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Wunschspur - Wishingtrack


Art Cologne 1999 - Foto: courtesy KölnMesse

Foto: Carsten Grewe, Galerist und Vorsitzender des Zulassungsausschusses der ArtCologne, Jochen Witt, Leiter der KölnMesse und Ministerpräsident Wolfgang Clement im Gespräch mit der Künstlerin Siglinde Kallnbach.

Ein internationales Kunstprojekt zum Millenium unter dem Rhein

Am 5. Mai 1999 hat die Kölner Künstlerin Siglinde Kallnbach angefangen, Wünsche für das Millenium zu sammeln. Als erster übermittelte in Paris der japanische Künstler Shozo Shimamoto persönlich seinen Wunsch. Inzwischen sind über 1000 Wünsche aus aller Welt zusammen gekommen.
Zu den prominenten Teilnehmern zählen u.a. der frühere Präsident der EU-Kommission Jaques Santer, Regierungssprecher Staatssekretär Uwe-Karsten Heye, die Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (NRW) und Prof. Kurt Biedenkopf (Freistaat Sachsen), der ehemalige Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes und sein Nachfolger, der frühere Polizeipräsident Jürgen Roters, der bisherige OB von Köln, Norbert Burger, und der neue OB Harry Blum, Kölns Kulturdezernentin Marie Hüllenkremer, der "tagesthemen"-Sprecher Ulrich Wickert. Bei der ersten Pressekonferenz trug sich auch Helmut Haumann, Vorstand der GEW Köln AG, in eines der Wunschbücher ein. Die GEW (Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke) Köln AG sind Partner und Sponsor des Projekts.
Zahlreiche Künstler, Galeristen, Kritiker und Persönlichkeiten aus dem Museumswesen sind ebenso zu nennen. Per Brief, Fax und e-mail schickten die Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern ihre Wünsche zu - persönliche Hoffnungen für Gesundheit und familiäres Glück, Wünsche über das Gelingen bevorstehender Prüfungen, aber auch allgemeine Wünsche für Frieden und mehr Toleranz, in Form von kurzen und langen Texten, Lyrik oder Zeichnungen.
Alle Wünsche wird die Künstlerin in den Computer einscannen und in Schwingungskurven transformieren. Diese werden dann auf eine ca. 461 m lange Spur übertragen. Am Nachmittag des Silvestertages 1999 legt Siglinde Kallnbach diese Spur in einem Versorgungstunnel der GEW aus. Dieser Tunnel liegt 6 m unter dem Rheinbett und verläuft parallel zur Hohenzollernbrücke vom Ufer an der KölnMesse zum Musical Dome. Während in der Neujahrsnacht über der Erde die Feuerwerkskörper explodieren, verbleibt diese Spur dort unten in der Abgeschiedenheit und Ruhe des Tunnels. So soll sie dort über Nacht ihre Wirkung entfalten. Am Nachmittag des 1. Januar 2000 wird diese Spur wieder eingerollt.Sie soll später an verschiedenen Kunstorten ausgestellt werden, zusammen mit einer Dokumentation über wichtige Ereignisse während der Projektdauer (z.B. "Doppelgipfel" im Juni 1999 in Köln, Sonnenfinsternis im August 1999 etc).
Weitere Wünsche können noch bis Weihnachten 1999 zugesendet werden.

www.wishingtrack.com

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