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Fiac 2006: Interview mit Jennifer Flay in Paris


AfN: Das ist ein Artfacts-Interview mit Jennifer Flay, der künstlerischen Leiterin der FIAC. Hallo, Jennifer.

J. Flay: Hallo, hallo.

AfN: Als Sie in 2003 zur künstlerischen Leiterin der FIAC ernannt wurden, haben Sie gesagt: „Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, die FIAC in ihre nächste Phase zu führen“ und Sie sagten auch, Sie würden sich sehr darauf freuen, daraus einen der besten Orte zu machen, um die allerneueste zeitgenössische Kunst und die allerbesten aktuellen Meisterwerke zu entdecken und zu kaufen und: „Unser Ziel ist es, ein wahrhaft unerreichtes Erlebnis für internationale Sammler zu erschaffen.“ In diesem Jahr, in 2006, ist die FIAC zurück im Grand Palais...

J. Flay: ...und im Cour Carrée du Louvre und im Jardin des Tuileries...

AfN: ...und es ist überwältigend.

J. Flay: Vielen Dank.

AfN: Sogar Galeristen, die der FRIEZE den Vorzug gaben und die Messe verlassen haben, denken ernsthaft darüber nach, zurückzukommen. Würden Sie sagen, Sie haben Ihre Versprechen aus 2003 bereits erfüllt? Und wie wichtig ist das Grand Palais, um Ihre Ziele zu erreichen?

J. Flay: Würde ich sagen, dass ich sie bereits erreicht habe? In der Tat ist es für mich sehr bewegend, das Zitat aus 2003 zu hören; ja, ich habe das natürlich gesagt und ich habe es auch so gemeint – ich fühle es, wir sind auf dem Weg. Für mich ist es immer noch „work in progress“, ich bin mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden. Als ich die Aufgabe übernommen habe, sagte ich der Direktion von Reed Exposition France, es würde zwischen 3 und 5 Jahren dauern, um die Ergebnisse zu bekommen, die ich mir vorgestellt habe, und das ist das dritte Jahr, Edition Nr. 3, und ich denke, es gibt eine sichere Basis, um zu erreichen, was ich will, Ja, ich denke, die Messe wird zu einem sehr sehr starken und attraktiven Anziehungspunkt für Galerien. Außerdem glaube ich, das entsteht aus Verbesserungen und ebenso, weil ich gerne etwas schaffe und zu tun habe... und es gibt verschiedene Dinge, die wir tun können und tun werden... Entschuldigung, ich habe den zweiten Teil der Frage nicht ganz mitbekommen, was war es?

AfN: ...der zweite Teil war: wie wichtig ist das Grand Palais, um das zu erreichen? Ich denke, Sie wollen eine wichtige Rolle spielen...

J. Flay: Ja, absolut – also, für uns ist es nicht so sehr das Grand Palais, natürlich ist das Grand Palais ein wunderbarer Ort, aber es ist die Tatsache, dass wir in das Zentrum von Paris zurückkehren. Das ist sehr wichtig für uns. Wir wollten, wenn ich wir sage, meine ich Martin Bethenod und mich – Martin Bethenod ist der Geschäftsführer der Messe – wir hatten das Gefühl, dass es sehr wichtig war, die Messe im Herzen von Paris zu haben.
Innerhalb der symbolischen Quintessenz von Paris, und das trifft sicherlich auf den Cour Carrée des Louvre Museums, die Gärten der Tuilerien und das Grand Palais zu, die außerdem den Vorteil haben, an dieser wunderschönen Achse aufgereiht zu sein, eingraviert durch das Bett der Seine, einer natürlichen geographischen Achse von Paris. Wir glauben, dass im Bewusstsein der Leute, diese Sehenswürdigkeiten und die zentrale Lage viel mehr über das essentielle Paris aussagen, als anonyme Messehallen, – egal wie zweckmäßig sie sein mögen – am Stadtrand von Paris. Ich glaube, für uns ist diese Bewegung zurück ins Zentrum eindeutig ein wichtiger Schritt innerhalb unserer Pläne, die Messe weiter zu entwickeln. Ich meine, persönlich verstehe ich jeden Galeristen oder Sammler, der es vorzieht, in einem Gebäude wie dem Grand Palais auszustellen, das ein historisches Monument ist, oder im Cour Carrée des Louvre Museums, ebenfalls ein historisches Monument.

AfN: ...und bei Tageslicht.

J. Flay: Und das natürliche Licht ist selbstverständlich etwas ganz Besonderes und ich habe so viele Kommentare über die Schönheiten des natürlichen Lichts gehört: von Sarah Lucas, die mit Sadie Coles und Barbara Gladstone hier Skulpturen zeigt, von Pierre Soulages, dem Maler, der seine Werke in der Galerie de France zeigt, wie sehr dieses natürliche Licht es einem ermöglicht, die Kunstwerke auf wunderbare Art und Weise zu begreifen und das ist wahr.

AfN: Zu einer anderen Sache: Die Messe ist immer noch stark auf französische Galerien ausgerichtet. Verstehen Sie die FIAC als französische Stimme in einer anglo-amerikanisch dominierten Kunstwelt? Oder was ist Ihre Position im Hinblick auf die Internationalität?

J. Flay: Also, die FIAC ist eine französische Kunstmesse, sie findet ja in Paris statt, und sie ist eine europäische Kunstmesse, weil sie in Europa stattfindet, aber sie ist auch eine internationale Kunstmesse, weil wir Teil der internationalen Kunstszene sind, immer mehr, je länger wir mitmachen. Wir empfinden es als wichtig, alle Aspekte der zeitgenössischen Kunst und der Moderne in Frankreich herauszustellen, weil Paris einen sehr wichtigen Platz in der Geschichte der Moderne einnimmt. Wir versuchen damit zu infizieren – das hervorzuheben! Allerdings bin ich nicht Ihrer Meinung, wenn Sie sagen, die Messe tendiere stark zu französischen Teilnehmern.

AfN: Aber damit habe ich nicht gemeint, das es schlecht sei, ...

J. Flay: Nein, nein, wir haben einen Anteil von 45% französischen Galerien auf der Messe, nicht alle aus Paris, einige aus den Regionen Frankreichs. Und wir haben einen Anteil von 55% internationalen Teilnehmern. Wir empfinden es als einen guten, gesunden Prozentsatz an Repräsentation für diese Phase der Entwicklung der Messe. In der Tat ist es der gleiche Prozentsatz, wie bei der Armory Show in New York. Die haben 45% amerikanische und 55% ausländische Galerien. Also, die Armory wird sicher weder als pro amerikanische, noch als antiamerikanische Kunstmesse wahrgenommen. Sie wissen, wir sind nicht extrem pro französisch und wir sind nicht antifranzösisch, obwohl wir dessen verdächtigt werden.
AfN: Man verdächtigt Sie, antifranzösisch zu sein?

J. Flay: Ja, absolut!

AfN: Ich meine, aus unserer Sicht ist es gut, mehr französische Galerien zu zeigen, wir sehen mehr spezielle Kunst und mehr Design. Ich glaube, das ist eine sehr gute Entscheidung.

J. Flay: Ja, wir haben das eingeführt. Wir waren 2004 die erste Kunstmesse der Welt, die eine eigene Designabteilung gezeigt hat.

AfN: Wir kommen zu dem Punkt ... vielleicht springen wir jetzt zu diesem Punkt: 2004 haben Sie Designgalerien als Aussteller dazu genommen. Aus unserer Sicht macht diese Entscheidung vollkommen Sinn. Die TEFAF in Maastricht zum Beispiel zieht die höchstrangigen Kunsthändler der Welt an, auch wenn sie alles von Waffen bis zu Textilien zeigt. Spielen Sie mit der Einführung neuer Bereiche? Was sind Ihre Pläne?

J. Flay: Es gehört nicht zu unseren unmittelbaren Plänen, neue Sektionen in die FIAC zu integrieren. Ich glaube, dass wir darauf achten müssen, die bereits existierenden Abteilungen zu stärken: moderne Kunst, zeitgenössische Kunst und junge aktuelle Kunst. Wir werden diese Gebiete im Design verstärken, bevor wir andere Sektionen einführen. Wie Sie wissen, haben wir noch ein anderes Problem. Wir nutzen zur Zeit wenig mehr als die Hälfte der Ausstellungsfläche, die wir in Porte de Versailles hatten. Das Cour Carrée des Louvre Museums und das Grand Palais bieten uns etwas über der Hälfte der Ausstellungsfläche, die wir im letzten Jahr zur Verfügung hatten. Also, bevor wir damit beginnen, neue Sektionen einzuführen, sollten wir diejenigen weiterentwickeln, die wir haben und vielleicht anfangen, unsere Ausstellungsfläche zu vergrößern.

AfN: Was ist mit der Architektur?

J. Flay: Architektur ist ganz klar etwas, für das wir uns sehr interessieren. Wie Ihnen sicherlich bewusst ist, haben wir dieses Jahr beim Thema Design – dem sehr innovativen Design der Designabteilung - mit Emmanuel Combarel und Dominique Marrec zusammengearbeitet. Sie wissen, für das Ausstellungsdisplay der Plattformen. Es ist signiert, es ist ein signierter Ausstellungsplan von Emmanuel Combarel und Dominique Marrec. Ganz klar etwas, das uns interessiert. Wir sind sehr daran interessiert, mit Architekten zu arbeiten und wir wurden auch beim Design der Konstruktion, die wir in den Cour Carrée des Louvre Museums integriert haben, von Architekten beraten. Vielleicht sind Ihnen die transparenten Fassaden des Zeltes aufgefallen.

AfN: Ja, sicher.

J. Flay: Die transparenten Dächer...

AfN: Im Kontrast zum Zelt der FRIEZE.

J. Flay: ...das Quadrat innerhalb des Quadrats und der quadratische Grundriss; das sind Dinge, an denen wir definitiv interessiert sind... an denen ich potentiell interessiert bin.
AfN; Innerhalb der Diskussion der letzten Tage hatten wir den Eindruck, die FIAC könnte weltweit führend...

J. Flay: Oh, ich glaube sie ist ... (lacht)

AfN: Im Hinblick darauf, was an Eigentum da ist, was an Wissen über Kunst und Design vorhanden ist, immanent ist in dieser Stadt. Andererseits ist eine gewisse Angst zu erkennen, die Herausforderung anzunehmen...

J. Flay: ...hören Sie...

AfN: ...oder ist die Stadt zu groß - in Basel treffen Sie jeden auf der Straße...
J. Flay: Wissen Sie – es ist wirklich interessant, dass Sie das sagen – als wir darüber nachdachten, in das Zentrum von Paris zurückzukehren und die Tatsache, dass in Miami oder Basel die Messe die ganze Stadt einnimmt.

AfN: Wie in einem Dorf...

J. Flay: Ja, ja aber es ist komplizierter, weil Paris eine wesentlich größere Stadt ist. Also, stellen Sie sich vor, diese Woche an unseren verschiedenen Ausstellungsorten, in den Gärten der Tuilerien, all die wundervollen Ausstellungen, die in den unterschiedlichen Museen zu sehen sind, die Tatsache, dass das Musée du Quai Branly, das viele noch nicht gesehen haben, geöffnet ist und dazu Vorschläge zur Besichtigung erarbeitet wurden – private Besichtigungen für unserer VIP-Besucher. Das gleiche gilt für das Musée des Art Décoratifs, ebenso für das Musée d'Orsay, außerdem haben wir einen privaten Besucherplan für unsere VIP-Besucher, um die zukünftige Cité de l'Architecture zu sehen, die immer noch eine Baustelle ist und all die Parties und Aktivitäten, die stattfinden. Ich fange an zu glauben, dass wir – in der Tat – fähig sind, das Gefühl zu vermitteln, dass wir in diese Stadt investieren und, dass ganz Paris mobilisiert werden kann. Darüber freue ich mich, denn es hat lange gedauert. Den Leuten fällt es schwer sich vorzustellen, dass die FIAC die gleiche Wirkung auf Paris haben könnte, wie die Art Basel die Stadt Basel beeinflusst, weil Paris viel größer ist.

AfN: Und Miami...

J. Flay: Meiner Meinung nach ist Miami großartig, aber alles passiert innerhalb von fünf Häuserblocks.

AfN: Alles ist vorbei, wenn die Masse die Stadt verlässt – was bleibt, ist eine Wüste.
J. Flay: Genau. Paris gibt es das ganze Jahr. Was ich meine ist, an jedem Tag dieser Woche gibt es bedeutende Ausstellungen und großartige Vernissagen. Aber es gibt großartige Ausstellungen und Vernissagen das ganze Jahr. Das wollen wir hervorheben.

AfN: Entschuldigen Sie, ich springe zur nächsten Frage... Wir haben gehört, das Grand Palais ist aus organisatorischer Sicht kompliziert zu handhaben. Werden Sie hier und im Louvre bleiben können?

J. Flay: Im Cour Carrée du Louvre ja, wir haben eine Vereinbarung mit dem Präsidenten des Louvre, Henri Loyrette, dass wir diesen Ort mehrere Jahre in Folge nutzen können, dasselbe gilt für das Grand Palais. Der Zeitraum in 2007 steht fest, für 2008 haben wir Optionen. Das Gebäude ist schwierig, denn es wurde zwar als Ausstellungshalle errichtet, aber in 1900 gebaut. Einerseits macht das den besonderen Reiz des Ortes aus, aber das Gebäude ist nicht in gleicher Weise ausgestattet, wie es Ausstellungshallen normalerweise sind. Daraus ergeben sich komplexere organisatorische Aufgaben für den Messeveranstalter – auf jeden Fall ist das eine interessante Herausforderung und ich glaube, es lohnt sich, sie anzunehmen. Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass mir jemand widersprechen würde, wenn ich sagte, die FIAC findet jetzt im Vergleich aller Kunstmessen der Welt an den schönsten Orten statt. Und das ist definitiv ein Plus.

AfN: Und im Zentrum, das ist das zweite Plus. Und Sie können die Stadt zum vibrieren bringen.

J. Flay: Ein anderer Aspekt, der für Martin Bethenod und mich sehr wichtig ist – und ich spreche über die Aussteller, weil ich der Welt der Galerien sehr nahe stehe, da ich selbst Galeristin war. Was ich über die Galerien sage, gilt auch für die Besucher, die Sammler, die Presse, jedermann. Wenn ich abends, wenn die Messe schließt, an der Tür stehe und die Leute sagen höre, lass uns zu dem und dem Restaurant gehen, lass uns dahin gehen, dann ist das wirklich traumhaft... Wissen Sie, an der Port de Versaille war es ein Alptraum, man musste zurück in die Stadt...

AfN: Oh ja, wir erinnern uns...

J. Flay: Jetzt haben die Leute einfach Spass und sind in der Lage, alles zu genießen, was Paris zu bieten hat. Weil es gleich um die Ecke ist. Das ist eine große Sache für uns. Wir wollen, dass die Leute den Genuss und die einzigartige Qualität des Pariser Lebensgefühls wahrnehmen können. Das ist kein Unsinn. Entschuldigung: Das ist meine neuseeländische Seite, die sich da meldet. Es ist kein Unsinn! Es ist etwas Besonderes, l'art de vivre, wissen Sie: Je ne sais quoi – francais, wissen Sie. Und warum nicht, warum sollen wir das nicht beleuchten? Warum sollen wir das nicht zu etwas besonderem machen – Ich meine, die haben viel zu bieten in Miami, all diese Palmen und Schwimmbecken... (lacht)
AfN: Würden Sie sich als Asiatin bezeichnen?

J. Flay: Nein, Ich bin Neuseeländerin.

AfN: Gehört das nicht zu Asien?

J. Flay: Neuseeland gehört zu Ozeanien.

AfN: Ozeanien?

J. Flay: Südostasien.

AfN: Südostasien. Sie sehen, Asien.

J. Flay: Ich komme aus Neuseeland und ich bin Französin, weil ich eine doppelte Staatsbürgerschaft habe, nicht, weil ich einen Franzosen geheiratet habe, sondern einfach, weil ich schon so lange hier lebe und arbeite. Ich fühle mich definitiv bikulturell, ich glaube, dass die Tatsache, dass ich aus Neuseeland komme, auf jeden Fall meine Sicht der Welt aufwirbelt. Wenn Sie aus Neuseeland kommen, leben sie auf einer Insel im Südpazifik, ohne irgendetwas drumherum. Auf dem Weg nach Neuseeland begegnet man der ganzen Welt.

AfN: Was meinen Sie damit?

J. Flay: Wenn Sie in Europa sind und Sie wollen nach Neuseeland, können Sie jeden Weg einschlagen und überall anhalten, wo Sie wollen. Sie sind immer auf dem Weg nach Hause. Das verleiht Ihnen eine andere Weltsicht. Für mich ist nichts wirklich weit weg. Ich glaube, in Wirklichkeit ist die Welt ziemlich klein und eigentlich gut zu handhaben. Ich fühle mich sehr wohl in dieser Welt. Für mich ist es sicher einfacher, diese Messe zu erneuern.

AfN: Letzte Frage: Ist China ein Schlagwort für Sie? Wir haben in Paris relativ wenige Arbeiten gesehen – im Vergleich zu London in den letzten Wochen – und noch etwas, glauben Sie an Modetrends in der Kunst?

J. Flay: Chinesische Künstler sind auf der Messe durch die Galerie Pierre Huber (Art & Public), die Galerie France, die Galleria Continua und viele andere Galerien vertreten. Chinesische Künstler sind auf der FIAC definitiv nicht abwesend. Wir wollen selbstverständlich globale Qualität, wir wollen die besten Galerien. Ich würde gerne einen oder zwei chinesische Aussteller dabei haben, wir hatten schon drei, zuletzt vier chinesische Galerien, aber ich will, dass die Chinesen in der besten Art und Weise präsentiert werden. Und ich glaube, das ist in diesem Jahr durch die Galleria Continua, durch Pierre Huber und Gallery de France der Fall. Ich würde sehr gerne chinesische Galerien einladen, aber ich will die besten. Dasselbe gilt für russische Kunst, indische Kunst.

AfN: Wir haben Aidan gesehen, Guelman,...

J. Flay: Wir haben Aidan, XL, Guelman. Das ist ziemlich gut. Und wir haben Nature Morte aus Indien, die ausschließlich indische Künstler präsentieren. Wir haben Sfeir-Semler aus dem Libanon, aus Beirut, die libanesische Künstler zeigen. Wir haben eine wundervolle Galerie aus Warschau, Raster Gallery...

AfN: Wo ist sie zu finden?

J. Flay: Im Cour Carrée. Ich glaube, das ist eine der besten jungen Galerien der Welt.

AfN: Wie teilen Sie die Galerien auf? Wer ist im Grand Palais und wer im Cour Carrée du Louvre? Die jungen?

J. Flay: Das hat mehr damit zu tun, wie sich die Galerien selbst positionieren. Diejenigen mit einem perspektivischen Element in ihrem Programm, mit Entdeckungen, ob sie jung sind oder nicht, sind grundsätzlich im Cour Carrée du Louvre.

AfN: Und das Design.

J. Flay: Und die Designabteilung, die mir, wie Sie wissen, sehr wichtig ist.

AfN: Aus unserer Sicht ist sie wichtig für die Messe.

J. Flay: Die FIAC umfasst den Zeitraum des 20. Jahrhunderts bis heute, bis in das 21. Jahrhundert, 2006. Ich glaube, es ist schön, dass die Galerien der modernen Periode in dem Gebäude sind, das in 1900 gebaut und eröffnet wurde, dem Beginn der Epoche, die wir abbilden. Also, die Galerien der Moderne, die zeitgenössischen modernen und...

AfN: Aber Sie haben Esther Schipper hier im Grand Palais?

J. Flay: Ja, und Galerien, die mit etablierter zeitgenössischer Kunst von heute arbeiten, sind hier vertreten.

AfN: Starke Persönlichkeiten...

J. Flay: Yeah, Sie wissen, es gibt Galerien im Cour Carrée du Louvre, die seit 25 Jahren bestehen.
AfN: Ich weiss, ich weiss, viele holländische Galerien.

J. Flay: Galerien, die einen sehr perspektivischen Schwerpunkt in ihrem Programm abbilden. Aber nicht in Schwarz-Weiss.

AfN: Können es sich die Galerien aussuchen?

J. Flay: Die meisten Galerien wählen mit einer natürlichen Affinität einen Ort oder den anderen, obwohl wir es diesmal zum ersten Mal so gemacht haben. Ich habe gehört, dass Galerien gesagt haben: Ich möchte wirklich im Cour Carrée du Louvre sein, weil er großartig ist.

AfN: Es ist so ein wunderschöner Ort.
J. Flay: Ja.

AfN: Also, Jennifer, vielen Dank, dass Sie sich für das Interview Zeit genommen haben.

J. Flay: Ein Vergnügen. Es ist wunderbar, in meiner Muttersprache über die Arbeit zu sprechen. Vielen Dank.


(28.10.2006)

www.fiacparis.com

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