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TEFAF Maastricht (The European Fine Art Fair)
Freitag, 08. März bis Sonntag 17. März 2002


The Temple of the Yves, Nice 1997 130 x 110 cm courtesy Collectie Drs Loek Brons

Außergewöhnliches bei der TEFAF Maastricht 2002

Die TEFAF Maastricht ist in sechs Sektionen unterteilt: Gemälde, Zeichnungen und Graphiken, Antiquitäten und Kunstgegenstände, Kunst der Antike und der alten Kulturen, Illuminierte Manuskripte, Seltene Bücher und Karten, Moderne Kunst sowie La Haute Joaillerie du Monde. Die 199 Kunst- und Antiquitätenhändler aus 13 Ländern bieten auch bei der 15. TEFAF Maastricht Werke von musealer Qualität und unvergleichlicher Vielfalt.

In der Sektion Gemälde, Zeichnungen und Graphiken zeigt Johnny von Haeften (London) ein ausdrucksstarkes Portrait eines von Bartholomeus van der Helst (1613- 1670) im Jahr 1645 gemalten Mannes. Das Gemälde war viele Jahre Teil der berühmten Sammlung von Sir Joseph Benjamin Robinson. French & Company (New York) präsentiert ein Werk des italienischen Künstlers Giuseppe Arcimboldo (1527- 1593), das ebenfalls ein Männerportrait darstellt, bei Drehung um 180 Grad jedoch ein Früchtestillleben.

Annely Juda Fine Art (London) zeigt im Bereich Moderne Kunst von Naum Gabo die "Linear Construction in Space No. 1" und von Jean Arp die Plastik "Nombril et deux idées". Zu Arps Lebzeiten befand sich die Plastik in seinem eigenen Besitz, nach seinem Tod im Jahre 1966 ging sie an die familieneigene Stiftung. Bei der TEFAF 2002 kommt das Werk erstmals auf den Markt. Die Galerie Daniel Blau (München) offeriert 20 Fotografien von Maxime du Camp (1822-1894), der zusammen mit dem französischen Schriftsteller Gustave Flaubert 1849 Ägypten bereiste und bei dieser Gelegenheit bemerkenswerte Impressionen dieses Landes festhielt. Eine der bedeutendsten frühen Fotografien bei der TEFAF Maastricht ist Du Camps Abbildung von seiner Hilfe Lois Sassetti auf dem kolossalen Kopf von Ramses II. in Abu Simbel.
James Roundell (London) präsentiert die berühmte Plastik "Der Denker" von Auguste Rodin, die ursprünglich als das Herzstück der Figurengruppe "Das Höllentor" konzipiert war und von Dantes Göttlicher Komöde inspiriert wurde. Nach der Fertigstellung entschied Rodin, dass die Plastik eigentlich für sich selbst stehen könne und fertigte drei weitere Versionen in verschiedenen Größen an. Die bei der TEFAF 2002 gezeigte Plastik besitzt eine Höhe von 70 cm.

In der Sektion Antiquitäten und Kunstgegenstände wird in diesem Jahr von Mallett & Son (London) ein außergewöhnliches Stück angeboten. Es handelt sich um einen angelsächsisch-indischen Stuhl aus Elfenbein, in den mit Feder und schwarzer Tinte eine Verzierung aus dekorativen Weinranken eingraviert ist. Sitzmöbel dieser Art gelten als äußerst selten und wurden nur im Auftrag gefertigt, üblicherweise für indische Prinzen, die sie britischen Würdenträgern als Diplomatengeschenke überreichten. Nicht weniger herausragend in seiner Qualität ist ein kniendes baktrisches Kamel mit einem westasiatischen Reiter, wie es von Ben Janssens Oriental Art (London) zur TEFAF 2002 gebracht wird. Es handelt sich um eines der seltenen Objekte, bei denen einem Kamel ein nicht-chinesischer Reiter beigefügt ist. Die lebensechte Darstellung des Kamels und seines Reiters, die feinsinnigen Details und die Schönheit der im original erhaltenen Farben machen diese Gruppe zu einem der Meisterwerke der Tang Dynastie.

Dr. Jörn Günther (Hamburg) bietet in der Sektion Illuminierte Manuskripte, Seltene Bücher und Karten einen der bedeutendsten venezianischen Kodizes aus der Mitte des 13. Jahrhunderts an. Dieses Antiphonar, ein Buch mit Wechselgesängen, wurde für die berühmte liturgische Bibliothek von St. Markus in Venedig gefertigt. Darüber hinaus enthält es die erste Überlieferung des kompletten Zyklus´ der Kirchenfeste.

Wie in jeden Jahr werden auch die Sektionen Kunst der Antike und der alten Kulturen sowie La Haute Joaillerie du Monde viele Kenner aus aller Welt anziehen. Die Royal- Athena Galleries (New York) präsentiert eine außergewöhnlich gut erhaltene polychrome ägyptische Gipsmaske. Es handelt sich um die in das erste oder zweite Jahrhundert n. Chr. datierte Maske einer jungen Frau.

Die Neuaussteller bei der TEFAF Maastricht 2002

· Jorge Welsh Oriental Porcelain & Works of Art mit Niederlassungen in London und Lissabon ist Spezialist für chinesische Keramik und Porzellan. Das Spektrum seines Angebotes reicht von der neolithischen Periode (7000 - 1600 v. Chr.) bis zur Qing Dynastie (1644 - 1911 n. Chr.). Jorge Welsh offeriert außerdem eine kleine, aber wichtige Sammlung an indo-portugiesischen, afro-portugiesischen und chinesischen Möbeln. Zu der Sammlung gehören auch Stücke der Namban-Kunst.
· Priestley & Ferraro (London) bringen chinesische Objekte aus Porzellan, Bronze und Jade sowie Lackarbeiten und Cloisonné mit. Ergänzt wird das Angebot durch Statuen aus Stein und Holz von der neolithischen Periode bis zur Ming-Dynastie (1368 - 1644 n. Chr.).
· Beddington & Blackman (London) sind spezialisiert auf Altmeistergemälde mit einem Schwerpunkt auf italienischer Malerei, vor allem der venezianischen Schule. Bei der TEFAF umfasst die Präsentation flämische, niederländische und italienische Arbeiten vom 14. bis zum frühen 19. Jahrhundert.
· Die Galerie Michael Werner mit Sitz in Köln und New York stellt eine ausgewählte Sammlung von Künstlern der klassischen Moderne vor. Zu finden sind dort unter anderem Objekte von Joseph Beuys, Paul Klee, Piero Manzoni, Francis Picabia und Kurt Schwitters.

www.tefaf.com

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