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Hilger modern

Hilger modern

Private Galerie
 
Galerie Ernst Hilger auf der artparis 2008
 
  Galerie Ernst Hilger at artparis:
Booth G 10 April 3 - 7, 2008

Grand Palais
Avenue Winston Churchill 75 008 Paris

Daily from 11 am to 9 pm

Dorotheergasse 5
A-1010 Vienna
Tel: 43-1-512 53 15
Fax: 43-1-513 91 26
www.hilger.at

Li Luming (geb. 1956 in Shaoyang, Provinz Hunan, China) schafft grau-in-grau und fast monochrom anmutende Bilder, auf welchen er die Zeit zwischen 1965 und 1975 Revue passieren laesst; er dokumentiert Menschen, ihre Arbeit, ihr Privates waehrend der Kulturrevolution. Die formale wie inhaltliche Analogie zu Gerhard Richters Baader-Meinhof-Zyklus: 18. Oktober 1977 aus dem Jahr 1988 waehlte der Kuenstler bewusst. Denn auch für Li Luming sind die Bilder der Kulturrevolution Anlass ueber Ideologie, Erinnerung und das Scheitern von Illusionen nachzudenken. Er verwendet wie Richter vorgefundene Schwarz-Weiß-Photographien als Material, uebertraegt diese in die Malerei, verwischt sie; oftmals handelt es sich um chinesische icons, und enthaelt sich - im Gegensatz zur naechsten Generation chinesischer Maler, den Zynischen Realisten- eines Kommentars. So werden die Bilder selbst zum Kommentar in einer Situation a-historischer Rezeption des Eigenen in China.

Malen bezeichnet Erró als das Vergnuegen, widersprechen und provozieren zu koennen. Aus medialem Abfall baut er seine Montagebilder, in denen sich Konsumwelt und Kunstgeschichte, politische Propaganda und Dokumentarfotografie immer aufs Neue mischen. Die islaendische Heimat konnte Erró nicht zum Romantiker machen. Der Buergerschreck kaempft mit Witz gegen das Grauen.

Eduard Angeli entrueckt die Werke auf die zeitlose Ebene aeusserster Sachlichkeit. Zugleich erklaeren scharf umrissene Gebaeudekanten neben diffusen Haeuserwinkeln diese metaphysischen Buehnenstuecke durchaus widerspruechlich zu einem Erbe der Romantik. […] Angeli rueckt nahe an die horizontal, breit hingelagerten Motive heran. Der Bildausschnitt ist meist kleiner als das natuerliche Gesichtsfeld des Kuenstlers. Daher sind die Gebaeude so oft an den Raendern angeschnitten. Die Hauptfassade ist bildparallel in starrer Frontalitaet positioniert, nur selten fuehren ein kleiner Vorplatz oder flankierende Nebengebaeude in den seichten Buehnenraum hinein. Die Buehne zu betreten ist unmoeglich, obwohl die Zeichnungen suggestiv sind und das Ambiente glaubwuerdig inszeniert wurde. Dennoch sind diese Ansichten, sowie intensive Traeume, von einer erschreckenden Wahrheit. Nie gesehen und nie begangen sind die Symbolfiguren des Verlassen-Seins und der existentiellen Einsamkeit: Stellvertreter jener letzten Stille, die dem Menschen Bedrohung und Hoffnung zugleich ist. Klaus Albrecht Schroeder

Andreas Leikauf scheint, wie ein Comicautor, ueber ein bildliches Inventar zu verfuegen, das er einsetzen kann, was sicher auf den anonymisierten Bildstil zurueckzufuehren ist. Mit dem Begriff Trash hat der Kuenstler sicher kein Problem. Trash repliziert alle wichtigen Genres der Hochkultur und parodiert diese auch. Die Potenz der populaeren Kultur - die es natuerlich auch schon vor der Pop-Art gegeben hat - liegt in ihrer Unmittelbarkeit und angeblichen Unartikuliertheit. Seine Bild- Wortkombinationen scheinen Teil eines kollektiven Unbewussten zu sein.

Oliver Dorfer repraesentiert in der oesterreichischen Gegenwartskunst eine Position, die Traditionen einer motivorientierten Bildsprache der 1980er Jahre mit einer hohen Sensibilitaet fuer optische Systeme aktueller kuenstlerischer Erscheinungsformen verbindet. Er arbeitet an der Spannung zwischen der Allgemeingueltigkeit einfachster Geschichten und der komplexen Verschraenkung von Zeichen in unserer Bild-Medien-Gesellschaft. In seinen neuen Arbeiten formen sich wenige, immer wiederkehrende praegnante Bilderzeichen zu Logos, Icons und Piktogrammen und erzeugen so eine unverwechselbare Bildsprache. Obwohl Oliver Dorfer mit Pinsel und Acryl auf Kunststoffgrund arbeitet, spricht der Kuenstler nicht von Malerei sondern dem Generieren von pics oder visuals und verweist in comic-haft anmutenden Bilderfolgen auf die Erzaehlformen von Comic, Pop und Trash.

In der Ueberzeugung, dass malereigeschichtliche Entwicklungen nicht hinterschritten werden duerfen, suchen wir nach einer Bildsprache, in der etwa die Dynamik des Barock, das Filmische der Historienmalerei des 19. Jahrhunderts mit Popart und Abstraktion zusammenfinden. Dabei geraten unsere Bilder in Bewegung. Wenn Modernitaet - Baudelaire mit Foucault gelesen -, sich als Haltung definiert, die das ironisch zu erfassen sucht, „was es im gegenwaertigen Moment an Heroischem gibt", dann beziehen unsere Arbeiten gerade dort, wo sie zerfliessen, Raeume und Figuren sich aufloesen, wo unterschiedliche Zeitablaeufe aufeinander treffen, am deutlichsten Position. Asgar/Gabriel

Andy Warhol
wurde 1928 als Andrew Warhola in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren. 1945 begann er am Carnegie Institute of Technology (heute: Carnegie Mellon University) zu studieren und besuchte einen Lehrgang fuer Bildgestaltung. Nach dem Studienabschluss uebersiedelte Warhol nach New York, wo er laufend Auftraege als Werbegrafiker bekam. Er machte Illustrationen fuer zahlreiche Zeitschriften, schuf Werbematerial und Auslagendekorationen fuer bekannte Kaufhaeuser. In den 1950iger Jahren war Warhol ein erfolgreicher Gebrauchsgrafiker. Er gewann zahlreiche Preise des Art Directors' Club und des American Institute of Graphic Arts. Zu jener Zeit verkuerzte er seinen Namen auf Warhol. Die Sechzigerjahre waren ein besonders produktives Jahrzehnt fuer Warhol. Er griff Bilder aus der Populaerkultur auf und schuf zahlreiche Werke, die zu Ikonen der Kunst des 20. Jahrhunderts geworden sind, wie die Suppenkonserven für Campbell, Disasters und die Serie von Marilyn-Bildern. Andy Warhol starb am 22. Februar 1987. Das Andy Warhol Museum wurde im Mai 1994 in Pittsburgh, Pennsylvania, eroeffnet.

Vladimir Velickovic meint, dass die Grundelemente der Malerei im Menschen selbst zu finden sind. Das Temperament, der Charakter, die Optik, die Einstellung, das kulturelle Erbe - all dies spielt mit beim Erschaffen eines Werkes und ist Teil dessen. Genau wie die Geschichte - die uns zu dem macht, was wir sind. Die Gewalt im wahren Leben, die brutale Realitaet sind für den Kuenstler Vladimir Velickovic eine Doppelbelastung. Die Konsequenzen von Krieg und Gewalt sind für ihn omnipraesent - furchterregend und bedrueckend. Velickovic gehoert einer Generation an, die mit der Gewalt aufgewachsen ist und in gewissen Massen auch mit dieser kokettiert.

Further artists at artparis 2008:

Alfred Hrdlicka
Nikolaus Moser
Massimo Vitali

Abbildungen:
Li Luming

Outhhood II, 2006, oil on canvas, 216x160 cm

Erró
Mao at Roosevelt Island, 1974, 168x86 cm oil on canvas

Eduard Angeli
Lido Winter 1, 2007, pastel and watercolor on paper, 102x152 cm

Andreas Leikauf
hate my style, 2008, 140x100 cm

Oliver Dorfer
preparing4polly, 2008, acrylic on plastics, 200x140 cm

Asgar/Gabriel
here is something deep inside of me, 2008, oil on canvas, 180x130 cm

Andy Warhol
details of renaissance paintings (paolo ucello, st.george and the dragon, 1460), 1984 unique screenprint on paper, TP 9/36, 81,3x111,8 cm

Vladimdir Velickovic
Feu, 2007, 116x89 cm, oil on canvas
 
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