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Einzelausstellung: Tine Benz - AUTOPILOT (vorbei)

7 September 2007 bis 20 Oktober 2007
  Tine Benz - AUTOPILOT
Tine Benz "Megopolis", Acryl, Metallpigmente auf LW, 160 x 300 cm, 2007
 
  Galerie Jette Rudolph

Galerie Jette Rudolph
Strausberger Platz 4
10243 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 613 03 887
www.jette-rudolph.de


TINE BENZ

AUTOPILOT

Eröffnung: Freitag, 7. Sept. 2007, 18.30- 22.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 7. Sept. - 20. Okt. 2007

Tine Benz (geb. 1969 in Neuss) dritte Soloshow in der Galerie Jette Rudolph präsentiert neue grossformatige Arbeiten der Malerei sowie eine mit Klebeband und Papier installativ inszenierte Wand- und Raumcollage.

Der Titel "Autopilot" deutet die in Tine Benz' künstlerischen Arbeiten typische Verlinkung von Lebensaspekten im Kontext der Virtualität und der Realität an. Der computergesteuerten planmässigen Navigation von Flugzeugen und militärischen Objekten kommt die konkrete und auf einen perspektivischen Fluchtpunkt kalkulierte Bildgestaltung der Künstlerin entgegen, die in ihren menschenleeren von geometrischen Formen dominierten Samples Versatzstücke aus Architektur und Mobilität kombiniert. Allerdings zersprengt Benz die Realität des Bildes in parallel zueinander existierende individuelle Welten, die sich aus dem autonomen Prozeß der Malerei generieren. Vergleichbar dem Piloten, dem die dauerhafte Kontrolle der Instrumente obliegt sowie die letzte Entscheidungsinstanz im Fall einer Krisensituation.

Die vielschichtige Ordnung, das Prinzip Stadt, findet sich in der mehrschichtigen Malweise und dem Bildaufbau sowie dem Materialmix der Bilder insbes. in den metallischen Reflektionen wieder. Ganz so als ob die Stadt ihr Bild zurückwirft, und man sich im Spiegel einer universellen Metropole befindet, die wiederum entlang der Klebebänder von außen nach innen erwandert werden kann- der eigene Blick wird Teil der Inszenierung. "(...) Tine Benz' (...) metropolitane Recherchen über ein himmelstürmendes Cyber-Berlin-New York (ist) in riesige Papiercollagen um(ge)setzt, (...), aufgepeppt mit glitzernden Fahrbahnmarkierungsstreifen und einer Prise spacigem Konstruktivismus", Christoph Tannert, in: New German Painting.Remix, München/ London/ NY 2006, S.29.

Tine Benz verknüpft die Erfahrungen eines Reisenden, der die Anonymität der Großstädte, die Identitäten, Kulturen und Subkulturen in eine übergeordnete Raumperspektive transformiert und womöglich zur Ordnung bringt- von Zeit und Spuren entleert, um sie in den eigenen Erfahrungsraum einzubringen. Dabei ist das Sehen scheinbar ortsspezifischer Merkmale wie bestimmter Plätze, Häuser oder Brücken eine assoziative Abstrahierung und Collagierung mit dem unterbewussten Zusammenfügen fehlender Bestandteile aus Erinnerungen, welche die Arbeiten von Tine Benz in ihrer Nüchternheit eben doch so individuell erfahrbar werden lassen.



TINE BENZ 1969 geboren in Neuss, 1993- 2000 Studium der Bildenden Künste an der HdK Berlin bei Prof. Georg Baselitz, 1997 Stipendium, Chelsea College of Art, London, 2000 Ernennung zur Meisterschülerin, 2002 DAAD-Stipendium, Rotterdam
Ausstellungen: 2007 Benz, Pagenkemper, Sendlinger, MAC Istanbul (Kat.); rewind<<>>fast-forward, Kunsthaus Freiburg, Kuration: Silke Bitzer (G); 2006 Blank Walls Are Criminal, Galerie Jette Rudolph, Berlin (S); Urban Spaces, DinA4Projekte München, Kuration: Dr.Patricia Drück/ Max Planck Gesellschaft (G); From Here To Galaxy I, Art-in-Architecture, Bayer- Werke Leverkusen (G); Meltem of Istanbul, Tine Benz mit F.Feldmann, J.Meese, L.A.Pagenkemper, J.Wohnseifer, Museum Elgiz Istanbul, Kuration: Dr.Necmi Sönmez (G) (Kat.); 2005 Dortmunder Kunstverein (S) (Kat.); Artforum, Berlin (S); 2004 "Panic Room", Schloß Ringenberg, Düsseldorf (S); 2004 "Neue Werkstrategien #2", Museum Folkwang, Essen (G); GASAG, Kunst-am-Bau (G)

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