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Sacred World Foundation - Kunst und Technologie verwurzelt in der Tradition


Gandhi project courtesy Ranjit Makkuni

ICHIM 2004, Kongreß über digitale Kultur und kulturelles Erbe, hat vom 30. August bis zum 2. September in Berlin stattgefunden. Künstler, Architekten, Wissenschaftler, Computerfachleute und Designer haben gezeigt, wie man Kunst und Kultur durch digitale Medien präsentieren kann.
Einer der interessantesten Präsentationen war die Arbeit von der Sacred World Foundation aus New Delhi, Indien. Der Gebrauch der Hände in der traditionellen Kunst in Indien, so wie der Symbolismus der indischen Kultur und Mahatma Gandhis Gedanken sind in der letzten Arbeit der Stiftung, The Gandhi Multimedia Museum, zu sehen. Das Museum zeigt eine beeindruckende Recherchearbeit und Respekt für die indische Tradition und das indische Denken. Die Tradition ist für die indische Kultur sowohl Sinn als auch Kunst und Symbolik. 'Sacred World Foundation' gibt uns einen neuen Ansatz wie die Tradition und die Kunst durch Hochtechnologie gezeigt werden kann. Artfacts.Net hat Ranjit Makkuni, Direktor von der Stiftung 'Sacred World Foundation' über die Arbeit der Stiftung befragt:



Was hat Ihnen bewegt diese Stiftung zu gründen?
Wir möchten Brücken zwischen zwei verschiedenen Denkweisen ziehen: Zwischen einem auf Technologie und Ego basierten Denken und einem Denken, welches mit der Tradition gebunden und nicht Ego basiert ist.

Warum nennt sich die 'Sacred World Foundation' ein Laboratorium?
Weil wir dieses ‚etwas' recherchieren...

Wer sind die aktuellen Mitarbeiter? Wer entscheidet die Arbeitsthemen?
Wir arbeiten mir einer Gruppe von 200 Wissenschaftlern, Künstler, und haben uns mit Hewlett-Packard Laboratorien in Ivrea und Mailand (Italien) in Verbindung gesetzt. Wir arbeiten auch mit Glashandwerker in Murano (Italien), Handwerker in Oaxaca (Mexiko), Bali (Indonesien), Thailand und Myanmar. Unsere Vison hat sich in einer Dokumentation über sakrale Musik, die Aufhebung der digitalen Teilung (Mensch versus Maschine), neue musische Instrumente, und die Sanierung Indias fokusiert. Ich habe diese Vision geschaffen...

Werden Sie sich mit anderen Themen aus anderen Entwicklungsländern mit einem antiken kulturellen Hintergrund wie Mexiko, Guatemala, Ägypten und Peru auseinander setzen?
Uns interessiert die Tradition der Göttinnen auf der ganzen Welt. Die Musikinstrumente von Burma bis Indonesien ist Teil unserer aktuellen Arbeit und zur Zeit recherchieren wir über die unterschiedlichen Bedeutungen des Wertes Mitleid durch ganz Asien.

Die Gandhi Ausstellung hat den Gebrauch der Hände im Mittelpunkt. Arbeitet das Laboratorium auch mit der Idee der Benutzung anderer Körperteile oder dem ganzen Körper, um eine Interaktion mit den Geräten zu erreichen?
Der Gebrauch der Hände ist eine wichtige Errungenschaft der Menschheit. Viele Säugetiere haben ‚Hände', aber nur die Menschen sind in der Lage mit der Hand Sachen zu kreieren. Vom Feuer, bis Architektur und Computer...bis Musik. Musik, welche die Manipulationen einen Antrieb gibt. Ich bin der Meinung, daß der Verstand, welcher in sich selbst reflektiert ist, ein wichtiges Instrument ist, und die Menschen von den anderen Tieren unterscheidet...Ich bin der Meinung, dass die Hände und der Verstand zusammen gehen.

Welche sind eure nächsten Projekten?
Magische Streicher. Das Projekt zeigt die unterschiedliche Verwendung der Laute von Burma bis Indonesien.

Kunst und Technologie verwurzelt im traditionellen Denken. Wie verstehen Sie diese Beziehung?
Das traditionelle Denken zeigt die menschliche natürliche Symbiose, die Sehnsucht über den Sinn des Lebens in Frage zu stellen. In der westlichen Kultur haben die Personen entschieden, daß der Körper ein Computer ist. Sie haben unterschiedliche Geräte kreiert, um diese Idee zu bestätigen. Jedoch, wenn du eine andere Art des Denkens erlebst, in welcher die physische Realität nicht die letzte Realität ist, dann haben wir unterschiedliche Begriffe des Bewusstseins...und so haben wir unterschiedliche Beziehungen zur Natur, zur Gemeinschaft, usw... Die Götter haben die Welt kreiert, aber sie haben etwas für sich aufbewahrt: den Schlüssel der Schöpfung und ihre eigene Adresse...
'Sacred World Foundation' benutzt die Technologie, um die Identität der Gemeinschaft zu erhalten und ausdrücken. Im Kontext der Entwicklungsländer, das Laboratorium sucht ein Entwicklungsmodell, welches mit der Einführung der Techno-Kultur in den Entwicklungsländern die traditionelle Kulturen nicht auswischen wird, sondern die Tradition erhält, Geschicklichkeiten und traditionelle Ästhetik in dem Design von neuen Geräten neuintegriert werden. Diese kulturell-verwurzelte Technologie und Design wird die Zugänglichkeit der Computertechnologie erhöhen.

Sacred World Foundation hat den Prix Ars Electronica Center in Linz (Österreich) in 2002 und andere wichtige Design Prämien in New York in 2002 und 1998, gewonnen.

Für mehrere Information über die Stiftung und ihre Projekte, besuchen Sie die Webseite:www.sacredworld.com


Interview: Katerina Valdivia Bruch
Übersetzung: Katerina Valdivia Bruch

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