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arteBA 2006


Alberto Heredia, "Engendros" (Daniel Maman Fine Art Gallery, Buenos Aires)

Volles Haus. Die Preview der 15. arteBA am 18. Mai spiegelte wider, dass das mit größter Spannung erwartete Kulturereignis dieses Jahres in Buenos Aires begonnen hatte. Es war fast unmöglich, sich alle Kunstwerke, die von 63 teilnehmenden Galerien - die meisten unter ihnen aus Argentinien, Brasilien und weiteren Repräsentanten aus Lateinamerika und Spanien - gezeigt wurden, anzusehen.
Die arteBA Stiftung spielt eine wichtige Rolle, da sie künstlerische Kreationen und den Kollektionismus unterstützt und die argentinische Kunst - mit dem Schwerpunkt auf neue, junge Kunst - verbreitet. Auf der Messe gab es einen erwähnenswerten weiten Raum, den "Barrio Joven", wo die innovativste und wagemutigste neue Kunst ausgestellt wird. Eine erfrischende Erfahrung.





Orly Benzacar (director Ruth Benzacar Galería de Arte, Buenos Aires), with work of Flavia da Rin.


Afn: Wie oft haben Sie schon an der arteBA teilgenommen?
Frau Benzacar: Die Ruth Benzacar Galerie hat an allen Ausgaben der artBA teilgenommen.
Afn: Wie gefällt Ihnen die Messe?
Frau Benzacar: Die Messe hat sich sehr positiv entwickelt. Dies war das bisher beste Jahr. Die arteBA zieht mehr und mehr Menschen an, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren.
Afn: Einige Leute behaupten, die arteBA sei in Buenos Aires der einzige Moment des Jahres, in dem Sammler kaufen; es gebe keinerlei Bewegung im restlichen Jahr. Stimmen Sie dem zu?
Frau Benzacar: Überhaupt nicht. Vielleicht hat da irgendjemand eine schlechte Erfahrung gemacht, doch das kann man nicht verallgemeinern.

Ruth Benzacar organisiert seit fünf Jahren einen Wettbewerb, den Curriculum Cero, als Abschluss der Saison. Er deckt ein weites Spektrum an Formaten der Bildenden Kunst ab und richtet sich an argentinische Künstler unter 30. Absolute Anforderung: der Künstler darf bisher noch keine Preise gewonnen haben. Das Auswahlkomitee ist in jedem Jahr anders.





Natalio J. Povarche (director Rubbers Internacional, Buenos Aires, Argentina) with work of Xul Solar

Afn: Wie oft haben Sie schon an der arteBA teilgenommen?
Herr Povarche: Ich habe in den 15 Jahren der arteBA teilgenommen.
Afn: Wie gefällt Ihnen die Messe?
Herr Povarche: Die Messe ist sehr gut. Sie hat sich auf bemerkenswerte Weise entwickelt. In den letzten vier Jahren ist sie wettbewerbsfähig geworden. Wie ich zu sagen pflege: "Man muss eine Messe organisieren, die nach Norden blickt statt auf den Nabel", und nun läuft es so. Es wurde eine Messe geschaffen, die der argentinischen Kunst gerecht wird.
Afn: Fehlt - Ihrer Meinung nach - etwas auf der Messe?
Herr Povarche: Das einzig Beklagenswerte ist die Tatsache, dass die Messe unter den wichtigen lateinamerikanischen Galerien nicht sehr weit verbreitet ist.
Afn: Haben Sie schon etwas verkauft?
Herr Povarche: Am Eröffnungstag verkaufte die Galerie Werke von Xul Solar und Alejandro Andriuolo.





Ricardo Trevisan (director Casa Triângulo, Sâo Paulo)with work of Albano Afonso

Afn: Wie oft haben Sie schon an der arteBA teilgenommen?
Herr Trevisan: Ich nehme zum ersten Mal an der arteBA teil.
Afn: Wie gefällt Ihnen die Messe?
Herr Trevisan: Die Messe liegt sehr gut und ist auch sehr gut organisiert. Es kommen viele Besucher.
Afn: Brasilien ist das zweite Land mit mehr Galerien auf der Messe. Gibt es da eine besondere Zusammenarbeit?
Herr Trevisan: Es gibt eine Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Argentinien, aber es sollte auch einen weitergehenden Künstleraustausch geben.
Afn: Haben Sie schon etwas verkauft?
Herr Trevisan: Am Eröffnungstag habe ich bereits Werke von Marcia Xavier, Lucia Koch und Felipe Barbosa verkauft.





Oscar Cruz (director Baró Cruz Galeria, Sâo Paulo) with work of Michael Wesely


Afn: Wie oft haben Sie schon an der arteBA teilgenommen?
Herr Cruz: Ich nehme nun zum dritten Mal an der Messe teil.
Afn: Wie gefällt Ihnen die Messe?
Herr Cruz: Dies war das beste Jahr. Die Messe ist gut organisiert. Es gibt wichtige Kunstwerke. Ich finde den Barrio Joven sehr interessant.
Afn: Denken Sie, es sollte eine größere Anzahl an ausländischen Galerien teilnehmen?
Herr Cruz: Die Teilnahme internationaler Galerien steigt langsam an, doch das ist gut so. Ca. 20 ausländische Galerien, 7 aus Brasilien. Das Programm ist internationaler. Auch die Anzahl an internationalen Sammlern ist angestiegen.
Afn: Haben Sie schon etwas verkauft?
Herr Cruz: Am Eröffnungstag haben wir ziemlich viel verkauft: Jac Leirner, Sebastián Gordín, Matias Duville und Claudia Jaguaribe.





Luis Adelantado (Director Luis Adelantado Valencia/Miami), with work of Priscilla Monge.

Afn: Wie oft haben Sie schon an der arteBA teilgenommen?
Herr Adelantado: Ich habe schon an einer der ersten Ausgaben teilgenommen.
Afn: Auch an anderen Messen in Lateinamerika?
Herr Adelantado: Regelmäßig an der maco méxico und in diesem Jahr auch an der SP Arte, mit guten Ergebnissen.
Afn: Haben Sie schon etwas verkauft?
Herr Adelantado: Noch nicht am Anfang der Messe, aber ich rechne mit Verkäufen in den nächsten Tagen.
Afn: Was sagen Sie zu dem Sammlerprogramm?
Herr Adelantado: Der Kollektionismus könnte noch mehr gestärkt werden.





Elena Rodríguez Alonso (coordinator A y N Centro de Arte, Madrid), with work of Alejandro Corujeira.


Afn: Wie oft haben Sie schon an der arteBA teilgenommen?
Frau Rodríguez: Es ist das erste Mal.
Afn: Wie gefällt Ihnen die Messe?
Frau Rodríguez: Sie macht einen guten Eindruck. Sie ist gut organisiert. Es gibt viele Besucher. Ein gutes Galerienniveau.
Afn: Und die Sammler?
Frau Rodríguez: Es gibt amerikanische Sammler; Argentinien ist dort sehr populär. Es ist gut organisiert für Sammler.
Afn: Haben Sie schon etwas verkauft?
Frau Rodríguez: Ja, das Museum A. Caraffa de Córdoba kaufte ein Kunstwerk mit dem Programm "Matching Funds" (das die Hälfte der Käufe finanziert, die von einem argentinischen Museum abgeschlossen werden).







Work of Nicanor Aráoz, without title (Appetite)

Daniela Luna (Direktorin von Appetite, Buenos Aires). Galerie, die an dem "Barrio Joven" teilnimmt.
Daniela Luna (Direktorin von Appetite, Buenos Aires). Galerie, die an dem "Barrio Joven" teilnimmt.

Afn: Wie finden Sie die Unterstützung, die die neuen Galerien von der Messe erhalten?
Frau Luna: Die Unterstützung, die wir erhalten haben, war hervorragend.
Afn: Mit welcher Art von Künstlern arbeiten Sie?
Frau Luna: Die Künstler, mit denen ich arbeite, sind nicht so kommerziell. Sie machen Videos, Installationen, Performances…, mit viel Humor; und vor allem machen sie ehrliche Vorschläge. Sie folgen ihrem eigenen Stil. Ich will, dass sie das tun, was ihnen gefällt, und ihre Werke nicht dem Markt anpassen. Sie sind in der Regel zwischen 23 und 35 Jahre alt.
Afn: Haben Sie schon etwas verkauft?
Frau Luna: Das Verkaufsniveau war sehr gut, und wir haben sehr gute Kontakte hergestellt.
Afn: Welche Art von Käufer?
Frau Luna: Argentinische und ausländische Privatsammler.
Afn: Wie alt ist die Galerie?
Frau Luna: Nur ein Jahr alt.
Afn: Waren Sie auch schon auf anderen Messen?
Frau Luna: Ja, in Periféria in Buenos Aires, mit guten Ergebnissen.

Text und Interview: Patricia Blasco
Übersetzung: Armi Lee

www.arteba.org

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