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Einzelausstellung: Günther Selichar - Screening . . . (vorbei)

10 Mai 2007 bis 22 Juni 2007
  Günther Selichar
Günther Selichar
Screen, cold #24
"Screen, cold #24", Exemplar 2/8+II, 2007, (1997/2003), Tintenstrahldruck mit pigmentierten Tinten auf Hahnemühle Photo Rag 308 g, 55 x 71,13 cm
 
www.galerie-lindner.at Galerie Lindner

Galerie Lindner
Schmalzhofgasse 13/3
1060 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 - 1 - 913 44 58
www.galerie-lindner.at


Galerie Lindner zeigt

Günther Selichar
Screening . . .

Eröffnung Mittwoch 09. Mai 2007 19:00 Uhr

Zur Ausstellung spricht Ruth Horak

Günther Selichar ist anwesend

Ausstellungsdauer:
10. Mai bis 22. Juni 2007
Di - Fr 13:00 - 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und liebe Freunde der Galerie,

die nächste Ausstellung der Galerie zeigt Fotoarbeiten von GÜNTHER SELICHAR. Geboren 1960 in Linz, studierte Selichar Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie in Salzburg und Chicago. Er lebt und arbeitet in Wien.

Im Zuge einer allgemeinen Rezeptionswelle der Moderne hat in den späten 1990er Jahren eine Resonanz auf abstrakte und medienreflexive, oder allgemeiner "reduktionistische" Positionen eingesetzt. In zahlreichen Ausstellungen und Publikationen werden seither diese Updates eines kunst- und medienimmanenten Diskurses vorangetrieben. Günther Selichar zählt dabei zu den wichtigsten und konsequentesten Künstlern, dessen (vornehmlich fotografische) Arbeiten die Entstehung des Bildes aus dem Medium, und damit auch seine Rückgebundenheit an dieses Medium beinhalten.

Für die Ausstellung in der Galerie Lindner hat Günther Selichar Beispiele ausgewählt, die sein großes konkretes Thema, den Bildschirm, umkreisen: Who's Afraid of Blue, Red and Green? von 2000/01 greift das additive Farbmodell (RGB) auf, aus welchem ein laufender Monitor alle Farben zusammensetzen kann. In Acrylglas-Stegdoppelplatten ist reines Farbpigment gefüllt, der Titel ruft sofort Barnett Newmans "Who's Afraid of Red, Yellow and Blue?" und damit auch jene in den 1960er Jahren abermals an den Grundlagen der Malerei arbeitende amerikanische Abstraktion hervor.

In seiner vielleicht bekanntesten Serie Screens, cold konkretisiert Selichar das Motiv des Monitors, indem er abgeschaltete Bildschirme unterschiedlichster Formate mit einer hoch auflösenden Digitalkamera fotografiert. Das Resultat ist einerseits ein detailliertes Abbild (der Screen wird dabei von einem schmalen Streifen seines eigenen Gehäuses gerahmt), andererseits ein gänzlich autonomes Bild - Bild und Abbild diffundieren - und in der Luft liegt das gegenwärtig Alltägliche, dass "kaum ein Lebensbereich frei ist von Schirmen".
Die Thermographien schließlich stellen den 3. möglichen Modus des Monitors dar: Stand-by; nicht an, nicht aus, sondern bereit. Mit einer Wärmebildkamera wird die Temperaturverteilung eines solchen auf Stand-by gesetzten Screens aufgenommen, wobei sich die Variationen des Farbspektrums durch veränderte Kameraeinstellungen ergeben. Die Visualisierung findet in einem Bereich (Infrarotstrahlung) statt, der für das Auge sonst unsichtbar bleibt.

Die Bilder am Schirm sind unsere Surrogate von Welt, wird die Maschine abgeschaltet, tritt ihre Oberfläche kurzfristig zu Tage, aber jederzeit bereit, sich wieder hinter die Bilder zurückzunehmen. Das fotografische Bild Selichars ist dabei stets ein Produkt der medialen Dimensionen, im Unterschied zum Bild als reine Illustration."

Ruth Horak, 2007

Für weitere Informationen zu den Arbeiten Günther Selichars lohnt sich der Besuch seiner Homepage: http://selichar.net.

Kommen Sie uns besuchen, wir freuen uns !

Annemarie Schermer Peter Lindner

Günther Selichar - Pressetext als pdf-Datei 52,5 KB



GaleriekünstlerInnen in weiteren Ausstellungen:
Hellmut BRUCH, Heinz GAPPMAYR: - 25.05.2007, Schwebend, Galerie Dorothea von der Koelen, Mainz, D
Pavel RUDOLF, 24.05. - 16.09.2007, Prague, Biennale Prag, CZ
Inge DICK : - 25.05.2007, Am Wasser, Galerie Renate Bender, München, D
Inge DICK, Gerhard FRÖMEL, Josef LINSCHINGER: 06.05. - 31.05.2007, Aus & auf Papier, Papiermachermuseum, Laakirchen-Steyrermühl, A
Reinhard ROY: - 20.05.2007, Pinturas y objetos, Galeria Edurne, Madrid, E
Hellmut BRUCH, Gerhard FRÖMEL, Heinz GAPPMAYR, Josef LINSCHINGER, Reinhard ROY: - 12.05.2007, Constructivo - Concreto - Reductivo - Inteligible, Centro Cultural Isabel de Farnesio, Aranjuez, E

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