Language and login selector start
Language and login selector end

Art Bodensee: Interview mit Andreas Schwarzmann


Die Art Bodensee findet zum siebten Mal statt. Andreas Schwarzmann war als Projektleiter von Anfang an dabei und kann zur Entwicklung und Profil der Messe einiges sagen.

AFN: Herr Schwarzmann, Sie sind der Mann der ersten Stunde und betreuen die Art Bodensee seit sieben Jahren. Was macht die Art Bodensee aus Ihrer Sicht so besonders?

Andreas Schwarzmann: Es ist eine familiäre Messe, wo wir mit unseren "Freunden", also den Galeristen, eine Kunstmesse veranstalten, die Spaß an der Kunst erzeugen soll und den regionalen Gegebenheiten entspricht. Es ist eine Messe für das Publikum im Vierländereck, die jedes Jahr junge Sammler hervorbringt, d.h. nicht nur Künstler und Galeristen fühlen sich hier wohl.

AFN: Wieso fühlen sich die Galeristen hier wohl?

Andreas Schwarzmann:Die Galeristen fühlen sich wohl, weil das Ambiente sehr ansprechend ist. Nicht nur die Landschaft, sondern die persönliche Betreuung, die bereits Monate vorher, z.B. durch Besuche auf andere Messen, Art Cologne, Art Basel oder Zürich begann und hier Vorort seine Fortsetzung findet. Abgerundet wird es durch das kulinarische und kulturelle Angebot des Vorarlbergs. Ein Galerist brachte es auf den Punkt, man könne hier Urlaub machen, es sei für ihn eine Wohlfühlmesse.





Oben: Andreas Schwarzmann; unten mit Artur M. Holweg (Artfacts.Net)

AFN: Die Messe hat dieses Jahr eine neue Halle bekommen. Gab es außer der neuen Location weitere Neuerungen?

Andreas Schwarzmann:Die Art Bodensee läuft ab diesem Jahr ein Tag länger, sie dauert nun vier Tage. Der Wunsch der Galeristen und das Interesse der Besucher waren für unsere Entscheidung ausschlaggebend. Wir reagierten ebenfalls auch auf die gewachsene Bedeutung von Skulpturen und errichteten im Freigelände einen Skulpturenpark, der sehr angenommen wird und in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll. Der gestrige "Professional Eve", zu dem im besonderem Sammler eingeladen waren, ermöglichte den ca. 600 geladenen Gästen eine Vorschau in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre. Heute schließt das "Fest der Kunst" an, wo "zukünftige" Sammler gewonnen werden sollen. Der Eventcharakter löst Berührungsängste.

AFN: Eine wirkliche "Wohlfühlmesse" kann es aber nur dann sein, wenn die beteiligten Galerien auch Umsätze oder wenigstens neue wichtige Kontakte machen können. Ist das in Dornbirn, im späten Juli und bei fast 30 Grad möglich?

Andreas Schwarzmann:Schauen Sie mal, die Zahlen sprechen doch für sich. Über 80% der Galerien kommen wieder. Die Wiederholungstäter haben ihr Programm von Jahr zu Jahr auf die Marktverhältnisse optimiert, d.h. eine Mischung aus internationalen und lokalen Größen den Fachbesuchern präsentiert. Nicht dass Sie mich missverstehen, die Provokation der Kunst an sich bleibt, aber die Art Bodensee ist und bleibt eine Verkaufsmesse.

AFN: Wie sehen Sie die Zukunftsaussichten der Art Bodensee?

Andreas Schwarzmann:Die Aussichten können kaum besser sein, weil das Messeprofil kein Risikopotenzial enthält. Die Größe ist übersichtlich und den Markt angepasst. Internationalität ergibt sich von selbst, wird aber nicht künstlich forciert. Die Konstanz ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Unser Ziel bleibt 50 zufriedenen Galeristen und einem kunstinteressierten Publikum für vier Tage eine Bühne für zeitgenössische Kunst zu bieten.

AFN: Herr Schwarzmann, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Artur M. Holweg

www.dornbirnermesse.at

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.