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ART.FAIR

ART.FAIR

Kunstmesse
 
art.fair 2006 - ein Kaleidoskop aus aktueller Kunst des 21. Jahrhunderts (15.9.2006)
 
  Die junge Kunstmesse bereichert das Angebot der Kölner Kunstszene im Herbst

Das EXPO XXI-Gelände in Köln wird auch im kommenden November wieder zum Schauplatz für die internationale Kunstszene. Vom 02. bis 05. November 2006 präsentieren 72 Galerien mit über 300 Künstlern ab Jahrgang 1960 Werke des 21. Jahrhunderts auf der art.fair. Den Besucher wird wieder ein junges, aktuelles und internationales Kunstprogramm geboten. Ergänzt wird das Galerienprogramm durch die Sonderaustellungen Gesellschafter art.award und International Photography Award. Das Gesamtevent wird abgerundet mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm aus Licht- und Klangkunst, Live-Musik, Performances und Partys.

Mit dem Umzug in das EXPO XXI war die art.fair bereits im vergangenen Jahr der erhöhten Nachfrage von Galeristen nachgekommen. Erneut wird sich die art.fair auch in diesem Jahr vergrößern. Nicht allein die über 200 Galerienbewerbungen für die diesjährige art.fair, sondern auch die stark steigenden Besucherzahlen haben die Veranstalter veranlasst, das Angebot durch zwei zusätzliche Hallen zu erweitern. Die zwei gleichgroßen Hallen von 800qm werden als weiterer Ausstellungsraum und Lounge genutzt.

Auf der gesamten Ausstellungsfläche des EXPO XXI bietet die art.fair vom 2.11. bis zum 5.11. 2006 den Besuchern ein facettenreiches, internationales Kunstprogramm aus Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation. Rund 40 % der 72 diesjährigen Aussteller kommen aus dem Ausland. Auch in diesem Jahr sind viel versprechende Positionen vertreten. Eine Wertsteigerung in den nächsten Jahren ist nicht ausgeschlossen; das haben Arbeiten von beispielsweise Salustiano, Jörg Eibelshäuser, Clemens Krauss, Oleg Kulik, Richard Stipl, Leopold Rabus oder Cameron Rudd bereits bewiesen.

Auch in diesem Jahr präsentieren sich viel versprechende Talente. Die kanadische Galerie TrépanierBaer aus Calgary präsentiert mit Evan Penny und Liz Magor zwei der führenden Künstler Kanadas. Beide haben ihre Basis in der Arbeit mit Skulpturen gefunden und hinterfragen, ausgehend von der realen Erscheinung, die Wahrnehmung des Betrachters.

Der gebürtige Südafrikaner Evan Penny, der in Toronto lebt und arbeitet, ist als einer der führenden Künstler der zeitgenössischen Skulptur angesehen. Seine Werke sind in Kanada, USA und Europa in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Zuletzt war er in der Ausstellung Expanded Eye im Kunsthaus Zürich zu sehen. Pennys mimetisch ausgearbeitete Skulpturen stellen Hinterköpfe, überlebensgroße Frontalbüsten oder verzerrte Gesichter dar. Er schafft Skulpturen mit individuellen Physiognomien und suggeriert somit die Realität nicht existierender Personen.

Liz Magor, 1948 geboren, lebt und arbeitet in Vancouver und hat mehrere internationale Preise erhalten. Mit einer gewissen Ironie setzt sie sich mit vertrauten Alltagsgegenständen auseinander, untersucht deren Schein und Realität und erhöht sie mit einer gesellschaftlichen Bedeutung.

Die Christopher Cutts Gallery aus Toronto präsentiert die neuesten Arbeiten von Richard Stipl. Der 1968 in Tschechien geborene Künstler, der in Toronto lebt, ist bereits durch zahlreiche Ausstellungen und Messeteilnahmen in Kanada, USA und Europa bekannt. Stipl, der ursprünglich von der Malerei kommt, erschafft nun menschliche Skulpturen im Maßstab 1:4. Sich selbst als Modell für seine Studien verwendend, hat er sich im vergangenen Jahr mit einzelnen Lebensphasen auseinandergesetzt.

Hochaktuell und von politischer Brisanz sind die Fotografien und Skulpturen des Russen Andrei Molodkin, präsentiert von der jungen erfolgreichen Galerie Kashya Hildebrand, die Niederlassungen in der Schweiz und USA führt. In Acrylkuben füllt er Erdöl, das aus Pipelines aus Tschetchenien, Irak und dem Iran stammt und macht mit diesem fossilen Rohstoff die Skulpturen erst sichtbar. Molodkin verweist mit seinen Arbeiten darauf, dass Kunst einen Freiraum bietet, der von politischer Machtgier und wirtschaftlichen Interessen nicht nur besetzt, sondern auch dominiert wird.

Von Synästhesie geprägt sind die Arbeiten des 1961 geborenen österreichischen Künstlers Norbert Schaberl. Kashya Hildebrand präsentiert Acrylgemälde, die mit ihren meditativen Farbräumen in der Tradition von Rothko und Graubner stehen. Mit bis zu 70 übereinanderliegenden dünnen Farbschichten erreicht Schaberl, dessen Werke in Europa und USA gesammelt werden, dass die Zweidimensionalität der Bilder scheinbar aufgehoben wird.

Die Galerie Schwarz aus Greifswald fokussiert ihre Präsentation auf der art.fair ausschließlich auf Arbeiten von Norbert Frensch, Jahrgang 1960. Er setzt sich seit nunmehr 13 Jahren ausschließlich mit dem Motiv eines metallischen Gefäßes in unterschiedlichen Formaten auseinander. Dieses wird zum Vehikel einer virtuosen malerischen Beschreibung. Frensch erarbeitet sich klassisch mit Öl auf Leinwand die Formwerdung seines Gegenstandes. Aus einem sehr dunklen, nicht weiter definierten Raum erscheinen durch leichte Lichtreflexe erkennbar schimmernde Partien, die mehr als Teil einer Metallschale zu erahnen als zu erkennen sind. Der Gegenstand wirkt dadurch kostbar, wie in einem Tresor verschlossen. Frensch arbeitet mit den unterschiedlichen Standpunkten und veränderten Einfallswinkeln des Betrachters.

Erstmals erweitert die art.fair das Ausstellungsprogramm durch zwei Sonderausstellungen, den Gesellschafter art.award und den International Photography Award.

Gemeinsam mit dem Projekt dieGesellschafter.de / Aktion Mensch rief die art.fair im Juli den die Öffentlichkeit auf, sich künstlerisch durch Malerei und Fotografie mit dem Thema „ In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ auseinander zu setzen. In einer Sonderausstellung auf der art.fair werden die durch eine fachkundige Jury ausgewählten zehn besten Beiträge präsentiert. Durch eine öffentliche Abstimmung wird der Gewinner dann festgelegt. Jeder Besucher kann auf der art.fair bestimmen, welches Werk die Zukunft der Gesellschaft am besten wiedergibt. Ebenso ist eine Stimmabgabe bereits ab dem 9.10.2006 über das Internet möglich unter www.art-fair.de und unter dieGesellschafter.de. Der Gewinner wird am 05.11.2006 um 11.00 Uhr auf der art.fair bekannt gegeben.

Der International Photography Award (IPA) gehört, obwohl erst in diesem Jahr zum vierten Mal ausgeschrieben, zu den renommiertesten der internationalen Photographie-Wettbewerbe weltweit. Durch den IPA ausgezeichnet werden die besten Amateur- und Profi-Fotografen aus Werbung, Architektur, Buch, Bildende Künste, Natur, Menschen und aus weiteren Spezialkategorien. Auf Initiative und durch Unterstützung seitens Pilsner Urquell ist es gelungen, erstmals ausgewählte Arbeiten dieses internationalen Fotowettbewerbes in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf der art.fair werden rund 40 Fotoarbeiten des IPA in einer Sonderausstellung gezeigt.

Die art.fair hat sich in den letzten Jahren als besucherfreundliche Messe mit besonderer Atmosphäre eine neue Position im Messenmarkt geschaffen. Die Kunst soll zum Erlebnis werden. Deshalb wird das Erlebnis in jedem Jahr durch ein vielfältiges Rahmenprogramm, bestehend aus Installationen, Performances, Live-Musik, DJing, VJing und Partys vervollständigt. Entspannung findet sich dann in der Lounge und im Loft, die den Besucher in eine Licht- und Klangwelt eintauchen lassen.

art.fair 2006
1.11.2006 Vernissage, Einlass 18.30h
2.11.2006 bis 5.11.2006
Do. – Sa. 14h bis 22h, So. 11h bis 19h
EXPO XXI, Gladbacher Wall 5, 50670 Köln

In diesem Jahr bietet die art.fair auch Führungen an. Weitere Informationen unter 0221 – 420 393 – 13 oder thurau@art-fair.de.

Kunst erleben – art.fair 2006.
 
www.art-fair.de
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