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ART BRUSSELS 2006


Quo vadis Art Brussels?

Der Untertitel der 24. Ausgabe lautet "2006 - the European platform for contemporary art" und diese Aussage wird dadurch bestätigt, dass von den 105 Galerien lediglich sechs nicht aus Europa kommen.

Die ART BRUSSELS ist jung geblieben, neuen Entwicklungen in der internationalen Messeszene steht man offen gegenüber; die Sektionen "First Call", "Young Galleries" werden genauso gut integriert wie "One Man Shows" oder der erfrischende "New! Design"-Bereich. Die Organisation ist professionell, bei Problemen findet man sofort ein offenes Ohr und Lösung.

Die Preview zeigte, warum die ART BRUSSELS eine besondere Messe ist, denn bis 23 Uhr wurde die Ausdauer der Beteiligten geprüft und das Interesse der Besucher erlahmte bis zur letzten Minute "nicht". Am letzten Tag wird erneut das Stehvermögen bis 22 Uhr getestet. Dafür wurde die Messe um ein Tag gekürzt.

Adriaan Raemdonck, Galerie De Zwarte Panter, Antwerp

Überhaupt hat man das Gefühl, dass nicht die Sammler zu den Galerien nach Brüssel kommen, sondern die Galerien zu den Sammlern. Die Galeristen treffen hier auf Kunstliebhaber und Kuratoren aus den Benelux-Ländern und Frankreich, die den Weg z.B. zur ART COLOGNE nicht finden. Anders Ausgedrückt, die Verkäufe stimmen, die Galeristen sind sehr entspannt, kaum jemand wird mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr nicht dabei sein zu wollen.

Dennoch, wenn die Verantwortlichen die ART BRUSSELS zukünftig internationaler aufstellen wollen, dann muss das Rahmenprogramm auf ein neues Niveau gehoben werden, denn man bekommt fast den Eindruck, die Galeristen fahren über Nacht nach Hause. Der freie Besuch des „Atomiums“ bis 18 Uhr ist genauso wenig umsetzbar – wahrscheinlich muss man auch noch anstehen – wie Galeriebesuche bis 20 oder 21 Uhr. Das wird sicherlich in den nächsten Jahren stark verbessert werden können, vielleicht mit der Unterstützung der Stadt oder Region.

" Die diesjährige ART BRUSSELS ist für uns schon ein grosser Erfolg, so viele Sammler wie zur gestrigen Preview gab es bisher noch nie. Die Verkäufe waren sehr gut. Im Gegensatz zu vielen anderen Messen zeichnet sich die ART BRUSSELS durch Lockerheit und Entspanntheit aus.

"Wir freuen uns auf die kommenden Tage.", sagt Adriaan Raemdonck, Galerie De Zwarte Panter, Antwerpen

Michael Zink, Galerie Michael Zink, Munich

"Die Eröffnung war ein wunderbarer Auftakt. Ziemlich verrückt! Vor zwei Jahren noch, habe ich eine Installation von Marcel van Eeden mit 30 Arbeiten gezeigt und während der gesamten Messe nur zwei Zeichnungen verkaufen können. Gestern zur Eröffnung hatten wir nur zwei Zeichnungen an der Wand, aber haben 16 Zeichnungen aus dem Lager verkauft. Aber auch unsere anderen Künstler, Fumie Sasabuchi mit den Tattoo-Zeichnungen laufen super!", sagt Galerie Michael Zink, München

"Wir sind sehr erfreut, auf die Art Brussels eingeladen worden zu sein, weil die Messe dieses Jahr zum ersten Mal Design zeigt und Belgien eben einige der besten Kunst und Design Sammler der Welt beherbergt. Zeitgenössisches chinesisches Design macht mehr Schlagzeilen und wir sind sehr glücklich darüber Vorreiter dieser Bewegung zu sein. Die Art Brussels ist eine hervorragende Gelegenheit chinesisches Design einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.", sagt Pearl Lam, Contrasts Gallery, Shanghai


Pearl Lam and Arthur Duncan (Worldguide AG)


Text: Artur M. Holweg
Photos: Edouard Tercelin copyright Exporevue

www.artbrussels.be

(22.4.2006)

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