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GALERIE URSULA WALBRÖL

Private Galerie
 
Buchpräsentation DIERK SCHMIDT: THE DEVISION OF THE EARTH
 
  Ich möchte Sie ganz herzlich zur Präsention der Publikation einladen

DIERK SCHMIDT : THE DIVISION OF THE EARTH / Tableaux zur rechtlichen Synopsen der Berliner Afrika-Konferenz

Herausgegeben von: Lotte Arndt, Clemens Krümmel, Dierk Schmidt, Hemma Schmutz, Diethelm Stoller, Ulf Wuggenig
328. S. englisch / deutsch, Verlag der Buchhandlung Walther König,
August 2010, ISBN 978-3-86560-802-4, € 38,00

am Freitag, 1. Oktober 2010 um 19.30 Uhr

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Einführung in die Publikation: Dierk Schmidt

Mit anschließender Diskussion

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

ursula walbröl

Dierk Schmidt
Die Teilung der Erde - Tableaux zu rechtlichen Synopsen der Berliner Afrika-Konferenz

Bei der Berliner Afrika-Konferenz von 1884/85 trafen sich die europäischen Mächte und die USA, um in Form eines damals schon „international" genannten Rechtsakts die Aufteilung eines ganzen Kontinents vorzubereiten. Ausgehend von zwei im Salzburger Kunstverein und bei der documenta 12 in Kassel gezeigten Bilderserien des Künstlers Dierk Schmidt dokumentiert dieser Band ein Projekt, das auf langen Recherchen aufgebaut ist und es gerade nicht bei einer dokumentarischen „Verbildlichung" bewenden lassen kann. Schmidt stellt die dringliche Frage: Kann man auf die Brutalität, mit der koloniale Grenzziehungen bestehenden Gesellschaften aufgezwungen wurden, mit einer Darstellung reagieren, durch die solche juristische Abstraktion als historisches Produkt der politischen wie auch ästhetischen Moderne in Europa begreifbar wird?

„Die Teilung der Erde" ist ein ebenso bildlich wie textlich argumentierender Band: Neben Schmidts Bilderserien enthält dessen Dokumentation ein von zwei Namibia-Reisen und Seminaren begleitetes Recherche-Projekt, eine interdisziplinären Tagung an dem Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg sowie eine Quellensammlung und weitere Originalbeiträge, die ästhetisch-politische, kunsthistorische und aktuelle rechtliche Facetten der postkolonialen Diskussion unter dem Gesichtspunkt heutiger Handlungsmöglichkeiten aufgreifen. Zentrale Bedeutung kommt dabei Möglichkeiten von Erinnerungs-, Entschädigungs- und Berichtigungspolitiken zu, die in der postkolonialen Gegenwart Einspruch gegen das Fortwirken historischer Gewalt erheben.
 
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