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viennafair 2008: Interview mit Matthias Limbeck von Reed Exhibitions


Matthias Limbeck von Reed Exhibitions mit Marek Claassen

AfN: Dies ist eine Artfacts.Net Interview mit Matthias Limbeck dem Geschäftsführer von Reed Exhibitions, dem Veranstalter der viennafair.

Guten Tag Herr Limbeck.

Matthias Limbeck: Hallo. Willkommen in Wien, willkommen zur viennafair.

AfN: Herr Limbeck, mich würde interessieren, wie viele Messen Reed so veranstaltet, und welche Rolle die Kunstmessen in Ihrem Portfolio spielen?

Matthias Limbeck: Reed Exhibitions ist weltweit der größte Veranstalter von Messen mit rund 500 Veranstaltungen im Jahr in mehr als 30 Ländern. Wir haben insgesamt 27 Business Units – von Nordamerika bis Japan, von UK, Deutschland bis nach Australien. Wir hier in Österreich sind für den Markt in Mittel-, Osteuropa zuständig. Wir haben in Österreich ein Portfolio von gut 50 Messen, rund 40 davon jährlich.

Die viennafair haben wir jetzt das vierte Mal. Wir erleben gerade die vierte Edition, und sie hat natürlich eine absolute Sonderstellung, weil es keine vergleichbare Messe gibt, die ein derart großes mediales Interesse - von der Autoshow vielleicht mal abgesehen – hervorruft, und wo wir Zielgruppen ins Messezentrum bekommen, die wir sonst eigentlich über das ganze Jahr nicht im Messezentrum als solches haben; also insofern, als Betreiber der Messe Wien Neu, ist uns das absolut willkommen, und wir sehen das daher auch als ein tolles „Marketing-Instrument“, um hier zu zeigen, dass das Messezentrum ein hervorragender Ort der Begegnung ist.

AfN: Auf Ihrer Webseite www.reedexpo.com erwähnen Sie als market-leading Event die fiac, aber nicht die viennafair.
Welche Rolle spielt die viennafair für Reed Exhibitions?

Matthias Limbeck: Sozusagen als Global Company?

AfN: Ja... Sie sind ja weltweit aktiv; planen Sie in jedem Land so eine Art kulturelle Veranstaltung, um ein spezielles Publikum anzuziehen?

Matthias Limbeck: Soweit ich das Entwicklungsprogramm von den Kollegen kenne, ist das absolut nicht im Plan. Es ist immer der jeweiligen Business Unit vorbehalten, sich strategisch mit Themen auseinander zu setzen, die eben Potential haben, und das ist in den jeweiligen Ländern als solches unterschiedlich. Wir haben natürlich auch einen sehr guten Draht zu den Reed-Kollegen in Frankreich, die die fiac organisieren. Sie haben letztes Jahr die – ich glaube – 47. Ausgabe der fiac gehabt. Wir können also sehr sehr viel von ihnen lernen. Sie haben aber erst in den letzten Jahren wieder Oberwasser bekommen, haben auch hart zu kämpfen gehabt.

Das Thema „Kunstmessen“ ist natürlich ein absolut hartes Pflaster. Es gibt kein anderes Messethema, das derartig mit Emotionen aufgeladen ist wie eine Kunstmesse. Wenn es dann aber läuft, wenn die Messe dann stattfindet, ist die Atmosphäre schon toll, also für mich von der Atmosphäre her die tollste Messe – wenn sie denn läuft! Im Vorfeld nicht unbedingt. [lacht]
Aber diese vier, fünf Tage – das lohnt sich. Wenn das Feedback auch gut ist, wenn die Galerien verkaufen, dann passt es.

AfN: Herr Limbeck, mir ist aufgefallen, dass die viennafair als Gateway zur Kunst der CEE Staaten, also Central und Eastern Europe, gilt. Warum halten Sie es für so wichtig die viennafair als Gateway zu positionieren?

Matthias Limbeck: Jedes Produkt braucht einen Point of Difference zu anderen Mitbewerbern, anderen Veranstaltern. Wir haben aufgrund der geografischen Lage natürlich klar gesagt – und das war auch das Ansinnen der Mitbegründer oder Unterstützer der ersten Stunde – „Wir wollen den Fokus haben auf Modern Art aus Mittel- und Osteuropa und natürlich auch für Mittel- und Osteuropa“. Das ist eben dieser Mix aus mittel- und osteuropäischen Galerien und aus guten westeuropäischen Galerien, mit dem wir hier ganz einfach auch dem Sammlerspektrum zeigen, dass es hier etwas Interessantes gibt. Und ich muss sagen: Das ist absolut aufgegangen.

Sie wissen selbst, dass die Geschichten in Düsseldorf und in Frankfurt nicht mehr stattfinden. Wir konnten quantitativ und qualitativ als solches zulegen, wobei es schon ein harter Job ist... Scouting, Ausschau nach jungen Galerien, vor allem in Osteuropa, zwischen Baltikum und Bosporus – also, da haben wir eigentlich mehr erwartet. Dass hier mehr Galerien aus dem Boden schießen, dass sich hier mehr tut, das ist ein schönes, aber hartes Stück Arbeit.

AfN: Wenn man die nackten Zahlen der Teilnahme von osteuropäischen Galerien
inklusive Russland vergleicht, dann liegen die Art Moscow, die Budapest Art Fair und die Art Prague weit vor Ihnen...

Matthias Limbeck: Das möchte ich jetzt aber schon hinterfragen. Wie viele Aussteller hat Budapest?

AfN: Ich meine, im Bezug auf die nackte Anzahl. Das sind natürlich kleinere Messen.

Matthias Limbeck: Also ich glaube, Prag und Budapest kann man absolut nicht vergleichen. Auch Moskau nicht. Wir haben schon ganz klar die Nase vorn - was die Dimension betrifft, und auch die Qualität.

AfN: Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die teilnehmenden Galerien den verschiedenen kulturellen Regionen zuzuordnen, und habe herausgefunden, dass sich das Verhältnis der osteuropäischen Galerien zu allen Galerien seit 2006 von rund 20% auf 10% reduziert hat. Mich würde interessieren, woran das liegt?

Matthias Limbeck: Es sind 21 zu 126, und nach meiner Rechnung damit etwas mehr als 15%. Von 10% sind wir also sehr weit weg. Ob es jetzt 20% oder 15% sind, das sollte man jetzt nicht auf die Waagschale werfen.

Es sieht folgendermaßen aus: Diese Galerien werden am Anfang von uns unterstützt. Wir haben mit der ERSTE BANK einen Sponsor, der ihnen den Auftritt ermöglicht, die Kosten für den Auftritt auf der Messe übernimmt. Das ist natürlich eine einmalige Geschichte und nicht auf Dauer, d.h. sie sind zum Einen nicht so finanzstark, und zum Anderen ist es auch so: Wir haben absolut kein Problem, wenn wir als Sprungbrett gesehen werden, wenn sie dann weitergehen und in Form von Partnerschaften, Allianzen dann in Paris auftreten oder auch die Möglichkeit haben, sich in Basel zu präsentieren... Das ist absolut okay so, d.h. da gehen manche weiter, manche müssen nun auf eigenen Beinen stehen.

Wir versuchen dann immer neue zu gewinnen, aber – wie gesagt – da gibt es nicht so viele neue. Die Entwicklung ist nicht so dynamisch, wie wir es eigentlich vor vier Jahren noch erwartet haben.

AfN: Und was ist mit den Russen?

Matthias Limbeck: Russland ist ein Thema für sich. Obwohl Moskau eine Riesenmetropole ist, gibt es vielleicht 10 russische oder Moskauer Galerien, die irgendwie halbwegs Format haben. Da ist momentan auch sehr viel in Bewegung gekommen, weil eben der Veranstaltungsort, wo die Art Moscow stattfindet, in Zukunft nicht mehr zur Verfügung steht.

Es sind Kollegen vom Expo-Center Moscow hier, die uns gebeten haben, Hilfestellung zu geben u.U. im Expo-Center eine neue Modern Art Show hochzufahren. Aber die Geschichte ist alles andere als einfach, weil die Strukturen nicht vergleichbar sind mit Mittel- und Westeuropa, und ich glaube, dass wir hier verstärkt noch Chancen haben - da gebe ich Ihnen absolut recht – 20, 21 Galerien, das ist auch nicht befriedigend.

Mein Ziel war schon zu sagen: Ein Drittel – jetzt mal sehr salopp formuliert – aus dem Osten, ein Drittel aus Österreich – man darf ja auch nicht vergessen, dass wir eine österreichische Plattform sind, und ein Drittel aus dem Westen. Das wäre die Zielsetzung. Wir werden uns da nicht dramatisch weiterentwickeln von der Anzahl der Galerien; wir werden jetzt in der nächsten Zeit bei 120 bleiben. Das war auch ein key-learning für uns. Dass man nicht davon galoppiert, haben die Kollegen in Berlin ja auch vor Jahren auch [erfahren] müssen. Man muss den gleichen Fehler nicht noch einmal machen.

AfN: Herr Limbeck, mich würde interessieren, wie Sie als Messeveranstalter die Aktivitäten von Merchandise Mart sehen, die die Art Chicago aus ihrem
Dornröschenschlaf wiedererweckt haben und die viennafair nun terminlich direkt abdecken. Ist das für Sie ein Thema?

Matthias Limbeck: Nein, das ist absolut kein Thema. Es sind durchaus einige unserer Aussteller jetzt mit einem Doppelauftritt konfrontiert, aber das ist die absolute Minderheit.
Es ist sogar interessant... Wir sind auf der Sammlerseite. Wir haben 260 internationale Sammler registriert, die auch alle gekommen sind, und davon ein Drittel aus Nordamerika. Also selbst die Sammler haben sich dadurch nicht in irgendeiner Form inspirieren lassen, nicht zu kommen. Für die ist diese Verbindung Wien – Wien als Kulturstadt, Wien als Gateway, das Programm, das wir bieten - offensichtlich Anreiz, hier nach Wien zu kommen. Und soweit ich das Feedback von den Galerien habe, haben die [Sammler] auch schon sehr brav eingekauft.
Ich bin schon sehr gespannt auf die Auswertung der Fragebögen. […]
Ich bin gespannt, wie dann das Feedback ausschaut.

AfN: Ich persönlich finde das "familiäre" und "entspannte" Ambiente, das mit weitgehend hochwertiger Kunst daherkommt, außerordentlich anregend. Meines Erachtens ist das doch eines der Pfründe kleinerer Messen. Mich würde interessieren, ob das die Sammler auch schätzen und dann eventuell doch Wien Chicago vorziehen?

Matthias Limbeck: Ich sage mal, wir sind nicht größenwahnsinnig. Wir wissen, dass wir jetzt nicht der Champions League angehören, aber wir haben eine sehr klare junge Positionierung. Das werden wir weiter fahren, wenn wir dadurch noch internationaler werden - auf der Ausstellerseite, was führende Galerien betrifft, oder auf der Sammlerseite, dass wir noch weiter punkten - dann soll es uns recht sein, aber es ist nicht unser Ziel zu sagen „wir möchten jetzt in Europa unter den Top3-Messen sein“. Das ist nicht unser Anspruch. Wir wollen eigentlich mit dieser Positionierung den Zufriedenheitsgrad der involvierten Stakeholder möglichst hochfahren. Das ist eigentlich das Hauptziel.

AfN: In der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) wurde die "Ghettoisierung" der CEE Galerien bemängelt. Was waren Ihre Motive für die Konzentration?

Matthias Limbeck: Wir haben seit November einen neuen Beirat. Das war ein einstimmiger Vorschlag vom Beirat, und wir haben das einmal versucht. Wir haben das bis dato nicht so gehandhabt. Wir haben – da nun die Messe nicht so groß ist – bis dato immer einen Mix gefahren, wo eben kleine Galerien, große Galerien, renommierte Galerien, Galerien aus Mittel-, Ost-, Südosteuropa bunt abgemixt waren. Das ist eigentlich ganz gut angekommen.
Ein neuer Beirat hat aber das Recht, auch immer Sachen von einer anderen Seite zu sehen; und das polarisiert sehr stark. Ich habe positive Stimmen gehört, ich habe sehr viele kritische Stimmen gehört. Persönlich würde ich dazu neigen, wieder einen Mix zu fahren und kein Ghetto zu bilden - wie wir es in den Vorjahren gehabt haben.

AfN: Mein letztes Interview war in Köln auf der Art Cologne mit der Messegesellschaft Kölnmesse GmbH. Sie sagten dabei u.a., dass sie sich komplett aus dem raushielten, was der künstlerische Leiter mache. Sie verstünden sich als Organisator, und wenn die künstlerische Leitung eine Entscheidung treffe, dann sei das sozusagen eine Sache, mit der sie nichts zu tun hätten. Aber Reed Exhibitions bringt sich schon ein?

Matthias Limbeck: Wie gesagt, das Ziel ist immer, die Zufriedenheit der Stakeholder zu maximieren. [...] Es wird natürlich ein Diskussionspunkt sein, aber wir sind hier absolut demokratisch. Wenn der Beirat eine einhellige, einstimmige Meinung hat, dann unterbinden wir das nicht. Das wird natürlich akzeptiert. Es ist aber auch unser gutes Recht zu sagen „Über das und das müssen wir mal nachdenken, über das und das müssen wir mal sprechen“. Ich glaube, es ist okay, wenn das so basisdemokratisch abläuft.

AfN: Bei der Vorbereitung auf dieses Interview habe ich auf einer Webseite ein Interview mit Ihnen gefunden. Da ging es um ARCO und viennafair, und darum, dass ARCO 200.000 Besucher hat und viennafair etwa 17.000. Ich wollte dann einfach mal spaßeshalber bei Google-News Österreich nachsehen, ob die viennafair eigentlich auf der Hauptseite, auf der Seite der wichtigsten News, die Österreich betreffen, angeführt ist - und sie ist es. Es ist also doch schon so, dass selbst die Google-Machine die viennafair als für Österreich so wichtig empfindet, dass sie sie auf die Startseite setzt, wie das ja auch bei der ARCO in Spanien der Fall ist.
Kann man das Land nicht in irgendeiner Form ein bisschen motivieren, diese Messe ein bisschen zu unterstützen? Der König eröffnete immerhin die ARCO...

Matthias Limbeck: Das ist ein sehr sehr gutes Thema. Ich bin Ihnen für die Frage sehr dankbar. Das ist das, was mich wurmt, was ich absolut nicht verstehe. Wien ist bekannt als Musikhauptstadt. Im Bereich Bildende Kunst sind wir aber eigentlich eher irgendwo im hinteren Drittel.
Wir [Messeorganisatoren] haben doch einiges schon geschafft: Wir haben einen gewissen Zugang, einen gewissen Rückenwind. Ich würde mir aber schon wünschen, vor allem von der Seite der Stadt, mehr Unterstützung zu bekommen. Das ist schließlich eine tolle Gelegenheit.

Mir geht es nicht um mehr Subventionen. Ich will mehr an begleitenden Aktivitäten haben. Das ist ja auch eine wahnsinnige Chance für die Stadt. Da versuchen wir mehr und mehr Lobbyarbeit zu machen, damit sich die Stadt selbst auch inszeniert im Vorfeld der viennafair und zur viennafair.
Ich habe mir das mal angeschaut: Es gibt in Wien immerhin 150.000, 200.000 Kunstinteressierte, die irgendwo zwischen 30 und 50 sind, vielleicht auch ein überdurchschnittliches Einkommen, zweifelsohne eine Affinität zur Modern Art haben, und das wären vielleicht Sammler von morgen, wenn auch nur in kleinem Ausmaß. Es wurmt mich wahnsinnig, dass wir die viel zu wenig abholen. Wenn ich jetzt quasi die Teilnehmer von der Vernissage abziehe, wenn ich gewisse Sammler abziehe, wenn ich die Künstler und Pseudo-Künstler, die die Messe wie ein Magnet anzieht, abziehe, dann komme ich auf eine Aktivierungsrate von 3%-4%. Das ist nichts.
Und hier – glaube ich – ist der Hauptpunkt: Die Awareness ist nicht gegeben. Und aus der Awareness dann das Interesse zu entwickeln, zur viennafair zu kommen – das ist absolut nicht gegeben.

Hier würde viel viel mehr Bewusstseinsbildung im Vorfeld notwendig sein, und da muss – wie gesagt – die Stadt involviert sein. Man muss es auf den Plätzen der Stadt leben - nicht punktuell, kurz mal drei Tage vor der Messe und dann die nachfolgenden Tage. Es muss eigentlich schon davor anspringen. Hier gibt es sehr viele Mitstreiter – Rom ist auch nicht an einem Tag gebaut, man darf die Hoffnung nicht aufgeben – aber da sehe ich noch verdammt viel Handlungspotential. Wenn die Stadt Madrid 3 Millionen Euro in die Hand nimmt und die ARCO mitsponsert auf direktem oder indirektem Weg... ich meine, ich wünsche mir nicht 3 Millionen, aber mit 10% davon wär ich schon happy. Da könnte man schon einiges machen.

AfN: Ich habe vor Jahren mit Jennifer Flay und auch mit Herrn Bethenod von der fiac über diese Thematik gesprochen, und Frau Flay ist sich, schon seitdem sie eingestiegen ist, sehr klar dessen bewusst, dass sie die Stadt Paris mit einbeziehen muss. Das ist ja auch gelungen, u.a. mit der Rückkehr in den Grand Palais. Könnten Sie sich vorstellen, an eine andere Location zu wechseln – nichts gegen die Hallen, sie sind sehr schön...

Matthias Limbeck: Das ist die Problematik. Wir haben jetzt eine Kapazität, wo wir Brutto-Flächen von 12.000 m² bespielen, d.h. Wien hat hier eigentlich keine andere Möglichkeit. Das war ja auch der Grund, warum man damals im Jahr 2004 an uns herangetreten ist und gesagt hat „Die [damalige] Kunst Wien im MAK, das ist viel zu klein, das ist viel zu regional ausgerichtet. Wir wollen internationale Galerien herbringen usw. Wir brauchen auch Platz und und und“ – Das ist technisch eben nicht möglich.

Es wird hier sein. Wir haben ein neues Messezentrum. Das ist gut zu erreichen. Wir haben in zwei Wochen auch U-Bahnanbindung, d.h. der letzte Schwachpunkt ist damit beseitigt. Also wir haben schon Interesse daran, dass die viennafair weiterhin in der Messe Wien stattfindet.

AfN: Die Messe ist morgen vorbei. Können Sie schon ein Resümee ziehen? Geht es weiter?

Matthias Limbeck: Es geht weiter. Das Feedback ist gut. Es wurde bis dato gut verkauft. Und die Stimmung, vor allem auch bei dem internationalen Beirat, ist sehr sehr gut. Wir haben eine ganze Liste [mit Dingen], die wir noch machen wollen. Es ist bei weitem nicht alles perfekt. Da gibt es noch sehr viele Challenges. Aber es wird weitergehen. Das Commitment von uns ist da.

Es gibt hier auch die Gesellschaft „Departure“, wo die Stadt Wien dahinter steht; sie nimmt sich hier ganz besonders des Themas an, Kunst als solche mitzunutzen, mitzusponsern. Es gibt da einen neuen Geschäftsführer, der vormalige Leiter des österreichischen Kulturinstitutes in New York, mit dem wir jetzt sehr intensiv zusammenarbeiten. Es gibt da schon gute Ideen, und von ihm auch das Versprechen, ein entsprechendes Budget bereitzustellen - eben genau das, was wir vorhin angesprochen haben. Es soll begleitende Aktionen schon im Vorfeld und während der Messe geben, so dass die Stadt die viennafair auch mitbekommt und mitlebt. Es macht mich zuversichtlich, dass wir da eine weitere Hürde nehmen.

Wie gesagt, wir sind noch bei weitem nicht am Optimum. Da muss noch sehr sehr viel gefeilt werden - auch bei uns, organisatorisch. Aber die Weiterentwicklung ist spürbar, die Resonanz ist positiv, und das ermutigt uns.

AfN: Herr Limbeck, vielen Dank für das Interview.

www.viennafair.at

(27.4.2008)

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