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Falsche Zuschreibung kostete über 4 Millionen Pfund

Gegen das Londoner Auktionshaus Sotheby´s ist von den Nachlaßverwaltern des Kunstsammlers Ernest Onians ein Prozeß wegen der Fehleinschätzung eines Gemäldes angestrengt worden. Im Oktober 1995 hatte das Versteigerungsunternehmen das angeblichvon dem italienischen Maler Pietro Testa geschaffene und stark verschmutzte Gemälde "DiePlünderung von Karthago" auf einer seiner Auktionen zum Schätzpreis von 15.000 Pfundaufgerufen. Das Werk wurde damals schließlich für 140.000 Pfund von der Londoner Galerie Hazlitt, Gooden & Fox ersteigert, die das Bild anschließend reinigen ließ.

Bei der Restaurierung des Gemäldes stellte sich heraus, daß es sich in Wirklichkeit um das seit Jahrzehnten verschollene Werk "Die Zerstörung und Plünderung des Tempels in Jerusalem" von Nicolas Poussin handelte. Der renommierte Poussin-Spezialist Dennis Mahon stellte auch eine entsprechende Expertise aus, worauf Sir Jacob Rothschild das Bild mit der Unterstützung der Hanadiv-Stiftung für das Israel-Museum in Jerusalem ankaufte. Dabei wurde
für das Gemälde der stolze Preis von 4,5 Millionen Pfund erlöst. Den Differenzbetrag von 4,36 Millionen Pfund, der den Nachlaßverwaltern des Vorbesitzers Onians wegen der
Fehleinschätzung des Objekts durch die Spezialisten von Sotheby´s entgangen ist, fordern sie nun von dem Auktionshaus.
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