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Die Fülle und Vielfalt an Basisinformation, Hintergrundwissen und Insiderkenntnissen bezüglich zeitgenössischer Kunst und ihrer Produktion sowie die damit einhergehende, irreführende Unübersichtlichkeit des Marktes waren für uns Anlass und Ansporn zugleich, ein bisher weltweit einzigartiges Konzept zu entwickeln.
Um die Flut an Informationen, die um sämtliche Themen der zeitgenössischen Kunstproduktion kreisen, zu zentrieren, entwickelten wir den artguide Artfacts.Net. Unser bereits jetzt hochgelobtes und vielbeachtetes onlinetool ermöglicht den schnellen und übersichtlichen Zugriff auf eine nahezu unbegrenzte Datenmenge von Künstlern, Ausstellungen und kunstrelevanten Einrichtungen.
Wir stellten uns die Frage nach einer Möglichkeit, den aktuellen Marktwert eines Künstlers anhand oekonometrischer Methoden zu eruieren und somit eine Rangliste zu evaluieren, die in ihrer Form gleichsam beispiellos wie richtungsweisend ist.
Durch den großen Erfolg animiert suchten wir nach weiteren, innovativen Möglichkeiten der Künstlerdarstellung, einer Darstellung, die ihre Beschränkung nicht in der konventionellen, alphabetischen Auflistung findet.
Eine Idee, die zur Leidenschaft wurde und in der Entwicklung des Artfacts Artist Ranking (A.R.) gipfelte. Die Ermittlung der Künstlerrangliste erfolgt hierbei durch die Tragweite, Bedeutung, Geltung, Gewichtigkeit und Aktualität, die urteilsfähige, sachverständige Kenner (Kuratoren, Galeristen usw.) aus dem direkten, professionellen Arbeitsumfeld dem jeweiligen Künstler beimessen.
Das Fundament der A.R. Idee basiert auf der Theorie der sogenannten "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (Georg Franck). Georg Franck geht davon aus, dass Aufmerksamkeit (Ruhm, Beachtungsgrad) in der Kulturwelt einen ökonomischen Faktor darstellt, der den Mechanismen des Kapitalismus folgt.
Laut Franck nimmt der Kurator die Rolle des Investors ein, der seinen Besitz, sein Kapital (Galerien, Museen , demjenigen Künstler zur Verfügung stellt , von dem er sich eine ökonomisch nutzbringende , quasi zinsbringende Vermehrung seines Kapitals in Form größerer Aufmerksamkeit, Ruf, Bekanntheitsgrad verspricht.
Von dieser Theorie ausgehend, listet das AR System nur Künstler auf, die diese wirtschaftliche Wechselseitigkeit der Beziehung erfüllen.
Dies bedeutet nicht, das ein Künstler, der nicht aufgelistet ist oder einen verhältnismäßig niedrigen Listenplatz einnimmt, ein schlechter Künstler ist. Es zeigt lediglich, dass die Ausstellungsaktivitäten des Künstlers im Vergleich zu anderen verhältnismäßig gering sind.
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