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Neue Austellungsorte: Villa Manin, Passariano – Codroipo (Udine)


Villa Manin nach der Restaurierung,
Courtesy Villa Manin Contemporanea

Die italienische Kunst scheint sich aus dem Ausstellungsdreieck Mailand - Rom - Turin zu befreien. Im Moment könnte es, anstatt sich in Richtung anderer großer und schöner Städte des Landes zu orientieren, eine Abwanderung in die Provinz geben. Leider ist dies keine staatliche Initiative, wie es etwa in Frankreich (mit den Frac Fonds) oder in Deutschland der Fall ist, sondern das Ergebnis der Energie und intensiver Arbeit von professionellen Galeristen, die das Ziel verfolgen, zeitgenössische Kunst in den Provinzen Italiens zu etablieren, um dabei ein breiteres Publikum zu erreichen und es auf diese Weise weiterzubilden.
Zu den privaten Galerien, die sich dieser Aufgabe angenommen haben, zählen die Galerien Continua di San Gimignano aus Toskana und la LipanjePuntin aus Trieste. Ebenfalls unter diesen Kontext steht die Villa Manin Contemporanea. Sie ist ein Zentrum für zeigenössische Kunst von hoher Qualität, welche ihre Türen seit Ende Mai für das Publikum geöffnet hat. Eine Stunde von Venedig entfernt, liegt die Villa Manin Contemporanea in Passariano-Codropio, einem kleinen Dorf der friolanischen Landschaft. Jedoch soll sie dort keineswegs ein exzentrisches Dasein fristen. Die wunderschöne alte venezianische Villa aus dem 16. Jahrhundert war einst Eigentum der mächtigen Familie Manin und erhielt daher ihren Namen. Heute zählt die Villa zum kulturellen Erbe und gehört der Friuli Venezia Giulia Region. Diese beschloß das Gebäude mit seinen Räumlichkeiten für dieses Projekt bereitzustellen. Direktor der Villa Manin Contemporanea ist Francesco Bonami, weltbekannter italienischer Kurator und Direktor der Venedig Biennale aus dem Jahr 2003. In Kooperation mit den wichtigsten Museen weltweit, sind Bonami und sein Team dabei, unter Zuhilfenahme einer soliden Basis, einen Dialog mit dem Osten zu etablieren. Die Rede ist von einem Ort in der Nähe des Balkangebietes.
Bis November können zwei Ausstellungen in der Villa Manin mit ihrem zusätzlichen Skulpturprojekt bewundert werden. Die wichtigste Ausstellung heißt Liebe Haß: Von René Magritte bis Maurizio Cattelan, und zeigt Meisterwerke des Chicago Museum of Contemporary Art, die einen Einblick in die wichtigsten künstlerischen Werke der letzten 70 Jahre ermöglichen. Leider erinnert der Titel an den letzten Skandal der vermeidbar gewesenen Installation von Maurizio Cattelan in Mailand. Die zweite Ausstellung, Vernice, zeigt die durch unterschiedliche künstlerische Disziplinen beeinflußte zeitgenössische italienische Malerei junger Künstler. Das Skulpturprojekt gehört dem dänischen Bildhauer Jeppe Hein, Er kreierte zwei Wasserskulpturen in Form eines Labyrinths; eine zeitgenössische Interpretation des historischen Springbrunnens. Somit wird der wunderschöne Park, in welchem sich die Villa Manin befindet, durch ein gelungenes Projekt ergänzt.

www.villamanincontemporanea .it

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