Language and login selector start
Language and login selector end

FUTURA: Prags Kunstszene bereichern

Prag. Die tschechische Hauptstadt. Nah an dieser aufgezwungenen Grenze, wo der Westen früher aufhörte und der Osten begann. Seit dem Fall der Berliner Mauer steht die Stadt ganz oben auf der Liste Europas beliebtester Städte. Interessant, faszinierend, großartig, wunderschön, kulturell und künstlerisch wertvoll: das sind einige der Kommentare, die ständig zu hören sind- als hätte die Stadt jeden Touristen und Besucher verzaubert. Einige kehren auch nicht mehr nach Hause zurück. Seit dem Ende des ehemaligen Ostblocks haben Tausende von Ausländer Prag als Zweitwohnsitz ausgesucht. Zehn Prozent der Einwohner Prags sind angeblich ausländischer Herkunft.
Alberto Di Stefano, Eugenio Percossi, Camille Hunt und Marisa Ravelli-Prihodova - zwei Italiener und zwei Amerikaner - haben wahrscheinlich das gleiche erlebt. Als sie sich vor kaum zwei Jahren kennen lernten, hatten sie eins gemeinsam: alle lebten Prag und hatten ein starkes Interesse für Kunst. Der Funke sprang über; sie setzten sich ein gemeinsames Ziel: die Kluft zwischen kommerziellen Galerien und weiterführenden Institutionen aus der Prager Kunstszene zu füllen und den interdisziplinären Aspekt der Kunst zu fokussieren. Das Konzept sah vor, ein Zentrum für Kunst und Events zu gründen. Futura - ein nicht kommerzielles Zentrum für nationale und internationale zeitgenössische Kunst - wurde Juni 2003 geboren.



Die erste Etage von FUTURA
courtesy FUTURA

Futura befindet sich im Stadtbezirk Smichov, nur zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Das Gebäude - eine ehemalige Fabrik - wurde gründlich renoviert. Trotz dem ernormen Arbeitsaufwand betrachten die vier Gründer die Räume als ideal. Sie hatten eine Vision was aus dem Rohbau entstehen sollte: eine außergewöhnliche Kombination aus white-cube Ausstellungshalle und Kellerräumen. Heute erstreckt sich der Komplex über 800 m², die sich auf drei Ebenen gliedern. Im Erdgeschoss befinden sich die Kellerräume - bereits mit Buchhandlung und Café erweitert -, wo Veranstaltungen für eher junge bzw. experimentelle Künstler stattfinden. Im Obergeschoss sind die Ausstellungshallen white-cube I und II - mit sehr hellem Tageslicht konzipiert - eher für etablierte Künstler gedacht.



Hall I: eine der beide 'white cube' Ausstellungsräume in der Obergeschoss von FUTURA
courtesy FUTURA

Dieses Jahr nahm Futura zum ersten Mal an der Armory Show teil ( New York, 12. bis 15. März 2004) um ein breiteres Publikum über ihre Ziele zu informieren: "Unser Ziel ist es ein größeres Publikum mit zeitgenössischer Kunst zu verbinden, um einen regen Dialog zu fördern, um ein aktiver Ansprechpartner in der Kunstgemeinde visueller Kunst zu werden. Wir unterstützen auch eine Zusammenarbeit mit Galerien, Institutionen und Künstlern anderer Länder. Wir glauben, dass zeitgenössische Kunst als einzigartige, universelle Sprache einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis zwischen Menschen und Kulturen leisten kann."



Luftbild des Schlosses Trebesice
courtesy FUTURA

Seit 2003 bietet auch Futura The Castle Trebesice Artists-in-residence Programme.
Das Programm wird jeden Sommer, im vollkommen renovierten Renaissanceschloss in der kleinen Stadt Kutná Hora - eine Stunde östlich von Prag - stattfinden. Das Ziel solcher Aktivitäten ist es, den Austausch zwischen Künstlern und Kunstprofessionellen zu fördern. Futura versucht das Programm durch Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zu erweitern.

www.FUTURAprojekt.com

Text: M. Cecchinato
E-Mail: micaela@artfacts.net
Überstezung: Mathieu Ducollet
E-Mail: mathieu@artfacts.net
  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.