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Hilger modern

Hilger modern

Private Galerie
 
VIENNAFAIR 2007
 
  26. bis 29. April 2007
MessezentrumWienNeu
Messeplatz 1
A-1021 Wien
www.viennafair.at

Vernissage
Mittwoch, 25. April 2007, ab 18 Uhr
Donnerstag, 26. April 2007, 12.00 - 19.00 Uhr
Freitag, 27. April 2007, 12.00 - 19.00 Uhr
Samstag, 28. April 2007, 11.00 - 19.00 Uhr
Sonntag, 29. April 2007, 11.00 - 18.00 Uhr

Galerie Ernst Hilger
Stand AO503
Mobil: +43-664-39 35 272
Tel.: +43-1-512 53 15

Erik Binder (1974, in der Slovakei) versteht Kunst als offene Plattform. In seinen Projekten geht es immer um die Massenkultur, ihre Helden und Suendenboecke. Binders Kunstverständnis laesst sich im uebertragenen Sinn als Spielfeld erklaeren, auf welchem die Regeln waehrend des Spiels entwickelt werden. Er arbeitet in unterschiedlichen kuenstlerischen Medien wie Fotografie, Installation und Videokunst.

Hermann Nitsch - Es war der Traum von Kurt Zein und mir, eine 2 x 3 Meter grosse Radierung zu verwirklichen. Wir bieten den ersten Versuch an. Obwohl diese Druckgrafik als zeichnerische Arbeit sich weitgehend verselbstaendigt hat, soll nicht vergessen werden, dass es sich eigentlich um eine Architekturzeichnung meines Theaterprojekts des Orgien Mysterien Theaters handelt. Dies nach dem gegenstaendlichen Bild einer Kreuzabnahme. Organe, Nervenbahnen und Knochen sind Raeume, Strassen und Gaenge eines unterirdischen Theaters in welchem sich Aktionen ereignen.

Karl Baier: Du scheinst davon auszugehen, dass eine Kunst, die nicht in die ueblichen Oberflaechlichkeiten verstrickt ist, etwas zur Befreiung des Menschen beitragen kann. Ist das nicht ein zu hoch gesteckter Anspruch?

Leo Zogmayer: Kunst vermag doch sonst nichts! Das Gemachte, die Taeuschung soll verblassen. Ende. Nichts ist wichtig. Kunst ist schwerelos. Egal in welche Gewichtungen sie einbricht. Alles dreht sich und feiert leise. Formen, Namen werden durchsichtig. Kunst muss Einbildungen, ueberhaupt alles Gebildete ausloeschen. Die Welt verstummt. Und es wird sichtbar, was wir begreifen wollten. Wenn der Raum der Ansprachen und Ansprueche sich ins Offene entgrenzt. Das ist Kunst. Frei.

Aus einem Gespräch Leo Zogmayers mit dem Philosophen Karl Baier, Wien 2007 Erscheint im Herbst 2007 im Textband zum Katalog "Leo Zogmayer, schoen"

Alfred Hrdlicka - Kraftvolle, in sich ruhende Formen praegen des Werk Alfred Hrdlickas. Sein starkes gesellschaftspolitisches Engagement und seine intensive Hinwendung zu zeitkritischen Themen machen ihn und seine Arbeiten immer wieder umstritten, erzeugen ambivalente Haltungen unter seinen Kritikern. Eine innere Rast- und Ruhelosigkeit treibt ihn zu immer neuen Experimenten, Techniken und Ausdrucksformen.

Eduard Angeli entrueckt die Werke auf die zeitlose Ebene aeußerster Sachlichkeit. Zugleich erklaeren scharf umrissene Gebaeudekanten neben diffusen Haeuserwinkeln diese metaphysischen Buehnenstuecke durchaus widerspruechlich zu einem Erbe der Romantik. […] Angeli rueckt nahe an die horizontal, breit hingelagerten Motive heran. Der Bildausschnitt ist meist kleiner als das natuerliche Gesichtsfeld des Kuenstlers. Daher sind die Gebaeude so oft an den Raendern angeschnitten. Die Hauptfassade ist bildparallel in starrer Frontalitaet positioniert, nur selten fuehren ein kleiner Vorplatz oder flankierende Nebengebaeude in den seichten Buehnenraum hinein. Die Buehne zu betreten ist unmoeglich, obwohl die Zeichnungen suggestiv sind und das Ambiente glaubwuerdig inszeniert wurde. Dennoch sind diese Ansichten, sowie intensive Traeume, von einer erschreckenden Wahrheit. Nie gesehen und nie begangen sind die Symbolfiguren des Verlassen-Seins und der existentiellen Einsamkeit: Stellvertreter jener letzten Stille, die dem Menschen Bedrohung und Hoffnung zugleich ist. Klaus Albrecht Schroeder

Further artists at VIENNAFAIR 07:
Asgar/Gabriel, Maria Bussmann (Zone 1 AZ010), Berenice Darrer, Oliver Dorfer, Andreas Leikauf, Sasa Makarova, Hubert Schmalix, Hans Staudacher, Massimo Vitali.

Abbildungen:
Erik Binder
, Night rider, 2007, c-print, 50x130 cm

Hermann Nitsch, Kreuzabnahme,Triptychon, 2006 Strichradierung auf Kupfer, Kaltnadel, Lithographie und Vernis Mou auf Aktionsmalerei, Ed 36+4, 200x300 cm

Leo Zogmayer, Schwarz/Weiß, 2005, Glas/Acryl, 50x70 cm

Alfred Hrdlicka, Aus dem Zyklus Mozart, 2006, Gouache auf Buetten, 69,5x105,5 cm

Eduard Angeli, Redentore, 2006, Kohle und Kreide auf Papier, 100x150 cm
 
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