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Einzelausstellung: Manuel Graf - ueber die aus der zukunft fliessende zeit (about the time flowing from future) (vorbei)

7 April 2006 bis 9 Juni 2006
  Manuel Graf - ueber die aus der zukunft fliessende zeit (about the time flowing from future)
Manuel Graf
 
  VAN HORN

VAN HORN
Ackerstr. 99
40233 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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www.van-horn.net


VAN HORN ZEIGT MANUEL GRAF
ueber die aus der zukunft fliessende zeit
7 April - 9 Juni 2006



Manuel Graf beschaeftigt sich in seinen animierten Videoarbeiten und Skulpturen mit Architektur in all ihren Ausformungen und Bedeutungsebenen. Sei es physisch, psychologisch, ideologisch oder spirituell. Ihn interessiert die andauernde Faszination einer "alten Idee". In seiner Arbeit 1000 Jahre sind ein Tag von 2005 laeßt er Architekturen aus verschiedenen Epochen durch eine Art universellen Raum fliegen und stellt damit eine Gleichzeitigkeit durch die Zeit her. In der Arbeit PingPong nutzt er das "Endless House" von Kiesler als Zeitmaschine (und reale Skulptur) um aus der Vergangenheit in die Gegenwart transportiert zu werden. Die in der Animation vorkommenden Architekturen, z.B. des ersten Goetheanums von Rudolf Steiner, durchlaufen in diesem Prozess mehrere Metamorphosen.

In seiner neuen, speziell für VAN HORN entwickelten Arbeit, berichtet uns Manuel Graf's ehemaliger Lehrer Herr Wallat "ueber die aus der Zukunft fließende Zeit".

Der Titel, als Anfang, manifestiert sich selber durch eine Animation von Frank Loyd Wrights "Falling Waters". Darauf folgt eine Grafik der Duesseldorfer Theodor-Heuss-Bruecke, von der (als gegenwaertigem Standpunkt), ein Stueck „Jetzt“ abbricht und in das Dach einer Animation von Ledoux‘ Schleusenwaerterhaus faellt. Von dort fuehrt uns Manuel Graf zu dem Vortrag „Ekkehard Wallat ueber eine Evolutionstheorie nach O.H. Schindewolf“ (einem Zeitgenossen Darwins). Herr Wallat spricht ueber den Alterungsprozess anhand von Kindheits-und Altersschaedeln von Australopithecus, Pithecanthropus und Neanderthaler bis zum Homo Sapiens. Die Theorie besagt, dass der Alterungsprozess von den jeweiligen Kindheitsschaedeln der unterschiedlichen Spezies zu deren Alterschaedeln linear verlaeuft, von feiner und kleiner zu groeber und ausgepraegter. Von Australopithecus bis zum modernen Menschen verhaelt es sich jedoch umgekehrt, hier verlaeuft die Entwickelung ruecklaeufig. Vergleicht man einen Altersschaedel des Australopithecus mit einem Altersschaedel des Homo Sapiens, so ist es als ob man einen Kindheitsschaedel mit einem Altersschaedel vergleicht. Es hat eine „Verjuengung“ stattgefunden. Waehrend Herr Wallat diese Theorie darlegt, erscheinen Animationen der jeweiligen Schaedel und ihrer Entwicklungsrichtungen. Im zweiten Teil der Arbeit erklaert Herr Wallat die gleiche Theorie anhand des Pflanzenwachstums. Waehrenddessen materialisieren sich auf poetische und magische Weise die angesprochenen Prozesse aus seinen Haenden. Zusammenfassend gibt uns Herr Wallat mit auf den Weg, dass es zwei Richtungen gibt in denen die Zeit verlaeuft: „alt werden“ - „jung werden“. Diese Fließrichtungen der Zeit werden veranschaulicht durch abstrakte spiralfoermige und sternfoermige Muster. Am Ende erhebt sich das Stueck „Jetzt“ aus dem Dach des Schleusenwaerterhauses und Coldplay singen „I‘m going back to the start“.

Manuel Graf *1978, studierte an der Kunstakademie Duesseldorf, bei Magdalena Jetelova und Rita McBride. Seine Arbeiten waren unter anderem zu sehen bei 701 e.V., Duesseldorf, Galerie Johann Koenig, Berlin und im Museum De Paviljoens, Almere, Niederlande. Manuel Graf lebt und arbeitet in Duesseldorf.

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