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Arte Santander 2006


Eröffnung der Arte Santander 2006

Jeden Sommer zieht Santander eine große Zahl an Besuchern an, die die Stadt, die wunderschönen Strände und das kulturelle Angebot genießen. Gerade im Hinblick auf letzteres kommen jedes Jahr mehr, die das wesentliche Ereignis der Sommersaison nicht verpassen wollen. Die Arte Santander eröffnete seine 15. Ausgabe am vergangenen Mittwoch den 12 Juli. 32 Galerien, die zum größten Teil aus Spanien kamen, präsentierten ihre Werke im ersten Stock des „Palacio de Congresos y Exposiciones“,während der zweite Stock für eine Ausstellung genutzt wurde, welche das kulturelle Programm rund um die Messe ergänzte. Es handelte sich um eine kleine Messe, auf welcher vor allem die Qualität der teilnehmenden Galerien betont werden sollte. Ebenfalls auf reges Interesse stieß das sogenannte „III Foro sobre Arte Contemporáneo ARTESANTANDER“. Auf der Messe selbst konnte eine sehr entspannte Atmosphäre festgestellt werden, was vor allem zur Kontaktaufnahme zwischen den Galeristen einlud. Im Gegensatz zu anderen Messen, wurde hier die Mehrzahl der Verkäufe gegen Ende der Messe am Wochenende getätigt.
Die Ausstellungen verließen auch die Mauern des Ausstellungsgebäudes, denn motiviert durch die Arte Santander war die Stadt gespickt mit künstlerischen Interventionen, vor allem Dank des Projektes „Visiones Urbanas III“, in welchem eine Auswahl an spanischen Künstlern ihre Werke inmitten des urbanen Ambientes Santanders installierten.





Magda Bellotti (Direktorin der Galerie Magda Bellotti, Madrid, neben einem Werk von Manolo Quejido)


Magda Bellotti (Galerie Magda Bellotti, Madrid)


Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
Magda Bellotti: Ich habe bereits zweimal an der Messe teilgenommen, vor zwei Jahren und bei der diesjährigen Ausgabe.

Artfacts.Net: Wie gefällt ihnen die Messe?
Magda Bellotti: Sie befindet sich an einem fantastischen Ort. Die Stände sind gut arrangiert. Dieses Jahr konnten viel mehr Besucher angezogen werden als vor zwei Jahren, was von Vorteil ist. Die Organisation ist sehr gut.

Artfacts.Net: Gibt es etwas, daß man besser hätte machen können?
Magda Bellotti: Man sollte mehr auf die Galerien von außerhalb achten. Die Institutionen sollten nicht nur lokale Künstler kaufen. Es gibt schon Sammler, aber nicht genügend, es fehlt ein bisschen der Markt. Die Stadt müsste sich hier mehr arrangieren.




Ramón Sicart (Direktor Galería Sicart, Vilafranca del Penedès) neben einem Werk von Florence Vaisberg

Ramón Sicart (Galerie Sicart, Vilafranca del Penedès)

Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
Ramón Sicart: Das ist bereits meine vierte Teilnahme.

Artfacts.Net: Inwiefern hat sich die Messe in diesem Jahr weiterentwickelt?
Ramón Sicart: Seitdem Juan Riancho die Leitung der Messe übernommen hat, hat sich die Messe zu einer der wichtigsten Ausstellungen in Spaniennach der ARCO entwickelt.

Artfacts.Net: Was halten sie von der Messe?
Ramón Sicart: Die Qualität der Messe ist sehr hoch. Das Organisationsniveau ist ebenfalls sehr gut. Man muss die Arbeit hervorheben, welche aufgebracht wurde um diese Dimension zu erreichen; wir sind uns der Kraft welche hier von Teilen des Direktoriums eingebracht wurde äußerst bewusst. Im Vergleich zum Vorjahr ist erleichtert die Tatsache, dass alle Galerien auf einem Stockwerk untergebracht sind, den Überblick für den Besucher.

Artfacts.Net: Wie verlaufen die Verkäufe?
Ramón Sicart: Es hat gut angefangen. Ich habe ein Arbeit von Florence Vaisberg (Argentinien) und von Florian Beckers (Deutschland) an institutionelle Sammlungen verkauft.

Artfacts.Net: Was denken sie über das Sammlerprogramm?
Ramón Sicart: Dieses Jahr haben sie gut gearbeitet. Es kommen viele Sammler die von der Messe eingeladen wurden. Das ist im Hochsommer nicht unbedingt einfach. Sie kommen, weil sie die Qualität der Messe erkennen, wäre die Messe nicht gut, würden sie nicht kommen.

Da trifft es sich gut, dass Ramón Sicart parallel zur Messe eine Ausstellung mit eigenen Fotografien in der Galerie Zoom in Santander präsentiert.





María LLanos (Direktorin der Galerie María LLanos, Cáceres) neben einem Werk von José Mª Mellado


María LLanos (Galerie María LLanos, Cáceres)


Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
María Llanos Es ist das vierte Mal.

Artfacts.Net: Inwiefern hat sich die Messe in diesem Jahr weiterentwickelt?
María Llanos: Man hat einen allmählichen Wandel vollzogen, der sehr interessant ist.
Man hat sich von einem risikolosen Messekonzept mit wenig zeitgenössischer Kunst gelöst. Dies ist die bisher beste Ausgabe. Es gibt Qualität, die Entwicklung ist sehr positiv. Man kann ebenfalls Werke aus anderen Nationen sehen.

Artfacts.Net: Wie verlaufen die Verkäufe?
María Llanos : Von Verkäufen kann man noch nicht sprechen. Wir haben mit der Galerie zum ersten Mal Werke von José Mª Mellado vorgestellt. Messen dieser Größenordnung entscheiden sich zum Schluss.





Pilar Dolz i Mestre (Direktorin der Galerie Cànem, Castelló de la Plana) neben einem Werk von Manel Margalef


Pilar Dolz i Mestre (Galería Cànem, Castelló de la Plana)

Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
Pilar Dolz i Mestre: Es ist das vierte Jahr.

Artfacts.Net: Was denken sie über die Messe?
Pilar Dolz i Mestre: Es ist eine Messe, die mir schon immer gefallen hat. Ich verteidige immer die Dezentralisation. Die Kunst ist die einzige Sache die man nicht franchisen kann. Man muss nicht nach Gehör kaufen. Es sollte einen unabhängigen Geist vertreten werden, der eines gewissen Gespürs.
Es ist eine kleine Messe, der es ein bisschen schwer fällt, aber sie verbessert sich. Sie wächst mit dem Willen aller; sie ist jedes Mal glaubhafter. Man muss sie ein wenig aufpolieren. Ein positives Merkmal ist die Individualität der Galeristen, welche auf der Messe sind. Es wäre sehr schön, wenn es sich in diese Richtung weiterentwickeln könnte. Und das bedeutet, mit der Hilfe aller, eingeschlossen der Politiker, der Direktoren, der Organisatoren (die das sehr gut machen) und der Galeristen die an der Messe teilnehmen.

Artfacts.Net: Wie verlaufen die Verkäufe?
Pilar Dolz i Mestre: Die Verkäufe werden besser, aber es fällt schwer. Ich verkaufe in jedem Jahr, das Publikum ist allerdings nicht ganz einfach in Bezug auf meine Werke. Aber ich bin zufrieden.

Artfacts.Net: Was denken sie über das Sammlerprogramm?
Pilar Dolz i Mestre: Das Programm ist gut. Der Kauf von Kunst ist ein Impuls, sowohl aus Sicht des Sammlers als auch aus der Sicht der Person die Kunst aus einem Impuls heraus kauft um es zu Hause aufzuhängen, denn sie lieben es.




João Shirley d'Oliveira (Direktor der Galerie Jorge Shirley, Lisboa) neben einem Werk von Fúlvio Mendes


João Shirley d'Oliveira (Galerie Jorge Shirley, Lissabon)
Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
João Shirley d'Oliveira: Es ist das erste Mal, dass ich teilnehme.

Artfacts.Net: Was denken sie von der Messe?
João Shirley d'Oliveira: Es ist eine kleine Messe, angepasst an die Stadt und den hiesigen Markt.

Artfacts.Net: Was denken sie über das Sammlerprogramm?
João Shirley d'Oliveira: Es ist ein gutes und interessantes Programm. Am Wochenende wird erwartet, dass mehr Sammler kommen. Es ist ein gutes Vorhaben der Organisatoren, Sammler anzulocken, die Verkäufe werden leichter.

Artfacts.Net: Haben sie schon an anderen Messen in Spanien teilgenommen?
João Shirley d'Oliveira: Ja, An der ARCO, auf dem Foro Sur (an dem sieben oder acht portugiesische Galerien teilgenommen haben) und in Valencia.




Ángeles Baños (Direktorin der Galerie Ángeles Baños, Badajoz) neben einem Werk von Miguel Villarino


Ángeles Baños (Galeria Ángeles Baños, Badajoz)

Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
Ángeles Baños: Es ist das erste Jahr.

Artfacts.Net: Was denken sie über die Messe?
Ángeles Baños: Die Organisation ist gut. Alles ist gut, ausgenommen das Design der Stände. Die Verlängerung der Seitenwand gehört zur nächsten Galerie obwohl sie zur eigenen gehören sollte. Die Werke die dort hängen haben nichts mit der von meiner Galerie verfolgten Hängung gemeinsam. Diese Wände müssen überdacht werden.

Artfacts.Net: Was denken sie über das Sammlerprogramm?
Ángeles Baños: Das Sammlerprogramm ist gut. Die Sammler die ich eingeladen habe sind sehr zufrieden mit dem Programm. Das Niveau der Werke der Galerien ist sehr gut. Die Sammler kommen natürlich wann sie wollen, viele werden erst am Wochenende kommen.

Artfacts.Net: Glaubern sie, daß sie nächstes Jahr wieder kommen?
Ángeles Baños: Ich glaube schon.




Blanca Soto (Direktorin der Galerie Blanca Soto, Madrid, neben einem Werk von José Luis Santalla)



Artfacts.Net: Seit wann nehmen sie an der Arte Santander teil?
Blanca Soto: Es ist das erste Jahr.

Artfacts.Net: Was denken sie über die Messe?
Blanca Soto: Sie hat mich sehr überrascht. Das Niveau der Organisation ist sehr anständig. Architektonisch gefallen mir die Stände sehr gut.; auf wenigen Metern haben sie die Räumlichkeiten sehr gut organisiert. Der Rahmen ist fantastisch: Santander im Juli. Das Niveau der Galerien erscheint mir sehr gut.

Artfacts.Net: Wie verlaufen die Verkäufe?
Blanca Soto: Ich habe schon einige Stücke verkauft.

Artfacts.Net: Glauben sie, daß sie nächstes Jahr wiederkommen?
Blanca Soto: Ich denke ich werde wiederkommen.

Text und Interviews: Patricia Blasco

www.artesantander.net

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