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ShContemporary


Eine Auswahl von Galerien zwischen Ost und West

"Die meisten Europäer und Amerikaner, die an zeitgenössische asiatische Kunst denken, denken an die Werke chinesischer Künstler und damit an die Arbeiten einiger Individualisten…" In Wirklichkeit bietet Asien viel mehr. Dieser Kontinent umfasst mehr als fünfzig Länder vom Mittleren Osten bis zu den Inseln im Pazifik... Enorme Unterschiede, kreatives Potential. Man trifft hier immer wieder auf Reichtum und Vielfalt…In Asien leben drei Viertel der Weltbevölkerung, unterschiedliche Rassen,"… eine Myriade an Sprachen ist zu finden, die vier größten Weltreligionen und unzählige lokale Glaubensrichtungen sind hier beheimatet". Unterschiedliche Kulturen, verschiedene, konträre politische und religiöse Situationen, sind hier ebenso zu verzeichnen, wie boomende Wirtschaftsräume mit ökologischen und sozialen Problemen. Riesige Populationen und Massenmigrationen in die Mega-Metropolen stellen Herausforderungen für die Ökologie und die Ökonomie dar. Viele dieser Länder blicken auf eine koloniale Vergangenheit zurück und sind daher mit der westlichen Kulturtradition vertraut. Die radikalen Veränderungen der Globalisierung haben eine neue urbane Kultur entstehen lassen. Auch wenn die Metropolen Asiens sehr unterschiedlich sind, fühlen sich die Künstler dieses Raumes in der gemeinsamen Erfahrung des schnellen Wandels verbunden. Viele asiatische Künstler der Gegenwart beschäftigen sich mit fundamentalen Themen, wie der Identität in einer sich rasant verändernden Welt. Es ist weniger das alte gespenstische Thema des Imperialismus, das Künstler aufgreifen. Vielmehr sind es aktuelle und von den Künstlern als dringlich wahrgenommene Angelegenheiten: so die Parallelentwicklung von Geist und Materie, das Zusammentreffen verschiedener Kulturen, unterschiedliche Wirtschaftssysteme und die Unterdrückung von Frauen in patriarchalischen Gesellschaften. Die thematische Bandbreite reicht vom Verlust der traditionellen Kultur bis zur Auseinandersetzung mit nationalistischen Ideologien oder kapitalistischem Konsum. Es ist weniger die Abgrenzung der politischen Identität gegenüber der westlichen Welt, die das Motiv für die beachtlichsten Werke darstellt. Vielmehr geht es dem Künstler um die direkte Antwort und die kritische Adressierung an eine breite Öffentlichkeit. Auf eine wirre Komplexität und sozioökonomische Missverhältnisse im heutigen Asien wird hingewiesen. Neue Biennalen, zeitgenössische Kunstmuseen und Kunstzentren entstehen überall in Asien und in nur wenigen Jahren hat sich ein starker Markt für zeitgenössische Kunst entwickelt. Das explosionsartige Entstehen einer Ober- und Mittelschicht im reichen Teil Asiens und der Trend zur Nachfrage nach asiatischer zeitgenössischer Kunst (Japan, China, Indien etc.) haben einen Markt kreiert, der der Entwicklung und Ausweitung im Angebot im gesamten geographischen Bereich Asiens bedarf. Die ShContemporary hat die Zielsetzung ein Schlüsselevent im Netzwerk der besten Galeristen, Kunsthändler, Künstler, Sammler, Kuratoren und Kunstfreunde im asiatisch-pazifischen Raum und anderen führenden internationalen Regionen zu werden. Sowohl die Entwicklung der bestehenden Marktsegmente als auch der so genannten "emerging markets" soll damit stimuliert werden. Die Förderung neuer Interaktionen und der Austausch der asiatischen und der westlichen Kunstszene gehören zum Konzept der Kunstmesse. Dieser neue Event konzentriert sich ganz bewusst auf Qualität und Exklusivität. Die hohe Qualität der Künstler und ihrer Werke, die präsentiert werden, basiert auf einer Auswahl nach dem Kriterium herausragender kreativer Qualität - die unabhängig ist von Mode und Trend. Garantiert wird die Exklusivität einer Messe durch die Ausstellerzulassung ausschließlich auf Einladung und durch eine Begrenzung der Zahl der Aussteller. Die erste Ausgabe der ShContemporary präsentiert über hundert Galerien und Kunsthändler: 49 aus dem asiatisch-pazifischen Raum und 52 aus Europa und Amerika. So ist die ShContemporary weder eine chinesische noch eine asiatische Messe - aber eine internationale Messe mit einem besonderen Fokus auf Asien - für das Marktsegment der zeitgenössischen asiatischen Kunst. Die interessantesten asiatischen Positionen werden konfrontiert mit der sorgfältigen Auswahl aus Europa und Amerika. ShContemporary ist angelegt als eine Messe, die asiatische ebenso wie internationale Sammler und Kunstliebhaber ansprechen und begeistern will. Zudem will die Messe bewusst an den asiatischen Kunstszenen teilhaben, die immer bedeutender werden und momentanen internationalen Kunstmarkt stimulieren. Die ShContemporary wird die einzige Messe ihrer Art sein, die das Beste und Interessanteste aus ganz Asien bietet und die sowohl auf internationale Sammler und Kunstliebhaber, aber auch auf das riesige Potential lokaler Sammler und Käufern zugeschnitten ist. Die Messe vereint, - so die Ausstellungsmacher-, Kreativität, Qualität und Vielfalt der Kunst.

"Best of Artists"

"Best of Artists" präsentiert Künstler aller Altersgruppen und repräsentiert damit alle Generationen und Trends der asiatischen Kunstszene, deren Vision und Diskurs historisch bedeutend ist. Die Künstler wurden außerhalb des runs auf Bestseller und den "art of the moment"-Markt ausgewählt. Zahlreiche besondere Projekte wurden exklusiv für die Messe kreiert und sind so bei Best of Artists aus China vertreten: Ai Weiwei, Chen Shaoxiong, Chen Zhen, Fang Lijun, Gu Dexin, Lu Hao, Song Dong. Aus Indien: Sudarshan Shetty, Zarina Hashmi. Aus Japan: Tatsuo Miyajima, Yoshitomo Nara und aus Thailand: Rirkrit Tiravanija. "Mit ihrem speziellen Fokus auf dem kreativen Potential Asiens und dem neuen Bereich "Best of Discovery" - einer absoluten Neuheit bei einer internationalen Kunstmesse " - bietet die ShContemporary viele neue und spannende Möglichkeiten Kunst zu entdecken.




"Best of Discovery"

"Das Ziel ist nicht nur zu zeigen, was ist modisch…in der asiatischen Kunst" ist…,"vielmehr möchten wir Asien eine ernstzunehmende Position auf dem Kunstmarkt zuweisen und neue interessante Kunst und Künstler präsentieren," sagt Lorenzo Rudolf. Pierre Huber, Kurator des Spezialbereichs "Best of Discovery" reiste durch ganz Asien und besuchte zahlreiche Ateliers von Künstlern. Mit der Unterstützung der Künstler, Kuratoren und Sammler "vor Ort" ist es ihm gelungen einen Überblick und eine Bestandsaufnahme der außergewöhnlichen Kreativität auf diesem Kontinent zu geben." Asien ist künstlerisch und wirtschaftlich in d e r Boom-Situation. Als Ergebnis im Bereich "Best of Discovery" sind zwanzig atemberaubende Projekte von international unbekannten asiatischen Künstlern, die unterschiedliche Generationen und Trends repräsentieren. "Unsere Auswahl kann nicht den Anspruch der Vollständigkeit erfüllen, aber es ist ein Stück künstlerisches Abenteuer…," sagt Pierre Huber. Es galt es gewohnte Grenzen und Vorurteile zu überwinden. Der Gewinn liegt in einem umfassenden Verständnis der Welt, das einher geht mit entsprechender Bescheidenheit. "Anregungen und Denkweisen sollen besser wahrgenommen und verstanden werden, wenn die gesamte Vielfalt der Welt und ihrer Kulturen umspannt sind. Dies an einem Ort, an dem geographische Grenzen zunehmend durchlässig werden." "Best of Discovery" gibt aufstrebenden Künstlern aus dem asiatisch-pazifischen Raum zum ersten Mal die Möglichkeit ihre Arbeiten der internationalen Kunstszene zu präsentieren. Diese ungewöhnliche Erfahrung zeitgenössischer Kunst, ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes in der gesamten Region, das eine neue Künstlergeneration im globalen System zeitgenössischer Kunst positioniert.

ShContemporary 2007
Zusammenarbeit mit Auktionshäusern


"Die Kunst und der Kunstmarkt haben sich in den vergangenen Jahren entwickelt und verändert," betont Lorenzo Rudolf, Direktor der ShContemporary." Neue Formen der Auseinandersetzung mit Kunst sind entstanden, viele davon außerhalb des klassischen Galerieraumes. Auch neue Fusionen - wie sie vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen wären - sind entstanden: Galerien gehören Auktionshäusern; Sammler betreiben eigene Museen; Künstler arbeiten direkt mit Auktionshäusern; Sammlern gehören Auktionshäuser etc. Die Trennung von Galerien, Sammlern, Auktionshäusern und Museen ist mehr und mehr ein Relikt der Vergangenheit mit Ausnahme von Kunstmessen, die an Konzepten der frühen neunziger Jahre festhalten." Bedenkt man diese Entwicklungen des Kunstmarkts und die Rolle einer Kunstmesse als optimale Vermittlungsplattform, dann ist ShContemporary die erste internationale Kunstmesse, die die Auktionshäuser bewusst integriert. Artcurial aus Paris und Phillips de Pury aus New York/ London sowie die beiden chinesischen Auktionshäuser Jade und Poly sind die offiziellen Partner und Sponsoren. Sie sind mit einer eigenen Lounge auf der Messe vertreten.

Galeristen über ShContemporary 2007 und Macher

Fernanda Rangel M. - Galería Enrique Guerrero, Mexiko

Wir denken, daß die Organisatoren genug Erfahrung, Reputation und Zuverlässigkeit haben, um eine glaubwürdige Messe zu organisieren, die die Erwartungen der Sammler und Galeristen erfüllen wird. Es ist nicht unsere erste Messe in Asien, und wir wissem, daß der asiatische Markt jeden Tag stärker wird; es ist eine perfekte Nische um unseren Horizont zu erweitern und das Spektrum an Kontakten und potentiellen Käufern zu verbreitern.


José Martínez Calvo, Galería Espacio Mínimo, Madrid

Unsere Galerie hat bereits an drei Messen in China teilgenommen, und es stellte sich immer als sehr positiv für uns heraus. Diese neue Messe in Shanghai hat die chinesische und internationale Kunstszene in Aufregung versetzt, zum einen weil es die erste Kunstmesse in China mit westlichen Organisatoren ist und zum anderen wegen der Wichtigkeit der ausgewählten internationalen Galerien. Der chinesische Markt ist sehr jung und durstig nach zeitgenössischer Kunst; die Messe wird ein Erfolg werden.

Christina Guerra, Contemporary Art, Lissabon

Ich denke es ist eine gute Chance den asiatischen Markt kennen zu lernen und gute Beziehungen zwischen Asien und dem Westen herzustellen. Wir werden hier auch versuchen zu verstehen wie der Markt in Asien funktioniert.

Lorenz Helbling, ShanghART Gallery & H-Space, Shanghai

Es ist die erste ShContemporary, aber die Atmosphäre hier ist sehr gut. Es sieht so aus, als ob viele Leute kommen und die Erwartungen sind sehr hoch. Eine grossartige Sache ist, daß die Kunst nicht der Tür der Messehalle aufhört. Es werden viele Ausstellungen und Aktionen während der Messetage stattfinden. Zum Beispiel gibt es einen Tag vor Messebeginn mehr als 15 Ausstellungseröffnungen in der Moganshan Road. ShanghART alleine organisiert vier Einzelausstellungen, darunter eine Ausstellung mit neuen Werken von Liang Shaoqi, einen sechzig Jahre alten Künstler, der an allen möglichen Bienalen von Istanbul, über Venedig bis Shanghai teilgenommen hat, aber noch nie eine Einzelausstellung hatte.


Text: Alice Franck

www.shcontemporary.info

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