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DAM GALLERY Berlin

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Private Galerie
 
Lynn Hershman Leeson erhält den d.velop digital art award [ddaa] 2010 (13.10.2010)
 
Lynn Hershman Leeson, Roberta Breitmore Serie, Roberta Construction Chart #1, 1975, Farbfoto (Dye-Transfer-Print), Courtesy Lynn Hershman Leeson
Lynn Hershman Leeson, Roberta Breitmore Serie, Roberta Construction Chart #1, 1975, Farbfoto (Dye-Transfer-Print), Courtesy Lynn Hershman Leeson
  Lynn Hershman Leeson erhält den d.velop digital art award [ddaa] 2010

Berlin - Die amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Lynn Hershman Leeson gewinnt den d.velop digital art award [ddaa] 2010. Dieser international hoch angesehene Preis ehrt das Lebenswerk eines Künstlers oder einer Künstlerin aus dem Bereich digitaler Medien und wird alle zwei Jahre vom Digital Art Museum [DAM], Berlin, vergeben. Neben dem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro erhält Hershman Leeson eine Retrospektive in der Kunsthalle Bremen begleitet von einem Katalog. Der [ddaa] ist die bedeutendste Auszeichnung für ein Lebenswerk im Bereich digitaler Medien.

Die diesjährige Jury des [ddaa] bestand aus Prof. Dr. Wulf Herzogenrath (Direktor der Kunsthalle Bremen), Dr. Norbert Nobis (Stellvertretender Direktor des Sprengel Museums, Hannover), Kelli Dipple (Kuratorin für Intermedia Art, Tate Modern, London), Stephen Kovats (Künstlerischer Leiter der Transmediale, Berlin) sowie Wolf Lieser (Direktor des Digital Art Museums [DAM], Berlin). Nach Vera Molnar (geb. 1924, Ungarn/Frankreich), Manfred Mohr (geb. 1938, Deutschland/USA) und Norman White (geb. 1938, Kanada) ist Lynn Hershman Leeson die vierte Preisträgerin, die den [ddaa] erhält.

Lynn Hershman Leeson (*1941) arbeitet seit den 70er Jahren mit Medienkunst und setzt auf sehr innovative Weise die immer neusten Technologien in ihren Arbeiten ein. Dabei widmet sie sich den gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit: Privatsphäre, Geschlechterrollen und die Veränderung des Begriffes Identität im Zeitalter virtueller Welten. Oft agiert sie als Erzählerin nicht-linearer Geschichten, in denen sie die Einsamkeit von Menschen in einer von Kommunikationsmitteln durchdrungenen Welt darstellt; sie arbeitet mit Puppen und Agentinnen und widmet sich Systemen künstlicher Intelligenz.
Sie gilt als Pionierin interaktiver Kunst und setzt ihre Ideen mittels Performance, Film, Fotografie, ortspezifischer Installationen und digitaler Medien um. Eines ihrer bekanntesten Projekte ist Roberta Breitmore, eine fiktive Persönlichkeit, konzipiert und gespielt von Hershman Leeson in den Jahren 1973-79. Mit dieser Arbeit griff die Künstlerin virtuellen Avataren voraus. Hershman Leeson ist auch verantwortlich für eine Reihe von technologischen Innovationen, darunter das erste interaktive, computerbasierte Kunstwerk mit dem Titel Lorna (1983-84) und die auf künstlicher Intelligenz basierende Webagentin Dina (2006).

Ihre drei Spielfilme mit Tilda Swinton - Conceiving Ada (1997), der erste Film mit virtuellen Sets; Teknolust (2002) und Strange Culture (2007) - wurden auf dem Sundance Film Festival, dem Toronto International Film Festival sowie auf dem Internationalen Filmfestival Berlin gezeigt und gewannen zahlreiche Preise. Hershman Leeson hat gerade den Dokumentarfilm !Women Art Revolution beendet, der im nächsten Jahr erscheinen wird.

Hershman Leesons Werke sind u. a. in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York, des Lehmbruck Museums, Duisburg, der Tate Modern in London; des ZKMs in Karlsruhe, des Los Angeles County Museum of Art, in der National Gallery in Kanada und im Walker Art Center, Minneapolis sowie in Privatsammlungen, wie z. B. der Hess Collection, Kalifornien, vertreten.

2009 erhielt sie den SIGGRAPH Lifetime Achievement Award und das Guggenheim Fellowship. Sie ist auch Preisträgerin des Creative Captial Award und das National Endowment for the Arts sowie den Siemens Media Art Prize, ZKM, den Flintridge Foundation Award, den Prix Ars Electronica und den Alfred P. Sloan Foundation Feature Film Prize. 2004 erwarb die Bibliothek der Stanford University das Werkarchiv der Künstlerin.

Hershman Leeson leitet die Filmfakultät am San Francisco Art Institute und ist emeritierte Professorin für digitale Kunst des Studiengang Technocultural Studies an der University of California, Davis. Sie lebt und arbeitet in San Francisco.

Lynn Hershman Leeson wurde für den [ddaa] von Laura Sillars von dem Zentrum für neue Medien FACT in Liverpool nominiert. Die weiteren vier Nominierten waren Roy Ascott (nominiert von Rudolf Frieling, San Francisco Museum of Modern Art), Hiroshi Kawano (nominiert von Yoshiyuki Abe, Pionier der Computerkunst aus Japan), Lillian F. Schwartz (nominiert von Barbara London (Museum of Modern Art in New York) und Roman Verostko (nominiert von Douglas Dodds, Victoria & Albert Museum in London).

Initiiert wurde der d.velop digital art award im Jahr 2005 durch Wolf Lieser, Digital Art Museum [DAM], mit dem Ziel, ein öffentliches Bewusstsein für die innovativen und zukunftsweisenden Kunstwerke in diesem Bereich zu schaffen. Der Preis wird in enger Partnerschaft mit der Kunsthalle Bremen, die jeweils die Retrospektive des Preisträgers ausrichtet, vergeben. Ermöglicht wird diese Auszeichnung durch das großzügige Engagement der d.velop AG aus Gescher, der Hauptpharma AG aus Berlin und der Agentur kommunikation lohnzich aus Münster.

Weitere Informationen sowie Pressebilder in der Presselounge unter: www.ddaa-online.org bzw. www.dam.org oder kontaktieren Sie uns direkt:

Pressekontakt:
Susanne Lieser
Galerie [DAM] Berlin/Cologne
Email: s.lieser@dam.org
Tel.: 030 280 98 135
Mobil: 0178 529 50 99
 
www.ddaa-online.org
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