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Boom time for contemporary Indian Art


Ausstellung: IMPRESSIONS FROM INDIA
Filmhaus. Friedrichstr. 23a. Stuttgart. 14. - 29. Juli 2005

Beteiligte Künstler:
Athin Basak, Kanchan Chander, Sudip Chatterjee, Chandan Debnath, Pradip Ghose, Ramendra Nath Kastha, Ashoke Mullick, Krishnendu Porel, Prasanta Seal und Pamela Singh.

Die starke Präsenz asiatischer Künstler auf den Biennalen und in den Museen und Galerien der westlichen Welt überrascht nicht. Zeitgenössische asiatische Kunst gilt derzeit als ‘chic’. Man sollte hier allerdings anstatt von asiatischer Kunst besser von chinesischer, japanischer oder koreanischer Kunst sprechen. Denn wenn indischen - oder generell südasiatischen - Künstlern in den letzten Jahren überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wurde, dann höchstens am Rande.

Seit kurzem richtet der Kunstmarkt sein Augenmerk jedoch verstärkt auf den indischen Subkontinent. 2004 und in der ersten Hälfte des Jahres 2005 erreichten zeitgenössische indische Kunstwerke erneut Rekordpreise und lieferten Rekordumsätze auf Auktionen bei Sotheby’s und Christie’s. Zu den Hunderten von Galerien in Delhi, Mumbai und Kalkutta handeln zwischenzeitlich etwa zehn Galerien in London, New York und Singapur auschliesslich mit indischer Kunst. Bedeutende Museen, wie zum Beispiel die Tate Gallery, integrieren indische Werke neuerdings in ihre Ausstellungen und Sammlungen. Die Biennale in Venedig widmete Indien in diesem Jahr sogar eine eigene Ausstellung – zum ersten Mal in der Geschichte ihres hundertjährigen Bestehens. In Deutschland wurde diesem Trend bisher jedoch nur wenig Beachtung geschenkt.

Die Ausstellung ‘Impressions from India’ im Rahmen des ‘Bollywood and Beyond’-Filmfestivals präsentiert eine Auswahl von Werken zehn junger indischer Künstler. Einige von ihnen, wie z.B. Pamela Singh, sind in Indien - und sogar in Europa - bereits etabliert, andere streben noch nach Anerkennung innerhalb der Kunstszene. Aus zehn verschiedenen Perspektiven und mit Hilfe unterschiedlichster Kunstformen gibt diese Ausstellung einen Einblick in die Vielfalt des künstlerischen Schaffens sowie in die komplexe Realität des multikulturellsten Landes der Welt. Die Ausstellung konzentriert sich dabei auf die repräsentativsten Kunstformen der zeitgenössischen indischen Kunst: Malerei, Grafik und in geringerem Maße auch Fotografie.

Wie der Titel zeigt, sammelt diese Ausstellung lediglich Impressionen - Impressionen von zehn Künstlern, die in Indien leben und arbeiten und ihr Leben mit Millionen von Menschen verschiedener Rassen und Religionen, aus unterschiedlichsten sozialen und ökonomischen Verhältnissen teilen. Szenen aus den Metropolen Delhi und Kolkata gepaart mit Visionen des grünen Dschungels und den Dörfern am Rande der Großstadt. Kritische Darstellungen bourgeoiser Cafés und überfüllter Straßen (von Chandan Debnath) erscheinen neben ansprechenden Bildern von Tieren, Pflanzen und mythologischen Kreaturen in Ashoke Mullicks und Kanchan Chanders Werken. Ein heterogenes Gemisch, das wie das Festival selbst - bei dem sowohl farbenprächtige Bollywoodfilme als auch sozial engagierte Dokumentationen gezeigt werden - versucht, einen kleinen Teil des riesigen Mosaiks des indischen Kunstschaffens widerzuspiegeln.

Text: Raúl Martínez Fernández
Übersetzung: Eva Merkelbach

www.bollywood-festival.de

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