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Projektraum Viktor Bucher

Projektraum Viktor Bucher

Private Galerie
 
Katalogpräsentation CHRISTIAN EISENBERGER kunsthalle project space 17.03.
 
  Liebe Freunde u. -innen von Christian Eisenberger u. des projektraum

Endlich ist es soweit:

Präsentation des Katalogbuches OXYTOCIN

am Dienstag 17.03. ab 18:00 Uhr

kunsthalle_karlsplatz_project space

Der 114-seitige Katalog erscheint im Verlag Schlebrügge. Editor
Dt, engl., span., russ. Textteil

Christian Eisenbergers Strategien, wie urbaner Raum künstlerisch effektiv bespielt werden kann, löst sich tendenziell von begrifflichen Eingrenzungen wie Street Art, Interventionskunst oder situationistischer Urbankritik. Durch seine mittlerweile über 8000 urbanen Installationen aus collageartigen, mit Portraits medialer Bildikonen oder als Bettler gestalteten Pappfiguren, Papprollen, Klebebandskulpturen oder Fundstücke entkoppelt Eisenberger institutionalisierte Funktionen von Kunst durch deren äussere, für jeden zugängliche und verfügbare Präsenz. Einerseits verschiebt sich dadurch die politische und ökonomisch implantierte Wertenomenklatur der Benützbarkeit von öffentlichem Raum, andererseits werden Sensoren für den Bedeutungswandel von Kunst ausserhalb gängiger Kunstterrains, White Cubes oder Ausstellungssituationen wirksam.

Stets geht es in der Kunst von Christian Eisenberger um exzessive Inszenierungen gefundener Materialien, oder auch des eigenen Körpers durch Performances wie "Heart & Nerves" (2004), "40 Tage wiederholen, leben, arbeiten, schweigen in der Kirche" (2007) oder "Narbenaltar" (2007), was innerhalb des Kunstbetriebes ansonsten selten während des Prozesses und in den Resultaten als künstlerische Spur so sichtbar wird. Werktitel wie "Autonome Gefangenschaft" oder "Bloss kein Konzept vorlegen" sind signifikant für Christian Eisenbergers Appell nach Indizien der Transformierbarkeit künstlerischer Aussagen - so auch sein Selbstportrait als heulender Künstler in der Manier des romantischen Konzeptionalismus eines Bar Jan Ader.

In den Videos "Peter Eisenmann - 2007.08.06" oder "Staaten Europas" (2007) setzt Christian Eisenberger mit Vorliebe Tiere - wie Ameisen, die sich über das mit Zuckerwürfeln nachgebildete Berliner Holocaust Mahnmal hermachen oder Schnecken als Metapher für die kollektive Absorbierung individueller Bedürfnisse ein. Die urbanen Interventionen von Christian Eisenberger ziehen ihre Stärke aus der Relation zum Vorgefundenen wie im Fall der temporären Inbesitznahme von Abbruchhäusern. Da werden mit mehreren hundert Litern Farbe die Wände eines Raumes in Manier des Action Painting bespritzt, Mauern durchbrochen oder durch das Beschmieren mit Butter oder durch Papprollen-Installationen erneut körperliche Implementionen vorgenommen.

projektraum viktor bucher
a-1020 vienna, praterstrasse 13/1/2
t/f +43(0)1 212 693 0
m +43 676 561 988 0
projektraum@sil.at
www.projektraum.at
 
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