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Einzelausstellung: Jürgen Brodwolf zum 70. Geburtstag (vorbei)

14 März 2002 bis 15 Juni 2002
  Jürgen Brodwolf zum 70. Geburtstag
Jürgen Brodwolf, Zwei Torsi, Figurentuch, Relief, 1979
 
  Galerie Henze & Ketterer

Galerie Henze & Ketterer
Kirchstr. 26
3114 Wichtrach/Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41-(0)31-7 81 06 01
www.henze-ketterer.ch


JURGEN BRODWOLF - "Figuren" zum 70. Geburtstag

Am 14. Marz 2002 vollendet Jürgen Brodwolf das 70. Lebensjahr. Aus diesem Grunde eroffnet die Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern, an diesem Tage eine umfassende Ausstellung seines Werkes von 1970 bis heute. Wahrend der Vernissage wird zudem der Film "Jürgen Brodwolf - Magia Figura Mito Spazio" von Florindo Boschetti uraufgefuhrt.

Jürgen Brodwolf, 1932 in Dubendorf bei Zurich geboren, wuchs im Berner Oberland auf und besuchte wahrend seiner Ausbildung als Zeichner-Lithograph von 1950-1952 die Kunstgewerbeschule in Bern. 1952 lernte er die Basler Restauratorin Adelheid Uberwasser kennen und restaurierte nach einem langeren Paris-Aufenthalt 1953/54 mit ihr in den folgenden beideh Jahren die Fresken der Kirche in Blansingen. Sie heirateten und lebten und arbeiteten ab 1956 in wachsender Familie zuruckgezogen im abgelegenen Hochschwarzwalddorf Vogelbach.

Brodwolfs Malerei der 50er Jahre endete in vollig ,,zugemalten" Bildern, kleinen Leinwanden, welche - wie alle Gegenstande und alles Eriebte in seiner Umgebung - spater wieder in seine Kunst eingingen: als Hintergrunde in seinen Objektkasten; Die neue Figuration entdeckte Brodwolf 1959 beim Spiel mit einer leergemalten Farbtube.
Aus der ,,Tubenfigur" erwuchs ein Epos dieses Figurentorsos in Zinntube, Walzblei, geschlammten Stoffen, Pappmache, Papier und Mischungen dieser und anderer Materialien in Objektkasten mit Fundstucken, als bewegliche Figuren in Guckkasten, auf Figurentuchern, in Reliefbildern, auf Papierarbeiten - oder in diesen dargestellt, denn Brodwolf ist ein eminenter Zeichner. Sein Figurentorso kann von der kleinen Farbtube bis zur Lebensgrosse wachsen und erscheint zudem als autonome Plastik einzein wie als Gruppe. Die Objekt- und Guckkasten erweitern sich bis zur grossen Installation.
Brodwolfs Figur lebt und eriebt die Obsessionen des Kunstlers und der Menschheit, liebt und leidet deren und das eigene Epos.

Diese in der Einsamkeit entstehende individuelle Mythologie der fast manischen Konzentration auf die unendliche Variation einer einzigen Figurenform blieb keineswegs unbemerkt. Ab 1970 stellte Brodwolf in den fuhrenden Galerien der Schweiz, Deutschlands, Italiens und Osterreichs aus. Es folgten bald in grosser Zahl die Kunstvereine, Kunsthallen und Museen. Seine Installationen gehorten zu den fruhesten Realisiemngen dieser neuen kunstlerischen Methode. Hieraus ergab sich von 1976 bis 1982 eine Professur an der Fachhochschule fur Gestaltung in Pforzheim und von 1982 bis 1994 an der Akademie in Stuttgart. Brodwolf gehort zu den grossen Wiederentdeckern und Ausformulierern der Figuration nach der alles beherrschenden Abstraktion der Mitte des 20. Jahrhunderts.

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