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Event: 26. São Paulo Biennale – freies Territorium


Money Net, Cai Guo Qiang, London 2002

Die 26. Biennale in São Paulo wird vom 25. September bis zum 19. Dezember 2004 stattfinden. Sie befindet sich im Ibirapuera Park, in einem Gebiet, das von dem brasilianischen Architekten Óscar Niemeyer entworfen wurde. Der deutsche Kurator Alfons Hug definiert das Ästhetische als das Hauptziel der Biennale, bei welcher 130 Künstler aus 60 Ländern teilnehmen werden.
Das Konzept wurde durch die Thematik des freien Territoriums inspiriert, welches durch drei Dimensionen erfahren werden kann: physisch-geographisch (im Bezug auf leere, nicht bewohnte Räume), sozial-politisch (bezieht Grenz, -Macht, - und Territoriumsdefinition ein) und ästhetisch (der Bereich, in dem der Künstler über Raum und verschiedene Realitäten reflektieren muss und damit einen freien Bereich kreiert und Territorien und Grenzen definiert).
Auf einer internationalen Ebene hat die Malerei eine einflussreiche Bedeutung auf die Biennale, die sich in den Werke des belgischen Künstlers Luc Tuymans und der österreichischen Künstler Markus Muntean und Lois Renner zeigen. Die Fotografie gehört ebenfalls zu den Highlights und wird durch den deutschen Künstler Thomas Struth und den Ungarn Peter Szarca vertreten. Beeindruckend ist die zahlreiche Teilnahme junger brasilianischer Künstler, die zum ersten Mal auf dieser Biennale zu sehen sind. Diese Künstler werden zu diesem Anlas vor allem Skulpturen und Installationen präsentieren, welche nach dem Kurator der bezeichnendste Ausdruck zeitgenössischer brasilianischer Kunstproduktion sind. Ebenfalls erwähnenswert ist Iven Machado, der national-repräsentative Künstler und die Gruppe vom Rio de Janeiro, Chelpa Ferro, an die sich viele Menschen immer noch wegen ihrer Klang-Performance auf der letzten Eröffnung der São Paulo Biennale erinnern, die beinah einen Autounfall verursacht hätte.
In Sonderhallen werden drei brasilianische Künstler ausstellen: Artur Barrio (Installation) Beatriz Milhazes (Malerei) und Paulo Bruscky (Installation). Es wird zusätzlich noch eine Sonderausstellung geben, die Candido Portinari als Hommage zum hundertjährigem Jubiläum gewidmet wurde. Diese Performances werden die Vernissage eröffnen und damit die erste Woche der Biennale. Der chinesische Künstler Cai Guo Qiang wird extra für dieses Ereignis einen neun Meter hohen, mit Schießpulver bedeckten Turm anzünden, der sich in einem Gebäude der Biennale befindet, während die portugiesische Choreographin Vera Mantero und der Bildhauer Rui Chafes eine Performance Comer o coracão präsentieren werden.
Nach der Ausstellung in São Paulo reist ein Teil der Biennale zuerst im Inland nach Brasilia, Curitiba, Macéo und dann nach Buenos Aires (Argentinien) und Santiago de Chile.

bienalsaopaulo.terra.com.br

Text: Laura Cristóvão
Übersetzung: Anja Zinke

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