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Hilger modern

Hilger modern

Private Galerie
 
Galerie Ernst Hilger at Art Basel 2009, Booth K6 Hall 2.0
 
  Galerie Ernst Hilger at Art Basel 2009, June 10 - 14, 2009, Booth K6 Hall 2.0

Der amerikanische Bildhauer und Maler Larry Rivers (1923 in der Bronx, New York City, USA, geboren), der nach Ansicht von Kritikern als Revolutionär eingestuft wurde, welcher sich aus Freude an der Provokation des Status quo absichtlich gegen die vorherrschenden und traditionellen Bewegungen stellte, ist es gelungen, dass seine subversiven Ideen Eingang in die zeitgenössische Kunst gefunden haben. Sie könnten als Pop-Art oder Neo-Klassizismus klassifiziert werden, aber ganz gleich welchen Namen man seinen Arbeiten gibt oder wie man sie definiert - die den Werken immanente Vitalität, die sich aus Rivers Rastlosigkeit und Spontaneität herleitet, ist offensichtlich. Er sagte einmal zu Frank O'Hara, einem amerikanischen Dichter, bei einer zwanglosen Party: „Genau genommen gilt unser Interesse dem Leben, nicht der Kunst." Später sagte er in seinem Studio - ohne sich damit selbst widersprechen zu wollen: „Genau genommen gilt unser Interesse der Kunst, nicht dem Leben." Frank O'Hara kommentierte dies mit den Worten: „Sein Hauptinteresse galt offensichtlichen der momentanen Situation."

Malen bezeichnet Erró als das Vergnuegen, widersprechen und provozieren zu koennen. Aus medialem Abfall baut er seine Montagebilder, in denen sich Konsumwelt und Kunstgeschichte, politische Propaganda und Dokumentarfotografie immer aufs Neue mischen. Die islaendische Heimat konnte Erró nicht zum Romantiker machen. Der Buergerschreck kaempft mit Witz gegen das Grauen.

In den Collagen fand Jiri Kolar eine Entsprechung und Ergänzung zu seiner Arbeit mit der Sprache. Collage und Gedicht stellten für ihn den geistigen Moment im Leben dar, der sich abspiele, bevor das Gedicht zu Papier gebracht oder die Collage gefertigt werde. Zwei Möglichkeiten, seine geistigen Vorstellungen zu konkretisieren. Stift wird gegen Schere, Zeitungspapier und Klebstoff getauscht. Die Collagen enthalten Bilder, Reliefs und Objekte. Stil und Methode der Gestaltung wurden nach den jeweiligen Bedingungen bzw. der Aussage adaptiert. Alle Werke hat der Künstler durch die gleiche Oberflächenstruktur des gedruckten Papiers vereinheitlicht. Die Verweigerung der objekteigenen Materialität irritiert in der Betrachtung. Jiri Kolar lenkt den Blick auf das Wesentliche, auf sein künstlerisches Tun. Die Zitate aus den verschiedensten kunstgeschichtlichen und historischen Epochen zeigen den eigenwilligen Humor und Witz sowie seine Ironie auf. Jiri Kolar wurde 1914 in Protivin/Tschechien geboren. In den 1940er Jahren war er Mitglied der „Art Group 42". Seine Publikationen und die öffentlich negativen Aussagen zum politischen Regime führten schliesslich zu längeren Gefängnisaufenthalten (1950er). Der Künstler lebte bis 1989 in Prag und ging darauf ins Exil nach Paris. Seine letzten Lebensjahre (-2002) verbrachte der bis zuletzt geistig sehr aktive Künstler wieder in seiner Heimat.

Mimmo Rotellas Arbeiten sind voll von außergewoehnlicher Kreativitaet und zeugen von seiner Offenheit für neue Einfluesse. Als er erstmals 1964 auf der Biennale in Venedig mit den groessten Vertretern der Pop Art konfrontiert wurde, hatte er den Vergleich nicht zu scheuen, denn dieser hob nur seine intuitive Originalitaet und gut gezieltes Timing hervor; wie gegenueber dem Bereich der Werbung als Spiegel der Gesellschaft und Zeit, Oeffentlichkeit und Massenkommunikation, welche die Vertreter der Pop Art als eines ihrer bevorzugten Felder ausgewaehlt hatten, um ihre Arbeiten in die Konsumwelt zu projizieren. Die Gestaltungsweise der Plakatwerbung, von der Verwendung von Beschriftung bis hin zur Auswahl der Seitengestaltung, von den ikonographischen Stereotypen bis hin zur Farbauswahl beeinflussten seine Arbeiten.

Seine provozierenden Bilder und Drucke machen Mel Ramos zu einem der bedeutendsten Pop Art- Kuenstler seiner Zeit. Neben den Heroen und Heroinnen der amerikanischen Comicfiguren, beherrschen nackte, weibliche Koerper, entsprungen der maennlichen Fantasie, mit klaren Silhouetten und leuchtenden Farben seit ueber dreissig Jahren sein kuenstlerisches Oeuvre. Dabei handelt es sich nicht um natuerliche Schoenheiten im klassischen Sinne, vielmehr erscheinen sie in ihrer Makellosigkeit und ihrem Glamour absurd und konstruiert. Diese Theatralik unterstuetzt er durch deren Kombination mit Gebrauchsguetern der amerikanischen Konsumgesellschaft, die ebenso mit jener verlockenden Idealisierung werben. So finden sich diese Pin-ups, deren Typus er der Kalenderkunst, den „Girlie"-Illustrationen und der Zeitschrift „Playboy" entnimmt, in einer synthetischen Welt wieder, auf Fruechten gebettet, beim Posieren mit riesigen Konsumartikeln, beim Spiel mit Schosstieren, beobachtet durch das Schluesselloch und dargestellt in der Attituede der grossen Akte der Kunstgeschichte.

Further artists at Art Basel 2009:
Daniele Buetti, Oliver Dorfer, Ivana Franke, Allen Jones, Anastasia Khoroshilova, Andreas Leikauf, Angel Marcos, Sara Rahbar, Miha Strukelj, Massimo Vitali, Andy Warhol.

Abbildung:
Larry Rivers

Lampman loves it, 1966, plastic and painted wood mounted on box with electric light, mixed media, 75,5x61x7,5 cm

ErróBurgerking, 2007-08, oil on canvas, 100x99 cm

Jiri Kolar
Memoire du silence, 1981, object, collage, 60x60 cm

Mimmo Rotella
Rudy, 1999, decollage, acrylic on canvas, 190x138 cm

Mel Ramos
Lola Cola #6, 2009, oil on canvas, 78x102 cm
 
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