skulptur "Fugit Amor" der Ausstellung den Titel gibt, sind hier Inspirationsquellen, mit denen sich Kiesewetter anhand seiner eigenen abstrakten Formensprache auseinandersetzt. Es geht ihm dabei nicht um konkrete Referenzen, sondern vielmehr um bestimmte zeitübergreifende Sujets der Skulptur, aus denen er neue Formen entwickelt, die wiederum mit dem Körper des Betrachters reagieren.

Thomas Kiesewetter wurde 1963 in Kassel geboren und lebt in Berlin. Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen zählen: Neue Skulpturen, Contemporary Fine Arts, Berlin (2013); Würfel. Skulpturen im Schlosspark, Städtische Galerie Wolfsburg (2012/13); Midnight Sky, Almine Rech Gallery, Brüssel (2012); Broken Butterflies (Gasträume 2011), Tessiner Platz, Zürich (2011); Thomas Kiesewetter, Grieder Contemporary, Küsnacht bei Zürich (2011); Thomas Kiesewetter, Sies + Höke, Düsseldorf (2010). Zu seinen Gruppenausstellungen zählen: Köln Skulptur #6, Skulpturenpark Köln (2011-13); A Moving Plan B for Chapter 1, The Drawing Room, London (2010); Skulpturengarten Villa Schöningen, Potsdam (2010); Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin, Temporäre Kunsthalle, Berlin (2009).

Eröffnung: Freitag, 6. September 18-22 Uhr

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