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Art|33|Basel|12-17|6|02


Marine Hugonnier, Towards Tomorrow, 2001 courtesy Chantal Crousel

Die Vorbereitungen zur Art 33 Basel laufen auf Hochtouren am 11. Juni, wird die bedeutendste Kunstmesse für moderne und zeitgenössische Kunst ihre Tore öffnen. (Die Documenta 11 beginnt am 8. Juni). Die "The New York Times" betitelte das Ereignis als "Olympics of Art World" und wiederum werden dazu Künstler, Vermittler und Sammler aus allen Kontinenten erwartet. Die Vernissage für geladene Gäste und Medien findet am 11. Juni statt.

Noch nie war die Teilnehmerliste derart prominent und international besetzt, noch nie haben die teilnehmenden Galerien so grosse Anstrengungen unternommen, mit aufsehenerregenden Meisterwerken und neuen Kunstprojekten die Kunstliebhaber zu begeistern. Die angekündigten Kunstwerke versprechen denn auch spannende Entdeckungen und Erlebnisse. Kunst und Kunstmarkt florieren auch im Jahre 2002, trotz erschwerter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Die Plattform "Art Unlimited", welche im Jahr 2000 von der Art Basel als Experiment gestartet wurde, hat sich schnell als beliebte Ergänzung der Kunstmesse etabliert. In der Tat wurde mit "Art Unlimited" mehr als nur ein neuer Ausstellungsbereich geschaffen. Die Projekthalle beschreitet neue Wege und eröffnet der Präsentation und Verbreitung von zeitgenössischer Kunst in verschiedener Hinsicht neue Dimensionen. "Art Unlimited" bietet Künstlern und ihren Galerien eine neuartige Ausstellungs- und Verkaufsplattform, welche die traditionelle Abgrenzung von Kunstmessen, Gruppenausstellungen
und Biennalen aufhebt, indem sie deren Vorteile zu einem neuen Format vereint. In einer offenen Ausstellungsarchitektur zusammengefasst, sind in diesem Jahr 66 spannende Projekte zu sehen
und zu kaufen. Ausgewählt wurden sie von Art Committee aus über hundert eingereichten Projekten. Erfreulicherweise sind neben führenden Künstlern wie Richard Serra, Lawrence Weiner, Mario Merz, Paul McCarthy und Anish Kapoor sowie begehrten jungen Künstlerinnen und Künstlern wie Pipilotti Rist, Doug Aitken und Mark Dion, auch die Künstler der jüngsten Generation mit Werken stark vertreten. Neue oder eigens für "Art Unlimited" geschaffene Arbeiten werden ergänzt durch ausgesuchte Werke, welche bereits in der letzten Dekade berühmt geworden sind. Alle Medien, von Skulptur, Installationen, Fotoserien, Wandmalerei und -zeichnung über Video bis Performance sind prominent vertreten.


Die Art Basel richtet als erste Kunstmesse der Welt eine Ombudsstelle ein und unterstreicht damit ihr Engagement für hohe Qualität und guten Service. Diese neue Dienstleistung, die für die Aussteller und Besucher kostenlos ist, wird von dem renommierten Kunstfachmann und ehemaligen Museumsdirektor Toni Stooss betreut. Toni Stooss war von 1982 bis 1992 Ausstellungsleiter am Kunsthaus Zürich, 1992 bis 1995 Direktor der Kunsthalle Wien und von 1996 bis 2001 Direktor des Kunstmuseums Bern. Der 56jährige Berner Kunsthistoriker ist mit Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst, aber auch zur Kunst des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne international bekannt geworden. Besucher und Galerien können sich bei Fragen - beispielsweise betreffend Echtheit oder konservatorischem Zustand eines Kunstwerkes - an ihn wenden. Er hilft bei Abklärungen und vermittelt bei Reklamationen. Der Ombudsmann wird während der ganzen Art 33 Basel (12.-17. Juni 2002) anwesend sein.

Art Basel war die erste Kunstmesse, die für das Medium Film eine optimale Plattform geschaffen hat. Seit 1999 wird im Stadtkino Basel (Klostergasse 5, Eingang via Kunsthallengarten) ein vielfältiges Programm mit Filmen von Künstlerinnen und Künstler vorgeführt. Zu sehen sind Filme von international bekannten Künstlern sowie jungen, vom Publikum noch zu entdeckenden Talenten. Für
die Art 33 Basel wartet Art Film mit einer Neuheit auf. Auf dem Platz vor dem Stadtkino findet vom
11. bis 16. Juni, bei schönem Wetter, jeden Abend (ausser Samstags) ein Open Air Kino mit über
100 Plätzen statt. Gezeigt werden verschiedene filmische Porträts von Künstlerinnen und Künstler.
So erzählt John Waters in seinem Film "Pecker" die fiktive Geschichte eines Jungen aus Baltimore, der hobbymässig fotografiert, von einer Galerie entdeckt wird und, quasi gegen seinen Willen, eine steile Karriere in der Kunstszene macht. Der amerikanische Regisseur Michael Hoobooms hat einen eindrucksvollen Film über das Leben und Sterben des aidskranken Performance-Künstlers Tom Chomont ("Tom") gedreht. An einem Abend präsentieren die beiden DJs clovis & ephemere ihr Projekt "Archivbeat". "Archivbeat" kombiniert filmisches Material aus vergangenen Epochen mit neuzeitlicher rhythmischer Musik und bietet so dem Publikum ein überraschendes und verblüffendes visuelles und akustisches Erlebnis. Im Vorprogramm wird ein Experimentalfilm über die Künstlerin Laurie Anderson zu sehen sein. Das diesjährige Programm von Art Film im Stadtkino Basel beinhaltet Filme von arrivierten Künstlern wie Paul McCarthy, Pipilotti Rist, Roman Signer, Dan Graham und Öyvind Fahlstöm. Die junge Künstlergeneration ist mit Arbeiten von Brice Dellsperger, Angus Fairhurst, Emanuelle Antille, Hiroyuky Oki, Joshua Mosley, Marine Hugonnier und vielen weiteren mehr, vertreten.

Kuratiert wird "Art Film" bereits zum zweiten Mal von dem renommierten Filmkenner Tis Brunner, Kunstsammler und einer der führenden Persönlichkeiten der Schweizer Filmszene. Tis Brunner
ist langjähriger Direktor der Arthouse Commercio Movie AG in Zürich, Kommissionsmitglied des Filmfestivals Locarno und Gründer und Geschäftsführer der Douglas Sirk Foundation.

Wem das Feiern während der letzten Art Basel Spass gemacht hat, darf sich auch im Juni 2002
über zahlreiche Anlässe in und um die Kunstmesse freuen. Neben privaten Anlässen und grossen Empfängen in den Museen, wird auch dieses Jahr das ArtZappening veranstaltet. Für dieses grosse Spektakel, das dieses Jahr auf dem Theaterplatz stattfinden wird, sind alle Gäste am Abend des
15. Juni eingeladen. Die offizielle Art Party für geladene Gäste steigt am Freitag, den 14. Juni, im Areal der Kaserne. Daneben finden auch die Ausstellung des eidgenössischen Wettbewerbs für
freie Kunst und die junge Alternativmesse LISTE wiederum statt. Treffpunkt für Nachtschwärmer
ist allabendlich der Art Club in der Kunsthalle, wo bekannte DJs wie Ali Schwarz (Tief Schwarz),
Bernd Rösler (Stereo Deluxe Records), Michi Mettke (Compost Records), Rainer Trüby (Electric Chair), Michael Scheibenreiter (Phoneheads) und Thomas Duif (Supperlounge) auflegen, unterstützt wird der Art Club von carhartt.

Selten waren die Museumsausstellungen in Basel und den benachbarten Städten derart hochkarätig wie in diesem Jahr: Das Kunstmuseum Basel, das Museum für Gegenwartskunst und die Kunsthalle Basel haben sich zusammen geschlossen und präsentieren unter dem Titel "Painting on the move 1-3" einen Überblick über die Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Fondation Beyeler zeigt eine gross angelegte Ausstellung über Claude Monet und die Abstraktion. Das Museum Jean Tinguely präsentiert eine von Harald Szeeman kuratierte Retrospektive über Marcel Duchamp.
Das Vitra Design Museum zeigt "Living in Motion - Design und Architektur für flexibles Wohnen".
In der Kunsthalle Zürich ist ab dem 15. Juni eine Ausstellung von Eija-Liisa Ahtila zu sehen und ebenfalls in Zürich, präsentiert das Haus Konstruktiv Arbeiten von François Morellet. Das ZKM in Karlsruhe wartet mit der thematischen Ausstellung "Iconoclash: Jenseits der Bilderkriege" auf und die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden präsentiert unter dem Titel "Prophets of Boom", Werke aus der Sammlung Schürmann. Jannis Kounellis in den Hallen für neue Kunst in Schaffhausen, Urs Lüthi im Musèe Rath in Genf und Ilona Ruegg in der Kunsthalle Bern vervollständigen das vielfältige Angebot.

www.art.ch

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