Language and login selector start
Language and login selector end

ZEITGENÖSSISCHE KUNST IM NAHEN OSTEN


Lara Baladi – Satelite Dish (Detail), 2001
© Lara Baladi, Ägypten

Die immer Neuen und fortwährenden Ereignisse im nahen Osten sind einer der Hauptbeschäftigungsfaktoren der Weltpolitik. Damit geht eine ständige Präsenz in den Medien einher und hinterläßt viele von uns mitbeteiligt und wißbegierig. Galerien und Museen bearbeiten dieses Thema mit kuratorischen Mitteln und stellen Arbeiten von Künstlern dieser Region aus. Zwei dieser Ausstellungen, die solche Arbeiten zeigen, sind: "The Promise, The Land" am O.K. Centrum für Gegenwartskunst in Linz, Österreich und "DisORIENTation" im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, Deutschland.

"The Promise, The Land - Jüdisch-Israelische Künstler in Beziehung zur Politik und Gesellschaft", vom 7. März bis 27. April 2003, beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage, wie Jüdisch- Israelische Künstler auf das Leben im heutigen Israel reagieren. Israel: gegründet als der jüdische Staat, mit heute 20% seiner Bevölkerung Palästinenser ist ein dauerhafter Hotspot militärischer Operationen und wird durch eine nicht minder werdenden Menge an Konflikten zwischen religiösen und säkularen Interessen europäisch und arabisch geprägter Juden gekennzeichnet.

Wie werden die Echos des eigenen Opferstatus als jüdischer Künstler in Position auf die Politik gegenüber den Palästinensern ausgedrückt? Wie können Einwände gegen eindimensionale Identitätskonstrutktionen formuliert werden, ohne die jeweils eigene gesellschaftliche Position auszublenden? Wie äußern sich Kritik, Uneinigkeit, Widerstand, Entfremdung und psychische Destabilisierung? Welche visuellen Sprachen werden den massenmedialen Darstellungen hinzugefügt oder entgegengesetzt?

Die Ausstellung "The Promise, The Land" wird von einem Symposium mit dem Titel "Remapping the Region" begleitet (7. und 8. März), die Themen wie Identität/Repräsentation und politische Kritik umfaßt.

Die Ausstellung "DisORIENTation - zeitgenössische arabische Kunst aus dem nahen Osten", vom 20. März bis 11. Mai 2003 ist eine Einsicht in die Kunst, die heute in der arabischen Welt produziert wird. Eine neue Generation von Künstlern und Intellektuellen im nahen Osten brechen die expressive Form der kreativen Kreise. Sie weisen alle Versuche der kollektiven Kategorisierung zurück und sind gegenüber der westlichen Auffassung vom Orient ebenso kritisch wie sie es gegenüber den Lebensbedingungen in der Region sind.

Die neue Kunst ist politisch, eine Kunst, die auf die moralische Werte und die dominierenden religiösen und politischen Codes reflektiert. Arabische Künstler und Intellektuelle reflektieren intensiv über den Abbau des westlichen Bildes vom Orient. Das Programm von DisORIENTation hat sich die Darstellung eines lebendigen Abbildes, der Verschiedenartigkeit und der aufregenden Aktualität der arabischen Kunst im nahen Osten zum Ziel gesetzt, um es einer westlichen Öffentlichkeit weitaus zugänglicher zu machen.

DisORIENTation versucht durch interdisziplinäre Werkstätten und Austausch mit deutschen Künstlern, eine Beziehung zwischen Berlin/Mitteleuropa und der arabischen Welt herzustellen. Zusätzlich umfaßt die Ausstellung eine Film-Reihe zum Thema.

Für weitere Information besuchen Sie die folgenden Internet Seiten:

O.K. Centrum für Gegenwartskunst

Haus der Kulturen der Welt

(6.3.2003)

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.