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Einzelausstellung: Daniel Spoerri (vorbei)

15 September 2001 bis 23 Februar 2002
  Daniel Spoerri
DANIEL SPOERRI - „La Chambre No. 13, Hotel Carcassonne,
1959-65, 68, © 2001, by ProLitteris, CH-8033 Zürich
 
  Galerie Henze & Ketterer

Galerie Henze & Ketterer
Kirchstr. 26
3114 Wichtrach/Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41-(0)31-7 81 06 01
www.henze-ketterer.ch


Die Galerie Henze & Ketterer, Bern/Wichtrach, wird ihre laufende Ausstellung von Daniel Spoerri über das Berner Galerienwochenende vom 19./20. Januar hinaus verlängern und bis zum 23. Februar 2002 zeigen. Schwerpunkte sind das im Jahre 1998 von Spoerri frei rekonstruierte Pariser Hotelzimmer, in welchem um 1960 seine Kunst des Nouveau Realisme - das „Fallenbild" - entstand, sowie Beispiel-Gruppen aus den grossen Serien-Arbeiten des vergangenen Jahrzehnts.

DANIEL SPOERRI - „La Chambre No. 13, Hotel Carcassonne, Paris" sowie Beispiele aus den Serien 1989-2001

Die Galerie Henze & Ketterer, Bern/Wichtrach, zeigt vom 15. September bis zum 22. Dezember 2001 eine Ausstellung von Daniel Spoerri. Schwerpunkte sind das im Jahre 1998 von Spoerri frei rekonstruierte Pariser Zimmerchen, in welchem um 1960 seine Kunst des Nouveau Realisme - das „Fallenbild" - entstand, sowie Beispiel-Gruppen aus den grossen Serien-Arbeiten des vergangenen Jahrzehnts.

Der „metteur en scene d´objets", wie er im Titel seiner am 2. September im Basler Museum Jean Tinguely zu Ende gehenden grossen Retrospektive apostrophiert wurde, erweist sich als sicherer Richter des fruchtbaren Augenblickes, des Kairos, in dem die „Dinge" stimmen und so, wie sie sind, fixiert werden müssen für die Ewigkeit, um Zeugnisse des künstlerischen „Eingriffes" zu werden.

So erfand er 1960 in seinem kleinen zum Atelier umfunktionierten Hotel-Zimmer das das „Fallenbild", „Tableau-piege", in welchem die Falle der künstlerischen Entscheidung über einem zufälligen Arrangement eines Präsentier-, Arbeits- oder Esstisches zu-fällt.
Der gleiche Vorgang geschieht aber auch in dem Augenblick, in welchem Spoerri erkennt, dass seine bewusst gestalteten Arrangements von Gegenständen - meist vom Flohmarkt - den Zeitpunkt der Reife, des Stimmens erreicht haben und so - und nicht anders - der Gechichte übergeben werden müssen.

Der fallenbildende Pariser Nouveau-Realist, spätere Eat-Art-Erfinder in seinem Düsseldorfer Restaurant und heutige „Grosser Gärtner" in seinem „Giardino hie terminus haeret", einem immensen Skulpturenpark für Werke seiner Freunde und seine eigenen am Monte Amiata in der südlichen Toskana, erlebte seine erste Begegnung mit der Kunst in Bern. Als Tänzer am Stadttheater und Schauspieler in den Kleintheatern lernte er dort, den entscheidenden, den fruchtbaren Augenblick zu erkennen. Auch später kehrte er immer wieder für längere Arbeitsperioden zurück in die Umgebung von Bern und zu seinen dortigen Freunden Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl, Eva Aeppli, Paul Thaimann, Andre Thomkins, Karl Gerstner, um nur einige zu nennen. Der grosse Reichtum der künstlerischen Invention des Berner Mittellandes und angrenzender Gebiete in dieser Generation ist dort selbst bisher kaum bekannt und museal wenig wahrgenommen. Die Ausstellung in der Galerie Henze & Ketterer soll ein weiterer Hinweis hierauf sein.

Der Katalog zeigt auf zahlreichen Farbtafeln die „Chambre No. 13" sowie Details der einzelnen Arbeiten an ihren Wänden. Zudem sind Beispiele der ausgestellten Gruppen aus den Serien des vergangenen Jahrzehntes abgebildet.

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