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Russland gibt Beutekunst an Bremer Kunsthalle zurück. Annäherung im Grundsatz?

Die Rückgabe von 101 Zeichnungen an die Kunsthalle Bremen, die ein russischer Offzier im 2. Weltkrieg widerrechtlich an sich genommen hatte, gilt allgemein als ein Höhepunkt in dem Versuch, sich mit Russland über die Rückführung deutscher Kunstschätze zu einigen. Das russische Parlament hatte vor einigen Jahren ein Gesetz verabschiedet, dass diese Beutekunst zu russischem "Eigentum" erklärte - doch jetzt scheint diese ultranationale Position, die nach der Auffassung zahlreicher nicht deutscher Experten gegen das Völkerrecht verstösst, löchrig zu werden. Bedenkt man allerdings, dass die 101 Zeichnungen seit vielen Jahren bereits in der deutschen Botschaft "lagerten", quasi in Schutzhaft waren, so kann man diesen Schritt auch als überfällig betrachten.

Bewegung in Sachen "Beutekunst" hat jedoch auch die Bundesregierung gezeigt - symbolisch, ohne Rechtsgrundsätze aufzugeben. Staatsminister Naumann war der Minister Deutschlands, der den neuen russischen Präsident Wladimir Putin nach seiner Wahl traf. Kulturpolitik nimmt damit eine Vortreiterrolle für die deutsche Politik gegenüber Russland ein.

Tipp: Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe hervorragend.

www.spiegel.de/kultur/

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