
Armory Show 2006
Der Kunstmarkt erlebt momentan die beste Zeit in seiner Geschichte. 2005 wurden während der Armory Show (New York) 45 Millionen US-Dollars umgesetzt und über 40.000 Besucher gezählt. Die Art Basel Miami Beach hat im letzten Dezember sogar noch alle Erwartungen übertroffen. Vor ein paar Wochen hat die ARCO (Madrid) mit der Rekortzahl von 200.000 Besuchern und einer 13% Steigerung der Galerieumsätze geschlossen. Nach der Professional Preview am Donnerstag hat die Armory Show 2006 gestern, dem 10. März eröffnet. Nach der Anzahl der Sammler auf den Eröffnungstagen zu Urteilen zeigt die Kunstmarkt Euphorie keine Verfallsanzeichen.
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Barry McGee at DEITCH PROJECTS (Armory Show) |
Genau wie es in letzter Zeit an solchen Messen passiert hatten schon einige Galerien kurz nach der Eröffnung ausverkauft. Bei
White Cube,
Emmanuel Perrotin,
Lisson und
Arndt & Partner war es nahezu unmöglich mit den Geschäftsführern ins Gespräch zu kommen; sie waren einfach zu beschäftigt den vielen wichtigen Sammlern die Aufmerksamkeit zu schenken. Gegen 16 Uhr war der Stand von
Hauser & Wirth mit Arbeiten des jungen chinesischen Künstlers
Zhang Enli ausverkauft. Ebenso schnell wurden bei
Thaddaeus Ropac die Arbeiten von
Paul P, die von
Jonathan Meese bei
Krinzinger und
Stuart Shave/Modern Art verkauft. Die Sammler waren sehr gut informiert und trafen fundierte Entscheidungen über die Arbeiten an denen sie interessiert waren - sagte Adam Sheffer von
Cheim & Read. Regelmässige Sammler der Galerie haben auf den Messen die Möglichkeit neue Arbeiten auf den Messen zu sehen, sagt der
Eigen+Art Geschäftsführer. Neben den gut etablierten Arbeiten von von
Jörg Herold wurden Arbeiten von
Uwe Kowski und
Jehudit Sasportas gezeigt.
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Ronald Moran at MACKEY GALLERY (PULSE) |
Es besteht überhaupt kein Zweifel, dass Kunstmessen eine sehr wichtige Role bei der Förderung von Künstlern besitzen. Viele Sammler bevorzugen die angeregte Stimmung und den Komfort auf Kunstmessen zu kaufen. Auch erlauben es die Messen eine konzentrierte Auswahl internationaler Künstler zu sehen. Das ist auch einer der Gründe warum es mehr und mehr Messen gibt - sagt Helen Allen, die Geschäftsführerin der
Pulse (New York), die auch gestern Eröffnet wurde. Viele Sammler und Kuratoren besuchen auch diese Messe. Die Pulse ist gut organisiert mit hervorragender Qualität. Die Übersichtlichkeit macht die Messe sehr komfortabel für Sammler, meinten die Galeristen
Robert Springer (Berlin),
Magda Danysz (Paris) und
Priska Juschka (New York) übereinstimmend. Gemäß der wenige Stunden nach der Eröffnung realisierten Verkäufe gibt es auch wenig Grund für Neid auf die Armory Show.
Michael Schultz am Stand mit
Seo und
Cornelia Schleime war schnell ausverkauft. Während sich
Vik Muniz und
Candida Hoefer für
Rena Bransten auszahlten.
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Luc Courchesne at PIERRE FRANCOIS OUELLETTE (DIVA) |
DIVA und
Scope kompletierten die Messe Arena. Die erstere ist vollständig der Video- und Digitalkunst gewidmet und eröffnete mit großer öffentlicher Aufmerksamtkeit Donnerstag Nacht. Rund 40 internationale Galerien von New York (
Claire Olivier) bis Shanghai (
ShangART), von Madrid (
Begona Malone) bis Montreal (
Pierre Francoise Ouellette) zeigten neueste Video- und Digitalarbeiten von jungen Künstlern in ihren Räumen im Embassy Suite Hotel. Nur wenige Häuserzeilen von der Armory Show entfernt präsentiert sich die Scope, zum erten Mal nicht in einem Hotel, eine große Auswahl junger Künstler. Internationale Galerien wie
Christopher Cutts (Toronto),
Thomas Erben (New York) und
Schuster (Berlin) eröffneten den Besuchern eine frische und bezahlbare Auswahl an Arbeiten. Zusammenfassend gibt es mehr als 3000 Künstler, 300 Galerien, dutzende von Parties und Veranstaltungen aller Art in New York zu sehen. Wie es aussieht, gibt es eine Marktnische für jeden. Die Frage ist nur, ob es auch Zeit genug gibt?
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Artfacts.Net Booth at the Armory Show (links: Patricia Blaso, rechts: Stine Albertsen, artworks: Thomas Hellstrom) |
Text von Raul Martinez
(11.3.2006)