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Heinz Wenk

Heinz Wenk

Private Galerie
 
Anton Fuchs 2010 „Licht und Schatten - Weißes Wachs im Metallkontrast“
 
  Neunteilige Werkreihe von Anton Fuchs - Vorstellung März 2010 in Berlin

Der Zyklus „Weißes Wachs im Metallkontrast“ des 1958 geborenen Kölner Künstlers Anton Fuchs stammt aus dem Jahre 2009 und wurde in verschiedenen Formaten ausgeführt. Die Werkreihe formuliert ein zentrales Thema: Die Erforschung des Lichtes und sein Reflexions-verhalten in Industriematerialien. Vornehmlich werden dazu mikrokristallines Paraffinwachs als ein „im Licht lebendes“ Material verwendet. Damit erinnern die Werke an das klassische Zero oder an OpArt und eine an Licht- und Schattenmalerei orientierte Informelle Kunst.
Anton Fuchs kontrastiert die weiche Konsistenz des Wachses und seine Eigenschaft, plastische Volumina aufbauen zu können, vornehmlich mit in Wachs eingelassenen technischen Metallprodukten. So werden Nirostastahlprofile mit seriell gestanzten Lochrastern oder gezahnte Nageloberflächen oder auch Netzwerke aus geflochtenem Edelstahl mit Wachs in changierenden Licht- und Schatten-Kontrast künstlerisch miteinander kombiniert.

Die Metallprofile werden zuerst auf einen hölzernen Bildträger montiert und in langsamen Schichtaufbau mit dem heißem Wachs vergossen. Das Licht dringt nun von Außen in das weiche Wachs ein. Auf dem Rückweg verfängt sich das von den Metallelementen reflektierte Licht in den kristallinen Molekülen des Wachses und wird nur noch in langsamer Geschwindigkeit ausgeleitet. Das eindringende Licht wird nun bei den verschiedenen Wachssorten in Streulicht zerlegt und gleichzeitig wieder durch die zugeordneten Plexiglaselemente in eine gerichtete Bildprojektion verwandelt.

Die dadurch erzeugte Farbgebung beruht also auf der Rückstrahlung des im kristallinen Wachs gebrochenen Lichtes gegenüber dem unteren Holzboden des Bildträgers. Durch Aufspalten des in das amorphe Wachs eindringenden Lichtes entwickeln sich Überlagerungen aus changierenden Lichtfarben, was bei dieser Werkgruppe sehr meisterlich wirkt. Gleichzeitig wird die technische „Absichtlichkeit“ der seriellen Zeichensprache der einliegenden Metallelemente durch den vehement impulsgesteuerten und „unabsichtlichen“ Kunstdiskurs magisch „aufgedoppelt“.

Idee: Anton Fuchs
Autor: Bruno Toussaint im März 2009. Alle Rechte vorbehalten.
 
www.antonfuchs.de/presse.html
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